Trennung des Abfalls- gerade in der Krise von besonderer Bedeutung

Trennung des Abfalls- gerade in der Krise von besonderer Bedeutung

150 150 Klaus Henning Glitza

Kampagnensprecher Subklew:  Wertstoffkreislauf muss auch in Corona-Zeiten funktionieren

 

Die Entsorgungswirtschaft sei jetzt noch mehr als sonst auf die richtige Abfalltrennung der Verbraucherinnen und Verbraucher angewiesen. Dies hat aktuell  Axel Subklew, Sprecher der Kampagne „Mülltrennung wirkt“ der dualen Systeme hervorgehoben.  

Mit der Sammlung, Abholung und Verwertung von Verpackungen leisteten die  dualen Systeme und Entsorgungsunternehmen gerade jetzt einen wichtigen Beitrag, um die in den privaten Haushalten steigenden Restmüllmengen zu reduzieren, Materialien zu recyceln und sie wieder dem Wertstoffkreislauf zuzuführen. So werde  gewährleistet,, dass die produzierende Industrie auch in der aktuellen Situation mit Recyclingrohstoffen für die Herstellung neuer Produkte beliefert werden kann.“

Um überfüllte Restmülltonnen zu vermeiden und den Recyclingkreislauf sicherzustellen, sollten nicht von Corona betroffene Privathaushalte den Abfall weiterhin sachgerecht trennen. Doch wie trennt man richtig? Kurz zusammengefasst: Alle Verpackungen, die nicht aus Glas oder Papier sind, sind im Gelben Sack oder der Gelben Tonne und nicht im Restmüll zu entsorgen. Verpackungen aus Glas gehören in die entsprechenden Sammelbehältnisse, Papier, Pappe und Kartonagen in die Papiertonne. Noch wichtiger als sonst ist es jetzt auch, richtig zu trennen, also keinen Restmüll oder sonstige Fehlwürfe in den Gelben Sack und die Gelbe Tonne zu geben. Das gilt insbesondere für Abfälle, die kontaminiert sein könnten, wie Taschentücher, Mundschutzmasken oder Hygieneartikel. Diese gehören grundsätzlich in den Restmüll.

Ausnahmen von der Mülltrennung gelten nur für Haushalte, in denen infizierte Personen oder Verdachtsfälle von COVID-19 in häuslicher Quarantäne leben. Sie sollten ihre Abfälle sicherheitshalber über die Restmülltonne entsorgen. Lediglich Glasabfälle und Pfandverpackungen sowie Elektro- und Elektronikabfälle, Batterien und Schadstoffe sollten zunächst aufgehoben und nach der Aufhebung der Quarantäne zu den separaten Sammelsystemen gebracht werden. Darauf weist auch das Bundesumweltministerium hin.

Um die Arbeitenden in der Abfallentsorgung, aber auch Nachbarinnen und Nachbarn sowie Hausmeister zu schützen, sollten die Abfälle in stabilen, möglichst reißfesten Abfallsäcken fest verschlossen entsorgt werden. Spitze und scharfe Objekte sollen dabei in bruch- und durchstichsichere Einwegbehältnisse gelegt werden.

Antworten auf viele Fragen bietet die Kampagnenseite www.mülltrennung-wirkt.de der dualen Systeme. Dort erfahren Interessierte Inforemationen rund um die Trennung von Verpackungsabfällen sowie Wissenswertes über unterschiedliche Verpackungen und deren Recycling.

Die Entsorgungswirtschaft gehört in der aktuellen Corona-Krise zur kritischen Infrastruktur. Sie leistet einen wichtigen Beitrag zur Aufrechterhaltung der Abfallentsorgung und des Wertstoffkreislaufs. Die dualen Systeme in Deutschland organisieren die Sammlung, Sortierung und Verwertung gebrauchter Verkaufsverpackungen, damit die vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Recyclingquoten erreicht werden. Aktuell sind es zehn privatwirtschaftlich organisierte Systeme, die mit ihren Dienstleistern aus der Entsorgungs- und Recyclingbranche diese Aufgabe erfüllen. Grundlage für die Arbeit der dualen Systeme ist das Verpackungsgesetz.

Sch/rd

 

 

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