Kleine Presseschau 04-01/2019

Kleine Presseschau 04-01/2019

150 150 Klaus Henning Glitza

München: Mehr Mülldetektive? / Hameln-Pyrmont: Landrat schaltet sich ein /Pannengeschichte in Hamm/ Eis und Schnee verhindern LVP-Abfuhr

Unter der Überschrift „Zu viel Plastik in der Biotonne – Stadt überlegt, Mülldetektive einzusetzen“ berichtet die Süddeutsche Zeitung über die Zunahme von Tüten aus vermeintlich abbaubarem Kunststoff in Münchens braunen Bio-Tonnen.

In den Kompostierungsanlagen müssen diese „Mogelpackungen“ aufwändig aussortiert werden. Ähnlich wie reguläres Plastik, das sich erst nach Hunderten von Jahren zersetzt, stören die angeblichen Bio-Beutel die Verrottung und machen sogar ganze Chargen der Biomasse unbrauchbar. Das Münchner Kommunalreferat erwägt deshalb, mehr „Mülldetektive“ einzusetzen.  Autorin des Artikels ist Pia Ratzesberger.

(…) vier Mülldetektive sind bislang nur in Laim unterwegs und überprüfen dort die Abfälle der Haushalte, doch in den kommenden Monaten könnte sich das ändern: Das Kommunalreferat will noch in diesem Jahr entscheiden, ob es sich lohnt, Mülldetektive auch in andere Stadtteile zu schicken. Denn im Münchner Biomüll findet sich immer mehr Kunststoff, und der wird zu einem immer größeren Problem.

Der Abfallwirtschaftsbetrieb München (AWM) sammelt in einem Jahr etwa 44 000 Tonnen Biomüll ein. Das sind rund 29Kilogramm pro Einwohner. Zum Vergleich: beim Restmüll sind es mehr als 200 Kilo pro Münchner. Zwar hat das Plastik im Biomüll vom Gewicht her nur einen Anteil von unter einem Prozent, aber beim AWM weist man darauf hin, dass Kunststoff deutlich leichter sei als sonstiger Biomüll. In der Vergangenheit habe man bereits eine komplette Halde mit Kompost verbrennen müssen, weil sich in den 180 Tonnen so viel Plastik befand, dass man ihn nicht mehr wiederverwerten konnte.

Kompletter Artikel: https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-plastik-muelldetektive-1.4288872

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Über das offenkundige Gelbe-Sack-Desaster im Landkreis Hameln-Pyrmont berichtet erneut die Deister- und Weser-Zeitung (DWZ).

In diesem Landkreis im Süden Niedersachsens hat das Duale System Deutschland (DSD), das jüngst von REMONDIS übernommen wurde, seit Jahresbeginn die REMONDIS Kiel GmbH & Co. KG  (Niederlassung Nord der REMONDIS AG & Co. KG) für die nächsten drei Jahre mit der Sammlung von Leichtverpackungen (LVP) betraut. Bisher hatte die heimische Kreisabfallwirtschaft (KAW) zusammen mit ihrem Subunternehmer Tönsmeier nach Angaben des Landrates Tjark Bartels die Abfuhr immerhin „pünktlich und verlässlich“ erledigt. Das hat sich jetzt augenscheinlich grundlegend geändert.  Autor des Artikels ist Lars Lindhorst.

In den Ärger um die Abholung der Gelben Säcke hat sich nun auch Hameln-Pyrmonts Landrat Tjark Bartels (SPD) eingeschaltet. Bartels zeigt sich „höchst verärgert“ über das Entsorgungsunternehmen Remondis (…)

 Bartels spricht von einer „äußerst ungünstigen Regelung“, wonach Remondis für die nächsten drei Jahre den Zuschlag für die Entsorgung der Gelben Säcke erhalten hatte. Hunderte von Beschwerden in schriftlicher und mündlicher Form seien in den letzten Tagen im Hamelner Kreishaus eingegangen. (…) Der Ärger in der Bevölkerung werde zudem durch die „nahezu unmögliche Erreichbarkeit“ von Remondis verstärkt. Das Entsorgungsunternehmen sei ganz offensichtlich „überfordert mit diesem Auftrag“ – dies, „obwohl es sich nicht um einen Branchenneuling handelt“. (…)

