KI-gesteuerte Abfallsortierroboter kommen nach Deutschland

KI-gesteuerte Abfallsortierroboter kommen nach Deutschland

150 150 Klaus Henning Glitza

Recycleeye-Technologie nach Eigenangaben bereits in Frankreich, Großbritannien und Italien erprobt

 

Nach Einsätzen  in Materialverwertungsanlagen in Großbritannien, Frankreich und Italien  bringt das  Technologieunternehmen Recycleye KI-gesteuerte Abfallsortierroboter nach Deutschland.

Der aktuelle Schritt nach Deutschland ist mit der Teilnahme am U-Start-Programm von Veolia Deutschland  verbunden. Dieses Programm fördert die Zusammenarbeit mit innovativen Start-ups in den Bereichen Kreislaufwirtschaft, Klimaschutz und Ressourceneffizienz und zielt darauf ab, die Zeit bis zum Markteintritt mit neuen Konzepten zu verkürzen.

Aufgrund der Erfolge, die nach Unternehmensanhaben bereits in anderen europäischen Ländern erzielt wurden, erscheint es für Recycleye logisch, „diese bewährte Technologie in dem Land mit den höchsten Recyclingquoten in Europa einzuführen“.  Im September 2021 installierte Recycleye in Zusammenarbeit mit FCC Environment den ersten KI-gesteuerten Kommissionierroboter seiner Art in England, um Verunreinigungen aus einer Split-Stream-Kunststofflinie zu entfernen.

Seitdem hat das von Microsoft unterstützte Technologieunternehmen zwölf weitere Systeme installiert, darunter Roboter bei Bryson Recycling in Nordirland und mehrere Anlagen in Frankreich. Die Innovationen des Unternehmens haben auch Müllsortieranlagen in Italien erreicht, wo es in Zusammenarbeit mit Acea Ambiente das erste Computer-Vision-Abfallanalysesystem des Landes installiert hat.

Diese Installationen haben nach Unternehmensangaben bisher beachtliche Ergebnisse erzielt, darunter bis zu 55 erfolgreiche Picks pro Minute, weniger als ein Prozent Verunreinigung und eine Steigerung der Ausbringungsmenge des Zielmaterials um zwölf an einigen Anlagen.

Durch den Einsatz dieser Technologie könnten die deutschen Abfallsortierverfahren effizienter auf eine höhere Granularität sortieren und wertvolle Rezyklate wie lebensmitteltaugliches PET aus den Reststoffen gewinnen., so Recycleeye weiter. Dies würde die Kosten der Abfallsortierung senken und gleichzeitig die Gewinnspannen beim Wiederverkauf von Ballen aufgrund der höheren Materialreinheit erhöhen.

Victor Dewulf, CEO von Recycleye, kommentiert: “Indem wir Recycling wirtschaftlich attraktiver machen, wird unsere Technologie verhindern, dass noch mehr der wertvollen Wertstoffe in Deutschland auf Deponien landen – was beweist, dass es keinen Abfall gibt, sondern nur Materialien am falschen Ort.”

Als Antwort auf die hohen Betriebskosten, die mit der manuellen Kommissionierung in MRFs verbunden sind, hat Recycleye nach Eigenangaben ein System entwickelt, das mit Hilfe einer kostengünstigen Kamera und maschinellen Lernalgorithmen jeden Gegenstand in einem Abfallstrom bis zur Material- und Objektgranularität identifiziert. Diese Nachbildung des menschlichen Auges kann dann in Recycleye Robotics integriert werden, einen in Zusammenarbeit mit dem weltweit führenden Hersteller FANUC entwickelten Kommissionierroboter, der die physische Aufgabe der Trennung von Abfallstücken in reine Materialströme automatisiert.

Recycleye stellt bei IFAT 2022, der führenden Fachmesse für Umwelttechnologien in München, vom 30. Mai bis 3. Juni aus. Als europäischer Marktführer im Bereich Recycling und seit langem als führende Nation im Bereich technologischer Innovationen ist Deutschland der beste Standort für den Ausbau dieser Entwicklung. Recycleye wird in der Start-Up Area (139/338) in Halle B4 am Stand 34 zu finden sein und erwartet ein Zusammentreffen mit Abfallwirtschaftsunternehmen, die bereit sind, ihre Abfallsortierung zukunftssicher zu gestalten.

Recycleye (Head Office in London) ist ein Technologieunternehmen, das Computer Vision Systeme und Kommissionierroboter entwickelt, um die Sortierung von trockenen, gemischten Wertstoffen in Anlagen mit Hilfe von künstlicher Intelligenz zu automatisieren,

RE/rd

 

 

 

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