Menschen & Macher 01-06/2020

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Menschen & Macher 01-06/2020 150 150 Klaus Henning Glitza

Mit der Unternehmerin Gabriele Jüly wurde erstmals eine Frau zur VOEB-Präsidentin gewählt

 

 

Gabriele Jüly, die neue Präsidentin des Verbandes Österreichischer Entsorgungsbetriebe. Foto: VOEB

Erstmals wurde eine Frau zur Präsidentin des Verbandes Österreichischer Entsorgungsbetriebe (VOEB) gewählt. Die 47-jährige niederösterreichische Unternehmerin Gabriele Jüly folgt Kommerzialrat Hans Roth nach, der das Amt sechs Jahre lang innehatte.

 „Ich freue mich sehr darauf, als VOEB-Präsidentin die treibende Kraft hinter den Anliegen der Abfall- und Ressourcenwirtschaft zu sein“, betonte die alleinige geschäftsführende Gesellschafterin des 1955 gegründeten Unternehmens Abfallservice Jüly in Bruck/Leitha.  Als Präsidentin werde sie sich „mit vollem Einsatz dafür einsetzen“. Jüly: „Meine Wegbegleiter beschreiben mich als willensstark, humorvoll, innovativ und bodenständig. Als eine mutige, selbstbewusste Frau, die stets einen erfrischenden Wind in die Welt der Abfallentsorger bringt. Das wird auch als VOEB-Präsidentin nicht anders sein.“

Nach Eigenangaben will die neue Präsidentin den Verband noch stärker als verlässlichen Partner von Industrie, Politik, Kommunen und Sozialpartnern sowie aller für die Branche relevanten Stakeholder positionieren. Die Expertise der VOEB-Mitglieder solle dafür genutzt werden, sich mit umfassendem Fachwissen aktiv in die Gesetzgebung auf EU-, Bundes- sowie Landesebene einzubringen. Umwelttechnologie, hohe Qualitätsstandards und Innovationen für die gesamte Branche haben dabei oberste Priorität. Schließlich will die Niederösterreicherin den Verband als Anlaufstelle für junge Menschen, die sich für Umweltschutz und Ressourcenmanagement interessieren, öffnen.

Jüly: „Mein Dank gilt meinem Vorgänger Hans Roth, der sechs Jahre lang mit unermüdlichem Einsatz den Interessen der Branche eine starke Stimme gegeben hat. Er hat als großartiger Netzwerker für einen intensiven Austausch mit allen Stakeholdern gesorgt. Auf diesem soliden Fundament will ich weiter aufbauen.“ Dabei soll der offene, professionelle, aber auch kritische Austausch mit allen Akteuren der Abfall- und Ressourcenwirtschaft nicht zu kurz kommen.

In der geschäftlichen Verantwortung von Gabriele Jüly lag die Expansion und Weiterentwicklung des Familienbetriebs auf 65 Mitarbeiter mit strategischer Neuausrichtung auf Qualität, Flexibilität und Kundenservice. Beim VOEB ist Gabriele Jüly schon seit Jahren tätig, zunächst als Rechnungsprüferin, ab 2018 als Vorstand, seit 2019 als Vizepräsidentin. Seit 2019 gehört sie dem Vorstand der FEAD – Europäischer Abfallverband mit Sitz in Brüssel – an. Darüber hinaus ist die Unternehmerin im Wirtschaftsbund und der Wirtschaftskammer aktiv.

Als VOEB-Präsidentin vertritt Gabriele Jüly über 250 Mitgliedsunternehmen der privaten Abfall- und Ressourcenwirtschaft in Österreich. Diese entsorgt rund zwei Drittel des gesamten in Österreich anfallenden Abfalls in 1.100 High-Tech-Anlagen und erwirtschaftet Umsätze in der Größenordnung von vier Milliarden. Euro pro Jahr.

DK/rd

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