Initiative nimmt Vermieter und Hausverwaltungen in den Fokus

Initiative nimmt Vermieter und Hausverwaltungen in den Fokus

1024 683 Klaus Henning Glitza

„Mülltrennung wirkt“: Aufklärung vieler Menschen ist essenziell

 

Um die Abfallwirtschaft noch nachhaltiger zu gestalten, setzt die Initiative „Mülltrennung wirkt“ unter anderem  auf Hausverwaltungen und Vermieter. Denn solche Gesellschaften oder Personen erreichen Mietrinnen und Mieter auf direktem Weg zum Beispiel über die  Hausordnung und andere interne Informationswege. “

 Vor allem in großen Wohnanlagen können sie so eine hohe Wirkung erzielen“, erklärt Axel Subklew, Sprecher der von den Dualen Systemen getragenen Initiative „Mülltrennung wirkt“. „Aufklärung ist essenziell für die richtige Mülltrennung. Und damit für den Klima- und Ressourcenschutz“, sagt er.

Wenn es um CO2-Vermeidung geht, denken viele Menschen überwiegend an Fabrikschornsteine , SUVs, Lkw und Kreuzfahrtschiffe. Dabei bietet sich direkt vor der Haustür eine enormes, oftmals übersehenes  Einsparpotenzial.  „Werden Abfälle in Haushalten konsequenter getrennt, können künftig noch mehr klimaschädliche Treibhausgase eingespart werden, so die Initiative „Mülltrennung wirkt“.

Onlineseminare für Wohnungswirtschaft

Vermietern und Hausverwaltungen bietet die Initiative „Mülltrennung wirkt“ deshalb Informationen und konkrete Hilfsmittel, die bei der Aufklärung unterstützen. Speziell für die Wohnungswirtschaft sind das zum Beispiel kostenfreie Onlineseminare. Auf ihrer Website „www.mülltrennung-wirkt.de“ stellt sie leicht verständliche Trenntabellen in vielen verschiedenen Sprachen, Plakate und Flyer zum Download zur Verfügung. Sie können der Hausordnung und dem Mietvertrag beigelegt, verlinkt oder ausgehangen werden.

 Damit soll einem großen Problem entgegengewirkt werden. Denn im Abfalltrennen an sich sind die Deutschen weltmeisterlich, nicht aber beim richtigen Trennen. Durchschnittlich sind noch immer etwa 30 Prozent der in den Gelben Tonnen und Gelben Säcken gesammelten Abfälle sogenannte Fehlwürfe, also falsch entsorgte Abfälle, wie verschmutzte Windeln, Feuerlöscher oder Batterien. Sie können das Recycling korrekt entsorgter Verpackungen erheblich behindern. Landen zudem Leichtverpackungen im Restmüll, gehen zusätzlich wichtige Wertstoffe verloren. Aufklärung über die richtige Mülltrennung als Bestandteil nachhaltiger Wohn- und Verwaltungskonzepte kann daher einen wichtigen Beitrag zum Schutz von Klima und Ressourcen leisten.

 Klima- und Ressourcenschutz

Welchen ökologischen Beitrag richtige Abfalltrennung und die Verwertung von Verpackungen leisten, zeigt eine aktuelle Studie des Öko-Instituts. So werden schon heute jährlich 1,95 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente durch die Sammlung, Sortierung und Verwertung von Verpackungen aus der Gelben Tonne und dem Gelben Sack, aus Glas sowie aus Papier, Pappe und Karton eingespart. Trennen Verbraucherinnen und Verbraucher ihren Abfall jedoch noch konsequenter, steigt den Berechnungen zufolge die Klimaentlastung bis 2030 von 1,95 auf 2,55 Millionen eingesparte Tonnen CO2-Äquivalente. Hinzu kommt: 6,55 Millionen Tonnen gebrauchte Verpackungen wurden 2020 von den dualen Systemen über die Gelbe Tonne und den Gelben Sack, die Papiertonne und den Glascontainer erfasst. Daraus konnten rund vier Millionen Tonnen Sekundärrohstoffe gewonnen werden – eine bedeutende Rohstoffquelle für die Wirtschaft. Die Empfehlung lautet daher: Sensibilisierung, Information und ein intensives Abfallmanagement an den Sammelstellen – vor allem im Bereich von Großwohnanlagen.

MMa/rd

Oberes Bild:  Bessere Aufklärung ,damit alles in der richtigen Tonne landet. Foto:  Initiative „Mülltrennung wirkt“ / Steffen Jagenburg

 

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