Kleine Presseschau 1-11/2018

Kleine Presseschau 1-11/2018

150 150 Klaus Henning Glitza

“Dreckige Geschäfte” in Berlin?

 

„Hier macht ein BSR-Mann dreckige Geschäfte mit der Müll-Mafia“ lautet die Überschrift eines Artikels der in Berlin erscheinenden B.Z.

Zeugen hatten der Zeitung gemeldet, dass jeden Montag zwei Männer mit einem vollen Anhänger auf ein Müllfahrzeug warten, in dem anschließend Gewerbemüll verschwindet, und dies mit einem Video dokumentiert.

 Montagmorgen, kurz nach 7 Uhr. In der Binger Straße (Wilmersdorf) hält ein Müll-Laster. Der BSR-Mitarbeiter steigt aus, lädt die Mülltonnen aus einem Mehrfamilienhaus. Zwei Männer, die am Straßenrand gewartet haben, grüßen freundlich. Dann tragen sie wie selbstverständlich Gewerbemüll von ihrem voll beladenen Hänger in den Müllwagen.

 (…) Es ist das neueste Kapitel zum leidigen Müll-Thema in der Hauptstadt.

Wilde Deponien, alte Sofas auf den Bürgersteigen, Gewerbeabfall auf den Straßen: Doch in Berlin wird es immer schwieriger für die Müll-Mafia. Bürger melden Verstöße über Apps, Müll-Sheriffs patrouillieren, saftige Strafen drohen. In Wilmersdorf hilft den Müll-Sündern jetzt – verbotenerweise – ein BSR-Mitarbeiter. (…)

150-mal am Tag melden Berliner inzwischen den Ordnungsämtern Orte, an denen Sperrmüll illegal entsorgt wurde. Wer beim Abladen erwischt wird, zahlt Bußgeld bis zu 1500 Euro. Ein hohes Risiko.

Und: Anders als Privatpersonen, die auf Recyclinghöfen den meisten Sperrmüll (bis drei Kubikmeter) kostenlos abgeben können, müssen Gewerbetreibende dafür zahlen. Bei der BSR kosten 2,5 Kubikmeter 63 Euro, 4,5 Kubikmeter 103 Euro. Da lohnt sich ein Deal mit dem Müllmann…

B.Z. konfrontierte die BSR mit dem Fall. Das Dienstleistungsunternehmen des Landes Berlin will jetzt Konsequenzen prüfen. Denn die Mitnahme von Müll außerhalb der Behälter ist grundsätzlich nicht erlaubt. Eine Sprecherin: „Die sogenannte Schwarzentsorgung kann bei hinreichendem Nachweis bis zur Kündigung führen.“


Zusammenstellung: jhg

Die Redaktion behält sich vor, aus Gründen der überregionalen Relevanz und der Lesbarkeit Kürzungen in den wiedergegebenen Medienbeiträgen vorzunehmen, Kürzungen werden durch (…) kenntlich gemacht.

 

 

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