„Frau Dr. Schöttner, wie stehen Sie zu Einwegbechern?“

„Frau Dr. Schöttner, wie stehen Sie zu Einwegbechern?“

150 150 Klaus Henning Glitza

Frage an die promovierte Meeresbiologin und Expertin für Meere und Biodiversität bei Greenpeace

 

Einwegbecher müssen gesetzlich verboten werden, fordert die Meeresbiologin Dr. Sandra Schöttner von der Umweltorganisation Greenpeace. Foto: Greenpeace

Dr. Sandra Schöttner, Kampaignerin Meere & Biodiversität bei der Umweltschutzorganisation Greenpeace, kämpft unter anderem seit vielen Jahren leidenschaftlich gegen die Vermüllung der Meere. Auch zu den Überresten des Coffee-to-go-Konsums hat sie ein festen Standpunkt. EM. DAS ENTSORGUNGSMAGAZIN fragte die Meeresbiologin deshalb: „Wie stehen Sie zu Einwegbechern?“

Dr. Sandra Schöttner: Einwegbecher sind das Symbol unserer achtlosen Konsum- und Wegwerfgesellschaft schlechthin. Trotz Energie- und Rohstoff-intensiver Herstellung werden die beliebten Kaffeetassen für Unterwegs nur ein einziges Mal benutzt, um letztlich millionen- und milliardenfach in der Müllverbrennung zu landen – oder in der Umwelt. Dort werden sie zum langfristigen Problem: Denn egal ob als Ausgangsmaterial oder als Beschichtung – Plastik ist, von sehr wenigen Ausnahmen abgesehen, nicht biologisch abbaubar. Um nachhaltig die Verschmutzung unserer Umwelt mit Plastikmüll und anderen Abfällen zu verhindern und Ressourcen zu schonen, müssen Einwegbecher gesetzlich verboten werden.

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Dr. Sandra Schöttner engagierte sich schon als Teenager für den Schutz der Umwelt und der Weltmeere. So verwundert es nicht, dass das Thema der Doktorarbeit der aus Nürnberg stammenden Greenpeace-Aktivistin „Die Verschmutzung der Meere“ lautete. EM- Das Entsorgungsmagazin erreichte die Meeresbiologin kurz vor dem Abflug zu einer internationalen UNO-Meeresschutzkonferenz in New York, an der sie zusammen mit Bundesumweltministerin Barbara Hendricks teilnahm.

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