Kleine Presseschau 03-03/2020

Kleine Presseschau 03-03/2020

150 150 Klaus Henning Glitza

Die Crux mit PPK: Schattenseiten der Online-Booms / Vereinsfinanzen leiden

 

Online kaufen ist bequem. Ein Klick- und wenig später ist die Ware unterwegs und wird bis an die Haustür geliefert. Doch der Komfort hat massive Schattenseiten: Die Postzusteller werden durch die vielen Sendungen zusätzlich belastet und es fällt eine Unmenge Karton an. Ein “Ladenhüter“ seit dem Importstopp Chinas, für den immer weniger auf dem Markt zu erzielen ist.  Doch auch der Verbraucher selbst könnte zu den Verlierern des Online-Booms werden. Larissa Schwedes berichtet unter Berufung auf dpa in der Sächsischen Zeitung,

Bislang konnten die Unternehmen durch das Altpapier ihre Kosten für die Entsorgung vor Ort querfinanzieren. (…) “Sollte die aktuelle Marktlage anhalten, sehe ich Gebührenerhöhungen als unausweichlich an”, meint Braun (Thomas Braun vom Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung- die EM-Redaktion).  Einzelne Beispiele gibt es bereits: So erhebt etwa der Kreis Höxter seit Jahresbeginn ab einer bestimmten Zahl von Altpapiertonnen Extragebühren. “Die Lage hat sich in den letzten Monaten deutlich verschärft”, meint Patrick Hasenkamp, Präsident des Verbandes Kommunaler Unternehmen (VKU), die in etlichen deutschen Gemeinden dafür sorgen, dass sich die Tonnen regelmäßig leeren. (…)

Während der Papiermüll abnimmt, weil immer weniger Menschen Zeitungen oder Zeitschriften lesen, nimmt die Menge an Kartons stetig zu. “Man spürt deutlich den Amazon-Effekt”, meint Braun. Dem VKU zufolge machen Kartons mittlerweile ein Drittel der Masse und sogar zwei Drittel des Volumens aus. (…)

Kompletter Artikel:

https://www.saechsische.de/warum-altpapiertonnen-ueberquellen-5183481.html

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Für viele Vereine bricht eine zusätzliche Möglichkeit, weg.  die meist nicht allzu üppigen Finanzen aufzubessern. Die  Altpapiersammlungen  werden aktuell „im besten Fall nur noch die Hälfte“ vielleicht sogar „nur noch ein Drittel“ einbringen. meldet baden-online. Weil China kein Altpapier mehr aus Europa importiert, sei der Markt überflutet. Autor ist Thomas Reizel.

Bezahlte die Gengenbacher Firma Köhler Pappen im Vorjahr noch 60 Euro pro Tonne, liegt der Preis jetzt bei deutlich unter 30 Euro. (…)

 (…). „Die Zeiten, in denen es noch 70 bis 80 Euro gab, sind leider vorbei“, sagt Dörfer. (Thomas Dörfer, technischer Leiter der Albert Köhler GmbH & Co KG (Köhler Pappen)- die EM-Redaktion).  (…)

Kurzfristig sieht Dörfer keine Entspannung. China ersetzt das nicht mehr vorhandene Altpapier durch Frischfaser-Zellstoffen. Das wird irgendwann auch zu Altpapier, weshalb die Asiaten gerade ein eigenes Recycling-Programm aufbauen. Gleichzeitig entstehen oder entstanden Papierfabriken in Chinas Anrainerstaaten. (…)

Dennoch lohnt sich das Sammeln für die Vereine noch. Denn das Landratsamt bezuschusst eine Tonne Altpapier mit zehn Euro. Auch die Städte und Gemeinden legen noch etwas drauf.

Und vielleicht bessert sich die Lage in ein paar Jahren wieder. Werner Steingaß, Vorsitzender des Fachverbandes Papierrecycling im Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung, zeigte sich im vergangenen Jahr beim 22. Internationalen Altpapiertag, optimistisch, dass es mittelfristig in der Branche wieder aufwärts geht.

Kompletter Artikel:

https://www.bo.de/lokales/offenburg/die-preise-fuer-altpapier-sind-im-keller

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Zusammenstellung: bem

Die Redaktion behält sich vor, aus Gründen der überregionalen Relevanz und der Lesbarkeit sowie der Einhaltung der Zitierregeln Kürzungen in den wiedergegebenen Medienbeiträgen vorzunehmen.

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