Kleine Presseschau 03-02/2020

Kleine Presseschau 03-02/2020

150 150 Klaus Henning Glitza

Solingen: MVA erwirtschaftet acht Millionen / Dachau: Müll liegt seit mindestens anderthalb Jahren herum

Die 50 Jahre alte Müllverbrennungsanlage der Technischen Betriebe in Solingen  (100-prozentige Tochter der Stadt) erwirtschaftet Einnahmen von rund acht Millionen Euro pro Jahr und ist  damit eine der wichtigsten Einnahmequellen der nordrhein-westfälischen Klingenstadt. Das berichtet das Solinger Tageblatt. Autor ist Stefan Prinz.

In der Anlage können jährlich 140 000 Tonnen Müll verbrannt werden. Allerdings kommen davon nur 60 000 Tonnen von Solinger Privathaushalten und Betrieben. Die Müllverbrennungsanlage hat also noch jede Menge freie Kapazitäten – rund 80 000 Tonnen. Deshalb haben die technischen Betriebe mit Firmen aus anderen Städten Verträge geschlossen, auch deren Müll zu verbrennen. (..)  Grundsätzlich kann man aber sagen, dass Betriebe für jede Tonne angelieferten Müll mehr als 100 Euro zahlen müssen.

Profitieren die Solinger Bürger vom Verbrennen fremden Mülls in der Stadt? Ja, zumindest finanziell. Denn die Gewinne aus der Müllverbrennung setzen die Technischen Betriebe auch dafür ein, die Gebühren niedrig zu halten. So kostet beispielsweise die Leerung einer 80-Liter-Restmülltonne in Solingen 257 Euro pro Jahr, in Köln dagegen mehr als 400 Euro. Außerdem wird bei der Müllverbrennung Fernwärme erzeugt, mit der die städtischen Gebäude geheizt werden. Damit spart die Stadt Heizkosten – und damit der Steuerzahler. Der Nachteil: Durch die Anlieferung gibt es zusätzlichen Lkw-Verkehr in der Stadt.

Kompletter Artikel:

https://www.solinger-tageblatt.de/solingen/solingen-entsorgung-deshalb-kommt-viel-muell-nach-solingen-13540676.html

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Seit mindestens anderthalb Jahren liegt auf einem nicht genutzten  Gelände der Stadtwerke Dachau bei Graßlfing  „fein zerkleinerter Abfall in einer Größenordnung von etwa 2000 bis 3000 Kubikmeter“, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet.  Unbekannte, die bisher nicht ermittelt werden konnten, haben unter anderem  medizinischen Bedarf, Arzneimitteln, Glas, Metall und Plastik sowie Plastik und Haushaltsgegenständen illegal entsorgt. Doch ein Entsorgungskonzept lässt auf sich warten.  Autor ist Peter Bierl, Olching.

Die Sanierung sei aufwendig, man müsse sich mit Behörden abstimmen, derzeit würden noch Bodenproben untersucht und ein Konzept ausgearbeitet, sagte Unternehmenssprecherin Cornelia Scheyerl.  (…) Das Unternehmen (die Stadtwerke- die EM-Redaktion) vermutet, dass der Müll von einem gewerblichen Abfallentsorgungsbetrieb stammt, mit einem Traktor oder Lastwagen über einen Feldweg angekarrt und großflächig verteilt wurde.  (…)

Scheyerl sagte, man müsse sich mit den Behörden abstimmen und könne nicht mit der Entsorgung beginnen, solange die Inhaltsstoffe nicht analysiert sind. (…) Man habe Materialproben sieben lassen und Bodenproben gezogen, aber es lägen noch keine Untersuchungsergebnisse vor.  (…) Dachaus Oberbürgermeister Florian Hartmann hatte im Herbst 2018 gesagt, schlimmstenfalls würde die Entsorgung an die drei Millionen Euro kosten. Ob die Größenordnung stimmt, wird sich erst im Verlauf der Entsorgung herausstellen. Auf jeden Fall müssen die Stadtwerke die Summe tragen, sofern sich nicht noch ein Verursacher ermitteln lässt.

Kompletter Artikel:

https://www.sueddeutsche.de/muenchen/fuerstenfeldbruck/olching-wilde-muellkippe-bei-grasslfing-1.4800210

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Zusammenstellung: bem

Die Redaktion behält sich vor, aus Gründen der überregionalen Relevanz und der Lesbarkeit sowie der Einhaltung der Zitierregeln Kürzungen in den wiedergegebenen Medienbeiträgen vorzunehmen.

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