Vorsicht, Satire: Plant REMONDIS die Übernahme des Bundeskartellamts???

Vorsicht, Satire: Plant REMONDIS die Übernahme des Bundeskartellamts???

150 150 Klaus Henning Glitza

Die anhaltende Übernahmewelle des Konzerns aus ironischer Sicht

 

 

Vorsicht, Satire! Diese Anmerkung sei dem folgenden satirischen Beitrag vorangestellt. Der Verfasser, ein Branchenkenner, nimmt im Satire-Portal „Kölner Abendblatt“ die derzeitige Übernahmewelle des Entsorgungskonzerns REMONDIS und alle ihre denkbaren und nicht denkbaren „Kollateralschäden“ gehörig auf die Schippe. Vorsicht Satire, das bedeutet, dieser Beitrag unter der Originalüberschrift „Remondis plant offenbar Übernahme des Bundeskartellamtes“ bedient sich bewusst des Stilmittels der Überzeichnung, um die geneigten Leser zum Nachdenken, aber auch zum Lachen anzuregen. „Was darf Satire? Alles”, schrieb Kurt Tucholsky bereits 1919. Aber, verehrte Leser, urteilen Sie selbst.

Erscheint diese Informationsbroschüre künftig im REMONDIS-Fachverlag? Wohl kaum, denn die Übernahme der Wettbewerbsbehörde durch den Lünener Konzern ist natürlich reine Satire! Foto: Bundeskartellamt

Wir zitieren: „Noch liegen die Vorstellungen über den Kaufpreis weit auseinander. Deutschlands größter Entsorgungskonzern plant offenbar die Übernahme des Bundeskartellamts. Die Kaufpreisvorstellungen der Bundesrepublik Deutschland GmbH liegen derzeit allerdings noch deutlich über den vorliegenden Geboten der Lünener. Wesentlichen Einfluss auf die Kompromissbereitschaft wird allerdings die weitere Entwicklung der Koalitionsverhandlungen zwischen CDU/CSU und der SPD haben: Experten rechnen damit, dass die teuren gegenseitigen Zugeständnisse in den Verhandlungen später mit allen Mitteln schnellstmöglich finanziert werden müssen. „Da könnten die von Remondis gebotenen 2,7 Mio. Euro einigen Herrschaften gerade im richtigen Augenblick angeboten worden sein“, lächelt Friedwart Solms, Geschäftsführer des Entsorgers. „Wir hatten bereits in der Vergangenheit eine sehr enge und regelmäßige Geschäftsbeziehung zum Bundeskartellamt. Daher ist zur Vertiefung der Zusammenarbeit die logische Konsequenz eine weitere Übern- äh – strategische Allianz.“

Während die gesamte Entsorgungsbranche die Übernahme des Bundeskartellamts durch den Marktführer eher kritisch sieht, versucht man seitens der bisherigen Behörde die Wogen zu glätten. Ein hochrangiger Mitarbeiter, der aus kartellrechtlichen Gründen nicht genannt werden möchte, äußerte sich gegenüber unserer Zeitung wie folgt: „Nein, Bedenken braucht niemand zu haben, dass Remondis zukünftig mehr Einfluss auf unsere Entscheidungen gewinnen könnte. Im Gegenteil: Geplant ist, die Aufgreifschwellen der Fusionskontrolle unter der neuen Führung deutlich nach oben zu korrigieren – damit hätten wir in Zukunft sogar noch seltener mit Friedwarts Mitarbeitern zu tun als bisher!“

So richtig überzeugt zeigt sich davon unter Branchenkennern jedoch niemand. Doch offiziell will sich niemand dazu uns gegenüber äußern. Ein Entsorger erklärt hinter vorgehaltener Hand: „Wissen Sie, das ist ein bisschen verrückt, sich hier zu positionieren. Wer weiß, ob ich nicht nächste Woche schon bei meinen neuen Vorgesetzten dazu Rechenschaft ablegen muss?“ Erich Hirschbock vom Entsorgerverband BDeVsebs sieht allerdings die Vorteile einer solchen vertikalen Integration auf der Hand liegen: „Was haben wir in der Vergangenheit als Verband an Mitarbeiterscharen beschäftigen müssen, um unsere zahlreichen Mitglieder zu betreuen, unterschiedlichste Geschäftsmodelle bei uns zu integrieren und nicht zuletzt Stellung zu beziehen gegen Konzentrationstendenzen im deutschen Recyclingmarkt. Das alles können wir uns zukünftig sparen oder zumindest auf ein Minimum zurückfahren, wenn wir nur noch drei Verbandsmitglieder vertreten müssen.“ Remondis hat bereits angekündigt, am Standort Prignitz eine Auffanggesellschaft zu gründen. Für ehemalige Verbandsmitarbeiter und Mitarbeiter von Ausschreibungsbüros werden dort Umschulungskurse zum begehrten Berufskraftfahrer angeboten.“

 

 

Zum Beitrag

Der Beitrag erschien im Internetportal „Kölner Abendblatt“, https://www.koelner-abendblatt.de, URL https://www.koelner-abendblatt.de/artikel/remondis-plant-offenbar-uebernahme-des-bundeskartellamts-39715916.html. Beim „Kölner Abendblatt“ Es handelt sich dabei um ein Portal für Satire und satirische Fakenews, das vom Verlag Paul Newsman (Mike Lieser), Koblenz, betrieben wird. Jeder, der auf witzige, persiflierende, karikierende, ironische Weise zum Nachdenken anregen möchte, kann sich dort einloggen und etwas zum Besten geben. „Hier kann jeder innerhalb von Sekunden eigene Satire oder Scherzartikel in verschiedenen fiktiven Magazinen veröffentlichen.  Daher solltest du diesen Artikel auf gar keinen Fall als seriöse Quellenangabe nutzen“, steht unter jedem Beitrag. Dass Satire Satire ist, muss manchmal eben dazugesagt werden.

EM.DAS ENTSORGUNGSMAGAZIN sprach mit dem Portalinhaber und mit dem Autor (Name ist der Redaktion bekannt). Beide hatten keine Vorbehalte gegen eine Veröffentlichung in unserem Onlinemagazin beziehungsweise stimmten ihr zu. – Die Redaktion.

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