Menschen & Macher 01-12/2021

Menschen & Macher 01-12/2021

150 150 Klaus Henning Glitza

Die Ingenieurin Sabrina Soussan ist als neue SUEZ-Chefin nominiert

 

SUEZ bekommt eine neue Chefin: die 53-jährige Ingenieurin Sabrina Soussan (52) . Vermutlich wird die Französin zum 1. Januar 2022 in die Chefetage des Ver- und Entsorgungskonzerns einziehen.

Bislang ist  Madame Soussan  noch CEO des Spezialisten für Schließtechnik und Zutrittssysteme Dormakaba. Dieses  etwas lahmende deutsch-schweizerischen Unternehmen sollte sie eigentlich auf Vordermann bringen. Doch nach nur acht Monaten wechselt die Absolventin von Elite-Studiengängen zu SUEZ.  Um aus  dem „Rumpfgebilde, das aus diesem einstigen Riesen in der Wasseraufbereitung und in der Abfallentsorgung übriggeblieben ist“(Neue Zürcher Zeitung), wieder einen schlagkräftigen Konzern zu machen, der aus dem Schatten des Siegers in der Übernahmeschlacht, des Erzrivalen VEOLIA,  treten kann. SUEZ, so ist zu hören, hatte das bessere Angebot.

Wird voraussichtlich zum 1. Januar 2022 in die SUEZ-Chefetage einziehen: Sabrina Soussan, Foto: pr

Madame Soussan steht eine Herkulesaufgabe bevor. Bekanntermaßen kann das „neue SUEZ“ nur noch mit einem Jahresumsatz von sieben Milliarden Euro rechnen, während VEOLIA voraussichtlich mehr als  fünfmal so viel, 37 Milliarden Euro einfahren wird. „Die ‚Filetstücke‘ des Unternehmens werden in die Veolia-Gruppe übergeführt“, so bringt es die Neue Zürcher Zeitung auf den Punkt.

Die Angst geht um -und sie ist nicht unberechtigt-, dass der Rest von SUEZ auch noch geschluckt werden könnte, sollte der Schrumpf-Konzern nicht richtig auf die Beine kommen..

khg

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