Rund 90 Tonnen Müll gesammelt

Rund 90 Tonnen Müll gesammelt

150 150 Klaus Henning Glitza

Mehr als 47.000 freiwillige Helfer waren bei der Aktion “Hamburg räumt auf!” dabei

 

Mehr als 47.000 freiwillige Helferinnen und Helfer  sammelten in etwa 900 Initiativen geschätzt rund 90 Tonnen Müll. Das ist die kurzgefasste Bilanz der Aktion “Hamburg räumt auf!“ der Stadtreinigung Hamburg (SRH).

Beim zehntägigen  ehrenamtlichen Großreinemachen, das am vergangenen Sonntag zu Ende ging,  sammelte jede Teilnehmerin, jeder Teilnehmer im Schnitt  etwas weniger als zwei Kilogramm Abfall.  „Im Vergleich zum Herbstputz des vergangenen Jahres blieb die durchschnittliche Sammelmenge damit trotz corona-bedingt stärkerer Nutzung des öffentlichen Raumes auf kontantem Niveau“, bilanziert SRH-Pressesprecher Kay Goetze.

Skurriles und Suspektes: Eine Auswahl der Fundstücke. Foto: SRH

Dabei wurden auch kuriose und suspekte Fundstücke aufgespürt. Darunter:

–       Ein Tresor (wurde an Polizei übergeben)

–       Ein Straßenschild mit einer Parkverbotskennzeichnung bis März 2020

–       Ein großer Anker (Bergung nur mit Unimog der Polizei möglich)

–  Verschiedene Schmuckstücke und

– ein gerahmtes Bild, deren Herkunft und eine mögliche Verbindung zu Straftaten nun überprüft werden. (gefunden von der Jugendfeuerwehr Hamburg)

Die zirka 900 Initiativen reinigten überwiegend öffentliche Flächen, Naturschutzgebiete, Parks und Spielplätze. Die SRH holte die gefüllten Abfallsäcke ab und sorgte für die umwelt- und fachgerechte Entsorgung der Abfälle. Mehr als 31.600 Paar Handschuhe und rund 25.000 Müllsäcke verteilte die SRH für die Aktion unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Auch unter Wasser waren die Müllsammler in der Elbmetropole mit ihren einzigartigen Anzahl von Binnengewässern und Fleeten. Unser Bild zeigt die Bergung eines E-Rollers. Foto: SRH

Wie bereits im Vorjahr musste „Hamburg räumt auf“ auch in diesem Jahr Corona-bedingt aus dem Frühling in den Herbst verlegt werden. Umso erfreulicher war die große Resonanz und die deutlich gesteigerte Anzahl an Teilnehmenden und Initiativen gegenüber dem letztjährigen Herbstputz. Seit 1998 nahmen mehr als eine Million Freiwillige an der größten Stadtputzaktion Deutschlands teil. Gestartet wurde „Hamburg räumt auf!“ von Umweltsenator Jens Kerstan und SRH-Geschäftsführer Professor Dr. Rüdiger Siechau mit Kindern der Kita Kaiser-Friedrich-Ufer (EM berichtete).  Zu den weiteren Highlights gehörte ein Plogging-Event im Stadtpark sowie die Tauchaktion im Isebekkanal mit Innensenator Andy Grote, SRH-Geschäftsführer Holger Lange und Taucherinnen und Taucher von Polizei, Feuerwehr und DLRG. Den Abschluss bildete die SUP-Aktion beim SUP CLUB Hamburg, die am vergangenen Sonntag stattfand.

Den starken Zuspruch wertete  Umweltsenator Jens Kerstan als „klares Zeichen dafür, dass diese Aktion ein etablierter und wichtiger Bestandteil im Kalender unserer Stadt ist“.  Zahlreichen Hamburgerinnen und Hamburger aller Altersklassen liege die Sauberkeit ihrer Stadt sehr am Herzen, das sei in den vergangenen Tagen einmal mehr deutlich geworden.

Großreinemachen zu Wasser: Die Stand Up Paddel- Gruppe (SUP) m Einsatz. Foto; Thorge Huter/ SRH .

Auch SRH-Geschäftsführer Professor Dr. Rüdiger Siechau freute sich  über die rege Beteiligung und die große Resonanz bei „Hamburg räumt auf!“. „Dass die gesammelten Abfallmengen nicht gestiegen sind, ist für uns ein Beleg dafür, dass die Stadtsauberkeit trotz der Pandemie weiterhin auf einem hohen Niveau gewährleistet ist“. Die Stadtreinigung Hamburg (SRH) sehe sich nach seinen Worten darin bestätigt, „in den vergangenen Monaten die richtigen Maßnahmen ergriffen zu haben, um einer stärkeren Verschmutzung infolge der corona-bedingt gestiegenen Nutzung des öffentlichen Raumes entgegenzuwirken.“

Der Herbstputz war eine Gemeinschaftsaktion der Stadtreinigung Hamburg und der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) in Zusammenarbeit mit dem Naturschutzbund Deutschland (NABU), Landesverband Hamburg e.V.

KaG/rd

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