Zwei Brände größeren Ausmaßes

Zwei Brände größeren Ausmaßes

150 150 Klaus Henning Glitza

Bremer Nehlsen AG und Recyclingbetrieb im nahen Brinkum betroffen

 

Abermals kam es -nicht weit voneinander  entfernt- zu zwei Bränden größeren Ausmaßes. Betroffen war die Nehlsen AG in Bremen-Blockland  und ein Entsorgungs- und Recyclingunternehmen im nahen Brinkum (Ortsteil von Stuhr, Landkreis Diepholz, Niedersachsen). Verletzt wurde bei beiden Brandfällen offenbar niemand.

Am späten Freitagabend ist auf dem Nehlsen-Gelände am Fahrwiesendamm in Bremen-Blockland in einer zirka 30 mal 60 Meter großen Halle (dort war unter anderem Sperrmüll gelagert) ein Feuer ausgebrochen. Schon bei der Anfahrt gegen 22.15 Uhr wurde das Ausmaß des Brandereignisses deutlich. Meterhohe Flammen und eine massive Rauchentwicklung zeigten schon aus der Ferne an,  dass ein herausfordernder  Einsatz bevorstand.  In der Spitze waren etwa 130 Angehörige der  Berufsfeuerwehr  und mehrerer Freiwilliger Feuerwehren im Einsatz.

Innenangriff zunächst nicht möglich

Aufgrund des Vollbrandes war ein Innenangriff zunächst nicht möglich. Unter dem Einsatz mehrerer Drehleitern und des Löschunterstützungsfahrzeug (fernsteuerbares Löschfahrzeug mit einem schwenkbaren Hochleistungslüfter mit Wasserdüsen auf einem Raupenfahrwerk) wurde der Großbrand bekämpft, Die Löschmaßnahmen zogen sich bis in den Samstag hin.

Drohne im Einsatz

Für eine stabile Wasserversorgung wurde das Wasserfördersystem in Betrieb genommen. Das Löschwasser wurde aus einem nahen Fleet gepumpt. Zur Erkundung wurde eine mit einer Wärmebildkamera bestückte  Drohne eingesetzt. Da das Feuer eine starke Rauchentwicklung erzeugte, wurde die Bevölkerung über das Modulare Warnsystem gewarnt. Im Bereich Blockland wurden Messfahrten durchführt. Der Verkehr auf der nahen Bundesautobahn A 27 wurde glücklicherweise nicht durch  Qualmausbreitung gefährdet. Das Nehlsen-Betriebsgelände war aber vollständig „eingenebelt“.

Zur Brandursache und zum Sachschaden liegen derzeit keine Informationen vor. Für Nehlsen war es ein weiterer Schlag innerhalb kurzer Zeit, Wie berichtet , war es in der gemeinsamen Sortieranlage für Leichtverpackungen Nehlsen-PreZero  am 5. Oktober dieses Jahres zu einem Großbrand gekommen.

Oberstes Bild: Brandbekämpfung in Brinkum. Foto;; Gemeindefeuerwehr Stuhr

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Beim  Brand in der Halle eines Entsorgungs- und Recyclingbetriebes an der Straße Rodendamm im Gewerbegebiet  Brinkum-Mitte ist ein Müllhaufen in Flammen aufgegangen.

Nach Auslösen der automatischen Brandmeldeanlage rückte die Feuerwehr am frühen Samstagmorgen gegen 02.21 Uhr aus. „Im Erstangriff wurden mehrere Atemschutztrupps zur Brandbekämpfung eingesetzt, welche den Brand schnell eindämmen und eine Ausbreitung auf weitere Müllhaufen verhindern konnten. Um einige Brandstellen erreichen zu können, musste die Halle an mehreren Stellen von außen mit einem Trennschleifer geöffnet werden“, geht aus dem Einsatzbericht der Gemeindefeuerwehr Stuhr hervor.

Blick auf den brennenden Müllhaufen. Foto: Gemeindefeuerwehr Stuhr

Im weiteren Verlauf wurde das Brandgut mit einem firmeneigenen Radlader nach draußen befördert und von Atemschutztrupps nochmals abgelöscht. Nach zirka drei Stunden konnte der Einsatz für die Feuerwehr  beendet werden. Insgesamt waren 60 Einsatzkräfte von Feuerwehr (Brinkum und Stuhr)  und Rettungsdienst vor Ort.

Nach Angaben der Gemeindefeuerwehr Stuhr war es im Mai 2015  an gleicher Stelle zu einem Großbrand gekommen. „Da es damals noch keine Brandmeldeanlage gab, konnte sich Feuer unbemerkt ausbreiten und hat zu einem der größten Einsätze der Gemeindefeuerwehr Stuhr geführt, der die Einsatzkräfte über sechs Tage lang in Atem gehalten hat. In diesem Fall wurde das Feuer durch die Brandmeldeanlage schnell erkannt. Somit konnte eine Ausbreitung auf die ganze Halle und damit größerer Schaden verhindert“, so die Brandschützer.

Um an den Brandherd zu gelangen, mussten Teile der Außenhaut mit einem Trennschleifer geöffnet werden. Foto: Gemeindefeuerwehr Stuhr

Die Höhe des Sachschadens wird laut Polizei auf einen Betrag im niedrigen  fünfstelligen Bereich geschätzt. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Derzeit kann Brandstiftung ausgeschlossen werden. Im Fokus steht die Selbstentzündung eines Stoffes, der nicht in den üblichen Abfall gehörte.

EM (unter  anderem mit Material der Berufsfeuerwehr Bremen und der Gemeindefeuerwehr Stuhr)

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