Handelsinfo 01-05-2019

Handelsinfo 01-05-2019

150 150 Klaus Henning Glitza

Aldis Tierwohlstandards / Flasche aus dem Gelben Sack / Plastiktütenbann bei Kaufland

 

„Fair und Gut“ heißt die Weidemilch, die in den Märkten von Aldi Nord und Süd verkauft wird.

Wie der Discounter dazu mitteilt, erfüllt die Milch hohe Tierwohlstandards und steht für mehr Platz für die Milchkühe, Stroh im Stall, Zugang zu frischer Luft und Futtermittel ohne Gentechnik. Nach Eigenangaben hat Aldi auf die erhöhte Verbrauchernachfrage nach tierwohlgerechten Produkten reagiert.

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Seit Monatsanfang fertigt Werner & Mertz, besser bekannt durch seine Marken Erdal, Emsal und Frosch, die Duschgelflaschen von Frosch Senses aus 100 Prozent recyceltem HDPE (Hart-Polyethylen) aus dem Gelben Sack.

Es handelt sich nach Unternehmensangaben um die erste Verpackung aus 100 Prozent so genanntem HDPE Post Consumer Recyclat (PCR), die für den Kosmetikbereich Verwendung findet. Gelungen ist dies durch einen speziellen Aufbereitungsprozess für HDPE, den Werner & Mertz in einem Gemeinschaftsprojekt mit Der Grüne Punkt und der EREMA Group entwickelt hat.

Für die Umstellung auf 100 Prozent Recyclat aus dem Gelben Sack musste das Material nicht nur technisch geeignet, sondern auch geruchsneutral sein, da der Faktor Geruch bei Duschgelen eine besonders große Rolle für die Verbraucher spielt. Dazu muss das Granulat aus der Quelle Gelber Sack praktisch frei von Verunreinigungen und Kontaminierungen sein. Alle im Altplastik enthaltenen geruchsverursachenden flüchtigen Substanzen wurden im Recycling-Prozess wieder entfernt. „Wir haben eine spezielle Aufbereitungstechnik zur Reinigung verwendet und arbeiten uns damit stufenweise sogar an eine Lebensmitteltauglichkeit heran“, so Dr. Markus Helftewes, Geschäftsführer Der Grüne Punkt.

Die aufbereiteten Flakes werden anschließend zu Granulat weiterverarbeitet. Für diesen Prozessschritt kommt Technologie des österreichischen Recyclingmaschinenherstellers EREMA zum Einsatz. Dessen INTAREMA-RegrindPro-Extrudersystem mit dem sogenannten ReFresher-Modul wurde speziell für die besonderen Herausforderungen der Verarbeitungen von Kunststoffabfällen aus dem Gelben Sack ausgelegt. Diese Verfahrenskombination beseitigt durch einen thermisch-physikalischen Prozess auch die Gerüche.

“Schön, dass es so innovative Unternehmen gibt, mit denen wir gemeinsam das Recycling vorantreiben können. Ein wichtiger Part, den die ganze Kunststoffindustrie zurzeit mehr als brauchen kann”, so Clemens Kitzberger, Business Development Manager Applikation Post-Consumer bei EREMA.

MM/rd

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Kaufland verabschiedet sich bundesweit von der Einweg-Plastiktasche. Nachdem bereits seit in rund 50 Filialen in Baden-Württemberg schrittweise den Verkauf dieser Tragetaschen gestoppt und die Bestände abverkauft wurden, wird der Plastiktüten-Bann jetzt auf ganz Deutschland ausgeweitet.

Den Kunden ständen zahlreiche Alternativen zur Verfügung, teilt Kaufland mit. FSC-zertifizierte Papiertragetaschen, stabile Permanent-Tragetaschen, Einkaufsboxen aus FSC-zertifiziertem Karton oder platzsparende Klappboxen. „Wir teilen den Wunsch der Kunden, Plastik zu reduzieren. Im Sinne unserer ganzheitlichen Plastikstrategie, die die Felder Vermeidung, Design, Recycling, Beseitigung sowie Innovation und Aufklärung umfasst, ist es nur konsequent, Einweg-Plastiktaschen nicht mehr anzubieten“, erklärt Lavinia Kochanski, Leiterin Nachhaltigkeit.
Auch deshalb „gehen wir jetzt noch mehr der gezielten Nachfrage vieler Kunden nach alternativen Einkaufstaschen und –boxen nach“.

Kaufland setzt nach Eigengaben auf umweltfreundliches Einkaufen. Vor über zwei Jahren hat der Händler kleine Einweg-Tragetaschen aus dem Verkauf genommen. Seit Februar gibt es bei Kaufland im Bereich Obst und Gemüse mehrfach verwendbare Frischetaschen. Dadurch können die Verbraucher ganz einfach dazu beitragen, Plastikmüll zu reduzieren und die Umwelt zu schützen. Durch die Verwendung dieser Frischetaschen lassen sich bis zu 693 Tonnen Einwegbeutel im Jahr einsparen.

Kaufland, ein Unternehmen der Schwarz-Gruppe, betreibt bundesweit über 660Filialen und beschäftigt rund 75.000 Mitarbeiter.

PK/rd

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