ReFood in nahezu jedem Bundesland mit Recyclinganlagen vertreten

ReFood in nahezu jedem Bundesland mit Recyclinganlagen vertreten

150 150 Klaus Henning Glitza

Minister Franz Untersteller ist begeistert: Eröffnung eines neuen Standorts in Baden-Württemberg

 

ReFood hat seine 21. Niederlassung feierlich eröffnet.  Die Anlage in Trossingen (Landkreis Tuttlingen, Baden-Württemberg) hat bereits am 15. Juni ihren Betrieb aufgenommen, doch die Eröffnungsfeier konnte Corona-bedingt erst kürzlich stattfinden. Der Lebensmittelrecycler, der ebenso wie REMONDIS zum Rethmann-Konzern gehört, ist damit in fast jedem Bundesland bis auf Bremen und Saarland vertreten.

„Aus Speiseresten Geld und nachhaltige Energie machen“, das ist kurzgefasst das Konzept der ReFood Anlagen, wie die Ruhr Nachrichten schrieben.  „Die Speisereste von gestern als Energie von morgen nutzen – dieses ökologisch wie ökonomisch sinnvolle Konzept verfolgt ReFood als Dienstleistungsunternehmen für die Entsorgung von Lebensmittel- und Speiseresten seit den 80er Jahren“, heißt es in einer früheren ReFood-Pressemittelung anlässlich der Eröffnung des neuen Werkes in Paderborn (Ostwestfalen). „Wollen nicht beseitigen, sondern wiederverwerten“, betonte Ehrenaufsichtsratsvorsitzender Norbert Rethmann während der Eröffnungsfeier.

Zu Besuch in der neuen Anlage für Lebensmittelabfälle war am 16. Oktober Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller. Nach Angaben seines Ministeriums wurde ihm demonstriert, dass „in einer separaten Aufbereitungslinie (…) verpackte Lebensmittelabfälle mit einer speziellen Technologie entpackt und die Verpackungsbestandteile gezielt von den Lebensmitteln getrennt“ werden. Das Ergebnis: die organischen Abfälle würden „für die anschließende Biogaserzeugung und landwirtschaftliche Nutzung so aufbereitet, dass diese weitestgehend frei von Kunststoffen sind.“

Obwohl „weitestgehend“  auch bei tolerantester Auslegung nicht frei von Kunstsoff bedeutet, war Untersteller erkennbar begeistert. „Das ist eine tolle Sache und setzt bundesweit Maßstäbe, wie wir künftig verhindern können, dass Mikroplastik und andere Kunststoffe in unseren Gewässern und Böden landen und die Natur schädigen“, sagte er.

Zum besonderen Konzept der Trossinger Anlage gehört nach Ministeriumsangaben auch die externe Biogasanlage, in der die aufbereiteten Lebensmittelabfälle verwertet werden: Dort werde das organische Material vor der Ausbringung auf landwirtschaftlichen Flächen in einem sehr feinmaschigen „Sicherheitsfilter“ zusätzlich abgeseiht. „Wir erzeugen dadurch einen sehr viel hochwertigeren Gärreststoff. Er ist praktisch fremdstofffrei und kann so als hervorragender organischer Dünger in der Landwirtschaft genutzt werden“, hob Untersteller hervor.

Das in Trossingen umgesetzte Behandlungskonzept geht auf eine Initiative des baden-württembergischen Umweltministeriums zurück, das sich im Bundesrat gemeinsam mit Schleswig-Holstein erfolgreich dafür eingesetzt hat, dass verpackte Lebensmittelabfälle nur getrennt von den übrigen Speiseabfällen entsorgt und behandelt werden. Umweltminister Untersteller: „Ich hoffe, dass die Lösung der ReFood GmbH zum Vorbild für andere Unternehmen wird und viele Nachahmer findet, um unsere Umwelt vor Mikroplastik und Kunststoffen zu schützen.“

Bisher sei es noch häufig üblich, dass verpackte und unverpackte Lebensmittelabfälle gemeinsam behandelt und Kunststoffe nur unzureichend herausgesiebt werden, beklagte Untersteller. „Es liege dann an den nachgelagerten , die Fremdstoffe herauszufiltern“, betonte er.

khg

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