SUEZ gibt Angebot für Rückkauf der Recycling and Recovery UK Group ab

SUEZ gibt Angebot für Rückkauf der Recycling and Recovery UK Group ab

150 150 Klaus Henning Glitza

Vorkaufsrecht wirft Macquarie Asset Management aus dem Rennen

 

Jetzt ist geschehen, was der historische Rivale VEOLIA gefürchtet hatte, SUEZ für den Rückkauf seiner früheren britischen Entsorgungssparte 2,3 Milliarden Euro, entsprechend zwei Milliarden britischen Pfund, geboten.

 Damit ist die  Macquarie Asset Management aus dem Rennen. Die australischen Investoren hatten zwar 2,4 Milliarden Euro geboten, doch SUEZ hat das Vorkaufsrecht. Augenscheinlich hatten das VEOLIA-Management gehofft, dass SUEZ die Riesensumme nicht beschaffen könnte. Bekanntermaßen  kann der innerfranzösische Konkurrent nach der Übernahme des Hauptteils seiner Aktivitäten und Assets durch VEOLIA als geschwächt gelten, hat aber finanzstarke Investoren im Rücken.

Der Rückerwerb der SUEZ wäre ein wichtiger Schritt, vom Image eines nicht börsennotierten Rumpfkonzerns wehzukommen. Die einstige britische SUEZ- Tochter zählt zu den bedeutendsten britischen Abfallwirtschaftsunternehmen im Vereinigten Königreich,  das mehr als neun Millionen Tonnen Haushalts-, Gewerbe- und Industrieabfälle verarbeitet und einen Jahresumsatz von zirka zwei Milliarden Euro erzielt.

Wie berichtet, wollte VEOLIA im Rahmen der Mega-Fusion  die SUEZ Recycling and Recovery UK Group  schlucken,  scheiterte aber am anhaltenden Widerstand der britischen Wettbewerbsbehörde CMA. Müde geworden von dieser ablehnenden Haltung hatte VEOLIA schließlich mit Macquarie eine Absichtserklärung  über  den Verkauf des britischen  SUEZ-Geschäftes geschlossen.

Auch bei der geplanten SUEZ-Transaktion ist die CMA wieder mit im Boot. Der  angekündigte Rückkauf steht unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Genehmigungen. Dabei werden aber deutlich weniger Probleme erwartet, da der status quo ante, also der Zustand vor der Fusion VEOLIA-SUEZ, wiederhergestellt wird, Gerade auf den Wegfall des Wettbewerbes zwischen den beiden französischen Konzerne  hatte die CMA ihre Bedenken gestützt.

Diese Konkurrenz würde reanimiert werden. Und zwar keinesfalls in milderer Form als vor der unsäglichen Übernahmeschlacht, an der das SUEZ-Management bis heute zu knabbern hat.

khg

 

 

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