Kleine Presseschau 10-11/2018

Kleine Presseschau 10-11/2018

Kleine Presseschau 10-11/2018 150 150 Klaus Henning Glitza

Flüchtlinge- die Lösung für den Arbeitskräftemangel bei der FES?

 

Unter dem Titel „Zu wenige Müllwerker – Frankfurt setzt auf Flüchtlinge“ berichtet hessenschau.de über eine Jobinitiative der Frankfurter Ensorgungs- und Service GmbH (FES).

Die Frankfurter Müllabfuhr sucht händeringend Fahrer und Ladehelfer. Und viele Flüchtlinge suchen Arbeit. Das will die Stadt jetzt zusammenbringen und bildet Flüchtlinge zu Müllwerkern aus. Die ersten Erfahrungen sind gut, doch bisher machen nur wenige Flüchtlinge mit.

Achmed Dashti kommt aus dem Irak. Er ist 38 Jahre alt, Familienvater und Akademiker. Er sei studierter Wirtschaftswissenschaftler, sagt er. Jetzt arbeitet er für die die Frankfurter Entsorgungsbetriebe (FES) und hat dort einen harten Job: Die Mülltonnen aus den Häusern holen und für die Leerung bereitstellen. (…)

Harte Arbeit, aber auch nicht schlecht bezahlt: Als Ladehelfer verdient er rund 2.500 Euro brutto im Monat. Dafür musste er schon eine Prüfung bestehen (…). Jetzt will er noch den Müllwagen-Führerschein machen, ebenso wie fünf weitere Geflüchtete, die gerade bei der FES lernen.

Schaffen die sechs am Ende die Prüfung, wird ihnen ein fester Job angeboten. Für die FES wäre es ein Glücksfall, denn die sucht händeringend Fahrer und Lader. Gezielt unter Menschen mit Fluchthintergrund zu suchen, das ist ein neuer Ansatz.  (…)

Flüchtlinge in Arbeit zu bringen, sei schwer, sagt Frankfurts Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld (CDU). Bisher hätten erst rund zehn Prozent der erwerbsfähigen Flüchtlinge in Frankfurt eine Arbeit mit nennenswertem Einkommen. Meist scheitere es an den Bildungsvoraussetzungen: “Selbst wenn ein Flüchtling angibt, dass er sechs Jahre zur Schule gegangen ist in Afghanistan oder Eritrea, müssen Sie davon ausgehen, dass er noch nicht die Kompetenzen erworben hat, die ein Frankfurter Grundschüler in der ersten Klasse erwirbt.” (…)

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Zusammenstellung: bem

Die Redaktion behält sich vor, aus Gründen der überregionalen Relevanz und der Lesbarkeit Kürzungen in den wiedergegebenen Medienbeiträgen vorzunehmen, Kürzungen werden durch (…) kenntlich gemacht.

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