Kampf gegen „wilden Müll“

Kampf gegen „wilden Müll“

150 150 Klaus Henning Glitza

Abfallwirtschaftsverband und Gemeinde gehen gemeinsam vor

 

„Wilder Müll“ ist für viele Kommunen und nicht zuletzt die Einwohner ein großes Problem. In der schleswig-holsteinischen Gemeinde Fockbek wird jetzt in Kooperation mit der Abfallwirtschaft Rendsburg-Eckernförde (AWR) Front gegen diese Unsitte gemacht. „Gemeinsam gegen Umweltverschmutzung – Müll in der Landschaft geht uns alle an!“ ist die Devise.

In Fockbek gibt es, wie in den meisten anderen Städten und Gemeinden in ganz Deutschland auch, typische „Dreckecken“, die Umweltsünder offenbar dazu einladen, dort Ihren Müll ordnungswidrig zu „entsorgen“. „Damit soll nun Schluss sein!“, sagte sich Bürgermeisterin Tanja Petersen.

“Erwischt”- davor haben selbst die sonst so unverfrorenen Müllfrevler Angst. Foto: AWR

An zwei besonders auffälligen Stellen im Gemeindegebiet machen jetzt aussagekräftige Banner auf die Problematik aufmerksam. So soll die illegale Müllentsorgung eingedämmt werden. „Einen Hinweis auf den nächstgelegen Recyclinghof, auf dem man Abfälle ordnungsgemäß und in vielen Fällen sogar kostenlos entsorgen kann, ist ebenfalls auf den Bannern zu finden“ erklärt AWR-Geschäftsführer Ralph-Hohenschurz-Schmidt. Nach seinen Worten gibt es also keinen Grund,  den Müll in der Natur zu entsorgen.

“Wilder Mülll”- das ist auch eine akute Gefahr für die Tierwelt. Das ist die Botschaft dieses Banners. Foto: AWR

Die Banner sind eindringlich und originell gestaltet. Es bleibt abzuwarten, welche Wirkung sie zeigen. Reine Verbotsschilder bringen erfahrungsgemäß wenig. Denn dass Müllabladen in der Natur oder innerstädtischen Freiflächen verboten ist, dürfte jedem Müllfrevler bekannt sein. Übliche Schilder können an einer grundsätzlich antisozialen Haltung kaum etwas ändern. Die Banner machen dagegen die Folgen klar. Nicht  nur die Menschen leiden unter wildem Müll, sondern auch die Tiere.  Zudem  werden Alternativen zur illegalen Abfallentsorgung aufgezeigt. Der nächste Recyclinghof ist selten weit. Kaum ein Land verfügt über ein so dichtes Netz dieser Einrichtungen wie das unsere.

Und noch eine Botschaft vermitteln die Banner: Nämlich: hier wird aufgepasst, hier hat noch keine Resignation Einzug gehalten. Während viele Städte und Gemeinden vor den „Schmutzfinken“ kapituliert  haben, wird in Fockbek der Abwehrwille deutlich gemacht.

Schließlich ist das vorsätzliche Abladen von Müll in der Landschaft kein Kavaliersdelikt. Illegale Ablagerungen verschandeln nicht nur unsere Umwelt, sondern stellen eine erhebliche Gefahr für die Natur und unsere Gesundheit dar – und die Kosten für die Beseitigung des wilden Mülls tragen wir alle. Wer wilden Müll illegal entsorgt, begeht eine Ordnungswidrigkeit oder – abhängig von den Umständen des Einzelfalls – sogar eine Straftat.

Für Fragen zur richtigen Entsorgung steht im Raum Rendsburg-Eckernförde der AWR-Kundenservice von montags bis Freitag von 7.30 bis  17 Uhr zur Verfügung. Kontakt: 04331.345 123 oder E-Mail: service@awr.de

MiH/rd/khg

 

 

 

 

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