„Wir können die derzeitige Situation, in der wir aufgrund bestehender Vertraglichkeiten nicht mehr zuständig sind, zwar nicht ändern, dennoch ist die hier gelaufene Vergabepraxis genauestens unter die Lupe zu nehmen“, kündigt der Landrat an. „

(…)

Hamelns Stadtsprecher Thomas Wahmes teilte am Dienstagabend mit, dass auch aus dem Rathaus ein Schreiben aufgrund liegen gebliebenen Mülls an Remondis gegangen ist. „Nicht akzeptabel“ sei es, dass Gelbe Säcke auf den Straßen liegen würden. Laut Wahmes werden die Säcke teils von städtischen Betriebshofmitarbeitern eingesammelt. (…)

Kompletter Artikel (kostenpflichtig): https://www.dewezet.de/region/hameln_artikel,-remondis-wird-abfuhrfrist-gesetzt-_arid,2517048.htmlr

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Eine „schier unendliche Pannengeschichte“ um die Renovierung der Stadtwerke-Zentrale in Hamm beleuchtet der Westfälische Anzeiger.

Nach fast fünfjähriger Bauzeit könnte in der kommenden die Rückkehr  der in den Hammer Süden „ausgelagerten“ Belegschaft in das Muttterhaus erfolgen. Autor des Artikels ist Frank Lahme.

Statt ursprünglich kalkulierter 10 Millionen Euro betragen die tatsächlichen Baukosten mindestens 13,5 Millionen Euro. Die Stadtwerke sprechen von 50 bis 60 groben Baumängeln, die während der Bauphase aufgetreten sein sollen. Mehrere Gerichtsverfahren seien deshalb anhängig. Sollten alle gegen die Stadtwerke entschieden werden, könnten die Umbaukosten nach Unternehmensangaben auf 15,8 Millionen Euro klettern.

Kompletter Artikel: https://www.wa.de/hamm/stadtwerke-hamm-bald-endlich-wieder-mutterhaus-bauabnahme-zeitnah-moeglich-11210339.html

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 „Remondis in Altenburg: Gelbe Säcke werden im Landkreis nach und nach abgeholt“ lautet die Überschrift eines Artikels in der Ostthüringer Zeitung, in der es um Gelbe Säcke geht, die wegen der winterlichen Straßenverhältnisse liegen geblieben sind.

 Geschildert wird ein Fall in Illsitz (Ortsteil von Schmölln, Landkreis Altenburger Land, Thüringen). Autorin des Artikels ist Katja Grieser.

Schon vorigen Mittwoch hätten die gelben Säcke in Illsitz abgeholt werden müssen. Am Montagabend wartete Siegfried Svatosch aber noch immer darauf, dass der Plastemüll endlich abgeholt wird. „Ja, es ist viel Schnee gefallen. Aber der Schneepflug war ja da und die schwarze Tonne wurde doch auch geholt“, so Svatosch, der nicht verstehen kann, warum die Säcke immer noch rumliegen. In dem Zusammenhang betont er aber, dass die Mitarbeiter, die die gelben Säcke holen, hervorragende Arbeit leisten. Auf die lasse er nichts kommen.

Allerdings hat der Illsitzer sich geärgert, dass er von Remondis keinerlei Auskunft bekommen habe, wann der Müll nun geholt wird. (…) Wir haben bei Remondis gefragt, was nun mit den gelben ­Säcken wird. „Die Leute sollen sie liegen lassen. Sie werden nach und nach abgeholt“, sagt der Altenburger Betriebsleiter Robert Dressel. Das Unternehmen versuche Stück für Stück nachzukommen und das zu erledigen, was wegen Schnee und Eis buchstäblich liegen geblieben ist.

(…) „Es liegt im Ermessen des Fahrers, ob er bei bestimmten Witterungsbedingungen eine Straße nehmen will oder nicht“, so Dressel. Sicherheit der Mitarbeiter gehe vor. (…)

Kompletter Artikel: https://schmoelln.otz.de/web/schmoelln/startseite/detail/-/specific/Remondis-in-Altenburg-Gelbe-Saecke-werden-im-Landkreis-nach-und-nach-abgeholt-2

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Zusammenstellung: bem

Die Redaktion behält sich vor, aus Gründen der überregionalen Relevanz, der Lesbarkeit und zwecks Einhaltung der Zitierregeln  Kürzungen in den wiedergegebenen Medienbeiträgen vorzunehmen,

Kürzungen werden durch (…) kenntlich gemacht.

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