Erweiterte Akkreditierung

Erweiterte Akkreditierung

150 150 Klaus Henning Glitza

Kompetenzzentrum von Interseroh+ für fünf weitere Prüfmethoden zugelassen

 

Das Kompetenzzentrum für Kunststoffrecycling von Interseroh+ hat nach Eigenangaben  Ende 2021 die Akkreditierung für fünf weitere Prüfmethoden erhalten. Darunter ist  die gefragte UL94 für die Bestimmung der Brenngeschwindigkeit von Kunststoffen.

Damit ist das Kompetenzzentrum  aktuell  für die Durchführung von insgesamt 14 Analyseverfahren offiziell zugelassen. Laut Pressesprecherin Susanne Jagenburg kommt das Labor im slowenischen Maribor damit dem Bedarf vieler Industrieunternehmen entgegen. „Wie sicher ist beispielsweise der Einsatz von Recyclingkunststoffen in elektronischen Geräten wie Fernsehern und Waschmaschinen? Welche Materialeigenschaften weisen die Rezyklate in puncto Schmelztemperatur oder Entflammbarkeit auf?“ Dazu könnten die Expertinnen und Experten von Interseroh+ verlässliche Antworten liefern,

Auf Recyclingkunststoffen spezialisiert

Wie die Sprecherin weiter mitteilt, besitzt das Kompetenzzentrum  als einzige anerkannte Forschungseinrichtung in der EU, die sich auf die Entwicklung und Analyse von Recyclingkunststoffen spezialisiert hat, bereits seit März 2020 die internationale Akkreditierung gemäß der Labornorm EN/ISO 17025. „Wir wollen unseren Kunden Recyclingrohstoffe zur Verfügung stellen, die den Anforderungen der EU-Gesetzgebung genauso entsprechen wie den Wünschen umweltbewusster Verbraucher*innen“, sagt Markus Müller-Drexel, Vorsitzender der Geschäftsführung der Interseroh+ GmbH. „Daher investieren wir konsequent in Forschung, Entwicklung und Testverfahren.“

Erkenntnisse für die Industrie.

Die neu eingeführte Entflammbarkeitsanalyse, die nur wenige Labors weltweit anbieten dürften, verspreche nach Interseroh+-Angaben wichtige Erkenntnisse für die Industrie. Bei Bauteilen aus Kunststoff, die etwa in Elektrogeräten wie Fernsehern oder Waschmaschinen häufig in Kontakt mit Strom kommen, bestehe unter Umständen  die Gefahr, dass sie sich entzünden. Auch im Baubereich sei die Materialstabilität gegen Abbrand ein wichtiges Kriterium für die Anwendung bestimmter Kunststoffe. „Immer mehr Hersteller setzen sich mit der Umstellung auf geeignete Recyclingmaterialien auseinander“, sagt Dr. Manica Ulcnik-Krump, Geschäftsführerin der Forschungs- und Entwicklungsgesellschaft von Interseroh. „Mit unserem erweiterten Verfahren bauen wir unsere Dienstleistungspalette zur Entwicklung und Analyse im Bereich der Kunststoffrezyklate weiter aus. Die Akkreditierung bestätigt erneut das technische Know-how unseres Kompetenzzentrums und stärkt das Vertrauen im Markt.“

Thermische Gesamtanalayse

Zusätzlich zur Entflammbarkeitsprüfung wurde das Kompetenzzentrum nach weiteren Eigenangaben für die Analyse weiterer physikalischer und chemischer Eigenschaften von Kunststoffen zugelassen. Dazu gehöre unter anderem die thermische Gesamtanalyse der Materialien (bestehend aus Dynamischer Differenzkalorimetrie und thermogravimetrischer Analyse), die neben der Bewertung des Gehalts an verschiedenen Polymeren und anorganischen Füllstoffen auch die Bestimmung der Polymertypen ermöglicht. Hinzu komme die Möglichkeit zur Bestimmung des Innenwassergehalts

Bewertung der Materialqualität

Damit unterstütze Interseroh+ seine Kunden bei der Beschaffung und beim Einsatz geeigneter Kunststoffrezyklate, heißt es in einer aktuellen Mitteilung,  Das unternehmenseigene Kompetenzzentrum verfüge über hochmoderne technische Geräte zur Bewertung der Materialqualität – von den mechanischen, thermischen und rheologischen Eigenschaften bis hin zu Sensorik und Farbe. Darüber hinaus stehen Maschinen zur Materialverarbeitung sowie ein NIR-Trenner zur Simulation des Verhaltens von Verpackungen in der Sortierung zur Verfügung.

SJ/rd

Oberes Bild: Blick in das Prüflabor im slowenischen Maribor. Foto: ALBA Group /Interseroh . 

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