Handelsinfo 02-07/2019

Handelsinfo 02-07/2019

150 150 Klaus Henning Glitza

real-Verkauf: Frist verlängert- Schwarz-Gruppe ist wieder außen vor

 

Neue Lage beim bevorstehenden Verkauf der 279 real-SB-Warenhäuser. Die Metro AG hat die Exklusivverhandlungen mit einem Konsortium um die Redos real estate GmbH aus Hamburg, die ursprünglich bis Ende Juli befristet waren, bis Ende September verlängert.

Zum Konsortium gehört auch  ECE (Otto Group), einer der führenden Entwickler von großen Einkaufszentren,  und Morgan Stanley Real Estate.

Mitbieter X -Bricks hinter dem die Schwarz-Gruppe mit Lidl und Kaufland steht, kommt somit vorerst nicht zum Zuge. X-Bricks habe zwar nachgebessert, bleibt aber augenscheinlich hinter dem Redos-Angebot, das als das wirtschaftlich attraktivste Angebot angesehen wird, zurück. Konkret bedeutet das: es werden von dem Hamburger Investoren 500 Millionen Euro für alle real-Märkte geboten. Auch soll voraussichtlich der Markenname real für einen Teil der Märkte erhalten werden.

Die Schwarz-Gruppe könnte dennoch indirekt von einem Verkauf an Redos profitieren. Nach EM-Informationen wird der Immobilien-Investmentunternehmen, dessen Favorit die Edeka-Gruppe sein soll, einzelne Märkte auch an andere Handelskonzerne wie REWE und Kaufland verkaufen, um einer möglichen Untersagung durch das Bundeskartellamt zu entgehen. Ein möglicher Verkauf an einen einzigen Marktteilnehmer hat die Bonner Wettbewerbswächter bereits in Alarmstimmung versetzt. Es wird die weitere Konzentration eines bereits hochkonzentrierten Marktes befürchtet.

Die möglichweise an Kaufland oder REWE verkauften Märkte werden aller Voraussicht nach unter dem Namen der Käufer weitergeführt. In beteiligten Kreisen ist die Rede davon, dass zirka 100 Märkte unter Redos-Regie weitergeführt werden, während die restlichen-Kaufhäuser anderen Konzernen angeboten werden sollen.  Zum großen Teil wollen sich die Hamburger auf das bisherige real-Management stützen, wurde aus Insiderkreisen bekannt.

khg

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