Green Jobs auf dem Vormarsch

Green Jobs auf dem Vormarsch

1024 614 Klaus Henning Glitza

Abfall- und Ressourcenwirtschaft:  Ein Drittel der Befragten kann sich Perspektive in der Branche vorstellen

 

Ein Job mit Sinn und Nutzen für die Umwelt und dazu noch krisensicher. Unter diesem Aspekt nimmt das Interesse an beruflichen Perspektiven in  der Abfall- und Ressourcenwirtschaft in Österreich deutlich zu, Dies ergab eine repräsentative  Studie des Verbandes Österreichischer Entsorgungsbetriebe ( VOEB).

Dabei befragte das Markt- und Meinungsforschungsinstitut Marketagent.com im Mai insgesamt Im Auftrag des VOEB 1.500 Österreicherinnen und Österreicher im Alter zwischen 14 bis 69 Jahren zum Thema Abfallwirtschaft und Green Jobs. 70 Prozent der Interviewten bestätigten, dass Nachhaltigkeit und Umweltschutz bei der Jobsuche an Relevanz gewinnen. 43 Prozent der Befragten signalisierten Interesse an einem Green Job, bei den 14- bis 18-Jährigen sind es 60 Prozent. Jeder dritte Befragte bestätigt, sich einen Job in der Abfall- und Ressourcenwirtschaft vorstellen zu können. Dafür sprechen ein krisensicherer Arbeitsplatz (46 Prozent) sowie ein Job mit Sinn und Nutzen für den Umweltschutz (42 Prozent). Besonderer Beliebtheit erfreuen sich  die Arbeitsbereiche Projektmanagement, Forschung und Entwicklung, Logistik und Labor – sowohl bei Männern als auch Frauen.

Mehr als jeder vierte Berufstätige unter 30 Jahren gab an, dass ein Jobwechsel in Frage kommt, weitere 20 Prozent könnten sich das grundsätzlich vorstellen. „Die junge Generation hat keine Berührungsangst mit einer neuen beruflichen Herausforderung. Wir wissen auch, dass für sie Nachhaltigkeit und Umweltschutz eine zentrale Rolle spielen, wenn es um die Auswahl ihres Arbeitgebers geht. Daher ist unsere Branche für Millennials und die Generationen Z besonders attraktiv“, so Gabriele Jüly, Präsidentin des VOEB.

Das  sieht auch Harald Gorucan, Vorsitzender des Arbeitskreises Job Branding im VOEB so: „Junge Menschen sind hochmotiviert, für die Umwelt etwas Gutes zu tun. Wir wollen sie genau dort abholen und für die Abfall- und Ressourcenwirtschaft begeistern. Dort erwartet sie ein nachhaltiger, sinnvoller, krisensicherer und vor allem vielfältiger sowie abwechslungsreicher Job.“

Allerdings müsste noch am Image gefeilt werden, sagt Präsidentin Jüly. „Der erste Eindruck trügt. Es geht in unserer Branche schon lange nicht mehr allein um Müllentsorgung. Jede Tonne Abfall ist wertvoll und wird dank getrennter Sammlung und Recycling in den wirtschaftlichen Kreislauf als Sekundärrohstoff zurückgeführt. So werden Ressourcen geschont und die Umwelt geschützt.“

VOEB-Präsidentin Gabriele Jüly. Foto: VOEB

Immerhin: Dass die Abfall- und Ressourcenwirtschaft „ein wichtiger Wirtschaftssektor sei, der Arbeitsplätze schafft und ein wesentliches Bindeglied einer ökologischen Kreislaufwirtschaft, da sie recycelte Rohstoffe für die Industrie herstellt“, stieß bei rund 80 Prozent der Befragten auf Zustimmung, Laut Jüly investiere die Branche seit Jahrzehnten in innovative Umwelttechnologien. Diese prägten die über 1.100 High-Tech-Anlagen, in denen aus Abfall neue Ressourcen für die produzierende Industrie und damit für uns alle entstehen. „Als Teil der kritischen Infrastruktur bieten wir langfristig sichere und sinnerfüllte Jobs an, darauf sind wir besonders stolz“, so die VOEB-Präsidentin.

VO/rd

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