Umweltinfo 01-10/2019

Umweltinfo 01-10/2019

150 150 Klaus Henning Glitza

Harte Kritik am Runden Tisch: Ergebnisloser Aktionismus statt Abfallvermeidungspolitik?

 

Harte DUH-Kritik an den Ergebnissen des zweiten Runden Tischs zur Vermeidung von Verpackungsmüll hat die stellvertretende Bundesgeschäftsführerin der Deutschen Umwelthilfe, Barbara Metz, geübt. Sie sprach von ergebnislosem Aktionismus statt wirksamer Abfallvermeidungspolitik. Veranstalter des Runden Tisches war die Bundesumweltministerin.

Wörtlich erklärte Barbara Metz; Der zweite Runde Tisch zur Abfallvermeidung ist ohne Ergebnisse geblieben. Konkrete Ziele, Strategien und Maßnahmen, um das Plastikmüllproblem in den Griff zu bekommen, gibt es nicht. Umweltministerin Schulze steht mehr als ein halbes Jahr nach dem ersten Runden Tisch im Februar noch immer mit leeren Händen da. Das zeigt bereits jetzt, dass ihr Ansatz einer freiwilligen Selbstverpflichtung gescheitert ist.“

Wirklich notwendig seien „ambitionierte gesetzliche Regelungen, die viel wirksamer sind, als es freiwillige Selbstverpflichtungen je sein könnten“, so die Vizevorsitzende weiter. Nur durch ein Vermeidungsziel zur Halbierung der Verpackungsabfälle bis 2030, eine konsequente Umsetzung der Mehrwegquote für Getränkeverpackungen von 70 Prozent und eine deutliche Erhöhung der Lizenzentgelte könne eine Trendwende hin zu weniger Plastik erreicht werden. „Außerdem müssen verbindliche Standards zur Recyclingfähigkeit und zum Einsatz von Rezyklaten festgelegt werden“, forderte Metz.

DU/rd

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