Menschen & Macher 02-05/2019

Menschen & Macher 02-05/2019

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Österreichische Erfinder nominiert / Schwarz-Gruppe: Gehrig regelt Nachfolge

Die österreichischen Erfinder und Geschäftsführer Klaus Feichtinger und Manfred Hackl sind vom Europäischen Patentamt (EPA) als Finalisten für den Europäischen Erfinderpreis 2019 in der Kategorie „Industrie“ nominiert worden.

Damit werden ihre Entwicklungen für ein effektiveres Kunststoffrecycling gewürdigt: Ihre Technologie, die über das österreichische Unternehmen für Kunststoffrecycling  EREMA vermarkt wird,  bereitet Abfälle zu hochwertigen Pellets auf, die das Ausgangsmaterial für neue Produkte bilden.

„Die Technologie von Feichtinger und Hackl schließt den Kreislauf beim Kunststoffrecycling. Die Erfinder haben einerseits die Effizienz der Verwertung gesteigert und andererseits ein besseres Endprodukt entwickelt. Das ist für die Wirtschaft eine gute Nachricht“, sagte EPA-Präsident António Campinos über die Nominierung des Erfinder-Teams für den Europäischen Erfinderpreis 2019. „Mit ihrem Beispiel zeigen sie, wie Vordenker und Innovationen aus der Industrie dazu beitragen können, ein drängendes ökologisches Problem erfolgreich anzugehen und damit die Gesellschaft grüner zu machen.“

EPA/rd

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Klaus Gehrig, Chef der Schwarz-Gruppe (Lidl, Kaufland. PreZero), hat seine Nachfolge geregelt. Der jetzt 70-Jährige will auf dem Chefsessel in der Neckarsulmer Konzernzentrale bleiben, bis er 75 Jahre alt ist. Zwei Jahre vor seinem Ausscheiden werde er seine Nachfolgerin, seinen Nachfolger einarbeiten, kündigte der Topmanager an.

Altersmäßig spielt Gehrig, wegen diverser Entlassungen unternehmensintern  Killerwal genannt, mit Dieter Schwarz (79) in einer Liga. Wichtiger noch: Zwischen den beiden stimmt die Chemie. Gehrig gehört zu den Wenigen im Unternehmen, die die berühmt-berüchtigten „Anrufe von oben“ nicht fürchten müssen. Denn Dieter Schwarz (geschätztes Vermögen 19 Milliarden Euro) „vertraut ihm zu 100 Prozent“, so ein Unternehmenskenner.  Gehrig weiß das sehr wohl: „Er hätte keinen Besseren finden können“, sagt er. An Selbstbewusstsein mangelt es ihm kaum.

 Der gelernte Kaufmann Gehrig begann seine Karriere bei Aldi Süd.  1976 heuerte er bei der Schwarz-Gruppe an. Auf dem Chefsessel von Neckarsulm sitzt er seit 2004.

khg

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