Heute läuft Delegation von REMONDIS beim Bundeskartellamt auf

Heute läuft Delegation von REMONDIS beim Bundeskartellamt auf

Heute läuft Delegation von REMONDIS beim Bundeskartellamt auf 150 150 Klaus Henning Glitza

Lünener Konzern  ist offenbar zu “kleineren” Zugeständnissen bereit- doch wird das reichen?

Nach Informationen aus konzernnahen Kreisen wird am heutigen Dienstag eine hochrangige REMONDIS-Delegation beim Bundeskartellkartellamt in Bonn auflaufen. Im Gepäck: Unterlagen, die belegen sollen, dass das Großunternehmen aus Lünen mit der Übernahme von Der Grüne Punkt- Duales System Deutschland (DSD) keine marktbeherrschende Stellung einnähme.

Eine besondere Rolle spielt dabei das für 2020 geplante Auftreten eines neuen mächtigen Akteurs, des Dualen Systems der Schwarz-Gruppe (Lidl, Kaufland) PreZero Dual. Dieser neue Stern am Himmel der Rücknahmesysteme würde aus Konzernsicht die jetzt noch geltenden erheblichen Marktanteile von REMONDIS/DSD entscheidend relativieren.

Außerdem werden die REMONDIANER nach EM-Informationen freiwillige Auflagen anbieten, die nach Insiderangaben allerdings wenig weitreichend sind. Die rede ist von “kleineren” Zugeständnissen. Das so genannte Zusagenangebot bezieht sich vor allem auf den Altglasbereich.  Branchenkenner sind der Auffassung, dass die neuen Unterlagen die Bonner Wettbewerbswächter voraussichtlich kaum beeindrucken werden und die Vorentscheidung (im Bundeskartellamt Abmahnung genannt), die Übernahme abzulehnen, nicht verändern werden. In REMONDIS-Kreisen herrscht dagegen “breitestmögliche Zuversicht“, mit den neuen Unterlagen und Zugeständnissen die sprichwörtliche Kuh vom Eis zu bekommen.

Das Bundeskartellamt hat jetzt theoretisch bis zum 28. Juni 2019 Zeit, über den Fusionsantrag „REMONDIS SE. & Co.KG, Lünen, erwirbt alleinige Kontrolle und sämtliche Anteile an DSD – Duales System Holding GmbH, Köln“, Aktenzeichen B4-21/19, zu entscheiden. Da diese Fristverlängerung (ursprünglicher Termin war Mitte Mai) auf Antrag von REMONDIS eingeräumt wurde, kann die finale Entscheidung aber auch schon früher fallen.

Sollte die Entscheidung für den Konzern negativ ausfallen, bliebe eine Klage, oder aber eine Ministergenehmigung von Wirtschaftsminister Peter Altmaier, der sich verschiedentlich für „nationale Champions“ ausgesprochen hat.

khg

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