Neuer Standort, neuer Ärger

Neuer Standort, neuer Ärger

150 150 Klaus Henning Glitza

Recyclinghof: Auch der Plan B der EBE stößt auf Skepsis

 

Mit den Plänen für einen neuen Recyclinghof  in Altenessen-Nord sind die Entsorgungsbetriebe Essen (EBE) gescheitert. Aber auch der Ersatzstrandort am zentralen Betriebshof an der Pferdebahnstraße stößt auf Skepsis- diesmal von der eigenen Belegschaft.

Denn um den  Recyclinghof zu errichten, müssen Mitarbeiterparkplätze  weichen, Das ist alles andere als ein kleines Problem, denn immerhin sollen von den . 539 Pkw-Stellplätze für 1.100 Mitarbeiter 200 wegfallen, wie die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) unter Berufung auf den  Betriebsratsvorsitzenden André Tielke berichtet. Maximal 150 könnten an anderer Stelle eingerichtet werden. Theoretisch, denn mit konkreten Zahlen halten sich die EBE zurück.

Umsteigen auf Bus oder Bahn- das ist an der Pferdebahnstraße derzeit keine Option. Wir haben nicht einmal eine Bushaltestelle hier“, zitiert die WAZ den Betriebsratschef, Auch die nächste Haltestelle an der Uni stellt keine wirkliche Alternative dar. „Morgens um fünf fährt da noch kein Bus“.so Tielke zur WAZ.

Zudem wird nach einem Bericht dieser Zeitung befürchtet, dass der Recyclinghof an der Pferdebahnstraße viel zu klein sei. Statt der 14.600 Quadratmeter, die in Altenessen möglich gewesen wären, müssen sich die EBE am Ersatzstandort mit gerade mal 7.000 begnügen.

Gegen die ursprünglichen Pläne, die Annahmestelle an der Emscherstraße in Altenessen-Nord zu errichten, hatten  Anwohner mobil gemacht  Sie trieb die Sorge um, dass die ohnehin schon beträchtliche Verkehrsbelastung weiter zunehmen könnte. Es waren aber nicht  die massiven Anwohnerproteste, die das Projekt letzten Endes  zum Scheitern, sondern ein Kfz-Verwerter. Als er von den EBE-Plänen erfuhr, stellte er- Motto „Gleiches Recht für alle“- eine Bauvoranfrage  auf Erweiterung seines Areals. Um das zu verhindern, erließ die Stadt laut WAZ eine zweijährige Veränderungssperre. Kollateralschaden: Auch die EBE-Pläne wurden zur Makulatur.

khg mit Material der WAZ

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