Kleine Presseschau 02-02/2019

Kleine Presseschau 02-02/2019

150 150 Klaus Henning Glitza

Berchtesgadener „sehen rot“/ Das Gelbe-Sack-Dilemma ist noch immer ein vieldiskutiertes Thema im Emsland

Rot sehen aktuell viele Berchtesgadener, wenn sie auf das Thema Gelber Sack angesprochen werden“, berichtet der Berchtesgadener Anzeiger. Seit am 1. Januar die Abholung der Verpackungsabfälle auf die Erdinger Firma Wurzer überging, „funktionierte hier nicht mehr viel“. Allerdings hätten die heftigen Schneefälle, die schließlich zur Ausrufung des Katastrophenfalls im südlichen Landkreis führten, der Firma die Arbeit erheblich erschwert. Für die Autoren sind die Kürzel UK/cfs/av angegeben.

In allen fünf Talkessel-Gemeinden gibt es seit Anfang Januar mehr oder weniger große Probleme. Der Geschäftsleiter der Gemeinde Ramsau, Martin Willeitner, spricht von „chaotischen Zuständen“. „Die Firma ist beim Schnee teils mit ihren großen Fahrzeugen nicht durchgekommen«, schilderte Willeitner dem »Berchtesgadener Anzeiger« am Mittwoch. Das Problem: Es waren keine Allrad-Fahrzeuge im Einsatz.  (…)

Für (…)  Freitag hatte die „Wurzer Wertstoff GmbH“ schließlich ihre Allrad-Tour angekündigt. (…) Und siehe da – am Freitagmittag konnte der Geschäftsleiter verkünden: „Die Säcke sind weg.“

 (…)

Daniel Hausner, der Dispositionsleiter des seit 1. Januar neu beauftragten Unternehmens „Wurzer Wertstoff GmbH“ mit Sitz in Eitting bei Erding, wirbt auf Nachfrage des „Berchtesgadener Anzeigers“ für Verständnis. Schließlich hätten sich im Landkreis zum Jahreswechsel knapp 90 Prozent der Abholtermine des Gelben Sacks wegen der Beauftragung des neuen Unternehmens geändert.  (…)  Allerdings hätten weitere kurzfristige Änderungen nicht alle Betroffenen erreicht. Und dann sei auch noch der Schnee inklusive Katastrophenfall gekommen. „Da hatten wir wirklich massiv Probleme“, sagt Hausner. „Um unsere Mitarbeiter zu schützen, sind wir einige Touren nicht gefahren.“ (…) . Und als sich die Fahrer ein paar Tage später wieder auf den Weg gemacht hätten, hätten viele Hausbesitzer die Gelben Säcke schon wieder reingeräumt gehabt.

Doch Daniel Hausner (…) gibt sich optimistisch. »Bei jeder Umstellung gibt es Probleme. Doch die Anrufe aus dem Berchtesgadener Land bei der Hotline werden deutlich weniger«, sagt er. »Es wird von Tag zu Tag besser.«  (…)

Kompletter Artikel: https://www.berchtesgadener-anzeiger.de/region-und-lokal/lokales-berchtesgadener-land_artikel,-blaues-wunder-beim-gelben-sack-_arid,467668.html

***  

Nach über fünf Wochen hat REMONDIS die Gelbe-Sack-Entsorgung im Emsland noch immer „nicht im Griff oder im Blick“, macht die Neue Osnabrücker Zeitung deutlich. Nach wie vor würden die Plastikabfälle nicht flächendeckend eingesammelt. Autoren sind Harry de Winter und Mike Röser.

Ein Gerstener berichtet unserer Redaktion beispielsweise, dass in der Ortschaft Bregenbeck (…)  seit Beginn des Jahres nur in einem Teil die Gelben Säcke abgefahren wurden. Der Müllhaufen wachse zusehends, während die Anwohner auf den mittlerweile dritten Abholtermin hoffen. (…) Bei einem Anruf bei der Remondis-Hotline in der letzten Januar-Woche sei schnelle Abhilfe versprochen worden. Als er nun erneut die angegebene Rufnummer wählte, erging es ihm wie vielen weiteren „Leidensgenossen“ im Emsland: Es meldete sich eine Bandansage.

(….) in in der Gemeinde Twist (liegen) immer noch vielerorts gelbe Säcke herum. An manchen Straßen soll, wie Anwohner berichten, noch kein einziges Mal in diesem Jahr der Plastikmüll eingesammelt worden sein. Für Gemeindeverwaltung um Werner Reiners, allgemeiner Stellvertreter des Bürgermeisters, ist dieser Umstand seit dem Jahreswechsel ein Dorn im Auge.

(…)

Aktuell laufe die reguläre Abfuhr in den Ortschaften und Städten bereits weitestgehend reibungslos, teilt ein Sprecher von Remondis auf Anfrage unserer Redaktion mit. Es gebe aber immer noch vereinzelte Reklamationen, beispielsweise auf einzelnen Höfen sowie auf kleineren Straßenabschnitten, die noch nicht in der neuen Tourensoftware verzeichnet wären. (…)  Verbleibende Probleme würden schnellstmöglich abgearbeitet.

Kompletter Artikel: https://www.noz.de/lokales/meppen/artikel/1649069/abfuhr-gelber-saecke-besonders-in-kleineren-ortschaften-nicht-flaechendeckend

***

Kritik blättere am Entsorgungsunternehmen Remondis offenbar wirkungslos ab, heißt es in einem weiteren Beitrag der Neuen Osnabrücker Zeitung zum derzeitigen Gelbe-Sack-Dilemma im Emsland. Autor ist Hermann-Josef Mammes.

Gerade in den ländlichen Bereichen scheint das Unternehmen, einer der weltweit größten Dienstleister für Recycling, Service und Wasser, im Emsland schlichtweg überfordert. Dabei verspricht der Konzern mit weltweit über 30.000 Mitarbeitern auf seiner Homepage Service “auf höchstem Niveau” – “im Auftrag der Zukunft”.

(…)

In der Wirtschaft wird ein Unternehmen, das einen Auftrag nicht ordnungsgemäß umsetzt vom Auftraggeber mit einer Konventionalstrafe belegt. Dies ist bei dieser speziellen Konstellation von Auftraggeber und Auftragnehmer hier jedoch äußerst schwierig. Auftraggeber von Remondis ist die „Der grüne Punkt – Duales System Deutschland GmbH“. Die Kölner GmbH wurde 2018, vorbehaltlich der noch ausstehenden Zustimmung des Kartellamts, aufgekauft. Neuer 100-prozentiger Besitzer ist Remondis. Der Weltkonzern müsste sich also selbst bestrafen.

Kompletter Artikel: https://www.noz.de/lokales/meppen/artikel/1648608/umweltschutz-bleibt-im-emsland-auf-der-strecke

 ________________________________________________

Zusammenstellung: bem

Die Redaktion behält sich vor, aus Gründen der überregionalen Relevanz und der Lesbarkeit sowie der Einhaltung der Zitierregeln Kürzungen in den wiedergegebenen Medienbeiträgen vorzunehmen,

Kürzungen werden durch (…) kenntlich gemacht.

Hinterlasse eine Antwort

Subscribe to our newsletter