VEOLIA-Tochter investiert in Anlage zur Veredelung von recyceltem HDPE

VEOLIA-Tochter investiert in Anlage zur Veredelung von recyceltem HDPE

150 150 Klaus Henning Glitza

Multiport GmbH setzt Sortiermodul als eines der ersten Unternehmen ein

 

Das VEOLIA Tochterunternehmen Multiport GmbH investiert im Jahr seines 30-jährigen Bestehens in eine Anlage zur Veredelung von recyceltem HDPE (rHDPE)  aus Verpackungsabfällen.

Wie Veolia dazu mitteilt, wird es mittels moderner Technologie und eines automatisierten Prozesses fortan möglich sein, rHDPE Mahlgüter nach Farben getrennt zu sortieren, so dass Mahlgut und anschließend Compounds entsprechend aufbereitet und kundenspezifisch hergestellt werden können. Die Multiport GmbH in Bernburg, Sachsen-Anhalt, setzt nach Unternehmensangaben diese Technologie als eines der ersten Unternehmen in Deutschland ein. “Durch den Einsatz dieses neuen Sortiermoduls sind wir in der Lage, den Anforderungen der Verpackungsindustrie nach hellen Rezyklaten für den Wiedereinsatz in Verpackungen gerecht zu werden”, erklärt Herbert Snell, Geschäftsführer der Veolia Tochterunternehmen Multiport GmbH und MultiPet GmbH.

So sieht sie aus: die Anlage zur Veredelung von recyceltem HDPE (rHDPE)  aus Verpackungsabfällen. Foto: VEOLIA Deutschland

Das neue Verfahren ist nicht die erste Innovation. Seit Gründung der Multiport GmbH vor 30 Jahren und der Inbetriebnahme der PET-Recyclinganlage vor 20 Jahren werde am Standort Bernburg kontinuierlich in die Entwicklung des Kunststoffrecyclings investiert, heißt es in einer VEOLIA-Erklärung. . “1991 haben wir mit der Verarbeitung von Mischkunststoffen begonnen und Daus diesen Beton- und Holzersatzprodukte für die Bauindustrie gefertigt”, beschreibt Herbert Snell den Beginn. “Mittlerweile sind wir einer der wichtigsten Compoundhersteller für rHDPE und zusammen mit der MultiPet GmbH Teil des europäischen Kompetenznetzwerks im Bereich Kunststoffe der weltweit tätigen Veolia Gruppe”.

In Bernburg betreibt VEOLIA mit den beiden Tochterunternehmen einen der größten Recycling-Standorte für Kunststoffe Europas mit einer Gesamtkapazität von rund 70.000 Tonnen pro Jahr. Die Multiport GmbH fertigt Compounds und Mahlgüter aus post consumer HDPE-Abfällen verschiedener Herkunftsarten, die allein oder als Beimischung wieder Eingang in die Herstellung von Kunststoffprodukten finden und damit Neuware ersetzen. Ebenso stellt die MultiPet GmbH in einem speziellen Recyclingverfahren PET-Flakes in unterschiedlichen Farben und Qualitäten her, die als Ausgangsstoff für neue Produkte in der Kunststoffindustrie dienen.

Laut einer aktuellen Studie der Universität Magdeburg-Stendal können bei der Substitution von Kunststoffneuware durch Compounds der Multiport GmbH 1,40 kg CO₂-Äquivalente je Kilogramm hergestellter Compounds eingespart werden. Bei der Herstellung werden somit 77 Prozent weniger klimarelevante Emissionen im Vergleich zur Produktion gleicher Menge an Neuware freigesetzt. Bei dem Einsatz des von der MultiPet GmbH hergestellten rPET statt Neuware werden sogar 2,18 kg CO2-Äquivalente eingespart. Das jährliche Einsparungspotenzial beider Unternehmen zusammengenommen entspricht 74.556 Tonnen CO2äq.

Die auf allen fünf Kontinenten in den Geschäftsbereichen Wasser-, Abfall- und Energiemanagement tätige VEOLIA Gruppe beschäftigt über 179 000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitsnehmer. Der konsolidierte Jahresumsatz von Veolia Environnement (Paris Euronext: VIE) betrug 2020 26,01 Milliarden Euro. In   Deutschland arbeiten bei Veolia und ihren Beteiligungsgesellschaften rund 10.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an etwa 250 Standorten. In seinen drei Geschäftsbereichen erwirtschaftete Veolia in Deutschland 2020 einen Jahresumsatz von 1,85 Milliarden Euro.

DiV/rd

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