Weiß-blaue Mehrwegbecher

Weiß-blaue Mehrwegbecher

150 150 Klaus Henning Glitza

FC Bayern München verabschiedet sich vom Plastik

 

Der FC Bayern nutzt nach Informationen der Deutschen Umwelthilfe (DUH) ab sofort bei seinen Heimspielen Mehrwegbecher. Damit tritt der Verein eine Besorgnis erregenden Trend entgegen.  Allein in der Saison 2017/18 hatte sich in den Stadien der ersten und zweiten Fußball-Bundesliga eine Müllflut von mehr als 11.5 Millionen Einweg-Plastikbechern angesammelt. Der FC Bayern München hatte mit rund 1.4 Millionen verbrauchten Wegwerfbechern einen erheblichen Anteil daran.  Damit ist jetzt Schluss. Seit dem 24. August 2018 kommen in der Allianz Arena umweltfreundliche Mehrwegbecher zum Einsatz.

Ab sofort ohne Plastik-Einwegbecher: die Allianz-Arena in München. Foto: FC Bayern München.

Die Pfandhöhe von zwei Euro sorgt dafür, dass die Becher zurückgegeben und wiederverwendet werden. Die Spülung der Becher soll ab Oktober in Bergkirchenbei München durchgeführt werden. Dadurch bleiben die Transportwege kurz. Im Innen- sowie im Außenbereich der Allianz Arena gibt es zahlreiche Rückgabemöglichkeiten. So können die Becher schnell und unkompliziert zurückgegeben werden.
Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandsvorsitzender der FC Bayern München AG, erklärt dazu: „Die Umstellung auf ein Mehrwegbechersystem ist auch das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Umweltministerium. Auf Grundlage umweltgerechten Bauens und unter Verwendung von Zukunftstechnologien ist die Allianz Arena seit Jahren eine Sportstätte, die im nationalen und internationalen Profifußball Standards setzt. Seit 2006 hat sich unser nachhaltig betriebenes Stadion jährlich nach den strengsten Richtlinien Europas – nach der EMAS-Verordnung – prüfen lassen. Das nächste Projekt wird sauberer Strom sein, den wir durch eine Photovoltaik-Anlage auf unserem neuen Parkhaus gewinnen werden. Ich freue mich sehr, dass die Deutsche Umwelthilfe das Engagement des FC Bayern München für den Umweltschutz mit einer Auszeichnung würdigt.“
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat diesen Schritt der Bayern ausdrücklich begrüßt. Barbara Metz, stellvertretende Bundesgeschäftsführerin der DUH, dem Vorstandsvorsitzenden der FC Bayern München AG, hat Karl-Heinz Rummenigge offiziell eine „Mehrweg-Meister“-Urkunde überreicht.

Ihr Statement: Plastikmüll ist zu einem der größten Umweltprobleme geworden. Der FC Bayern setzt deshalb mit seinem Umstieg auf Mehrwegbecher genau das richtige Zeichen und zeigt wie das Problem in den Griff zu bekommen ist. Durch Wiederverwendung statt ständiger Neuproduktion von Wegwerfverpackungen werden Ressourcen geschont und das Klima geschützt. In der Allianz Arena werden durch den Umstieg mehr als eine Million Einwegbecher in der Saison eingespart. Deswegen zeichnen wir den FC Bayern aus. Wir freuen uns, wenn andere Vereine dem positiven Beispiel folgen“, sagte die stellvertretende DUH-Bundesgeschäftsführerin.

Nach einer aktuellen DUH-Umfrage setzen in der ersten Fußball-Bundesliga inzwischen elf statt bisher acht Bundesligisten auf Mehrwegbecher. „Andere Vereine sollten nachziehen und auch Mehrweg nutzen“, so die DUH.

rd/nic

 

 

 

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