Entwarnung: Grenzwerte deutlich unterschritten

Entwarnung: Grenzwerte deutlich unterschritten

150 150 Klaus Henning Glitza

Keine Gefahr für Gesundheit und Umwelt durch  Störfall in Karnap

Von dem am Montag bei einem Stoffaustritt am Müllheizkraftwerk Essen-Karnap ausgetretenen Aktivkoks-Granulat ging zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für Gesundheit und Umwelt aus. Dies teilte die Stadt Essen in einer aktuellen Pressemeldung mit. Die Kommune berief sich dabei auf eine Analyse des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) Nordrhein-Westfalen, die heute vorgelegt wurde. Untersucht worden war unter anderem der Anteil von   Dioxinen und PCB.

Nach Mitteilung der Stadt Essen ergaben Wisch- und Partikelproben an grob- und feinkörnigem Material Werte, die sämtliche Prüf- und Grenzwerte (unter anderem Bundesbodenschutzverordnung) sehr deutlich unterschreiten und der üblichen Grundbelastung der Umwelt entsprechen. Besonders strenge Grenzwerte wie die Bodenschutz-Prüfwerte für Spielplätze seien um das 20-fache unterschritten worden. Alle Analyse-Ergebnisse können in Kürze unter  https://www.lanuv.nrw.de/umwelt/umweltschadensfaelle/)  eingesehen werden.

Für die betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner bedeutet das laut Pressemitteilung: „Alle betroffenen Flächen, wie Gärten, Wiesen und Spielplätze, sind uneingeschränkt nutzbar. Die zu Wochenbeginn vorsorglich genannten Warnhinweise können aufgehoben werden. Noch vorhandenes Aktivkoks-Granulat oder Partikel können wie normaler Straßenschmutz behandelt und entsorgt werden. Reinigungsarbeiten werden, wo gewünscht, weitergeführt.“

Direkt betroffene Anwohnerinnen und Anwohner werden noch heute von RWE informiert. Die Bürgerhotline (0201– 838 63205) bleibt in den kommenden Tagen rund um die Uhr geschaltet. In den vergangenen Tagen haben sich rund 90 Anwohner an die Hotline gewandt. Bislang wurden zwei der vier unmittelbar betroffenen Straßenzüge mehrfach vollständig gereinigt, sowohl öffentliche als auch Privatflächen. Die Reinigung der verbleibenden Grundstücke erfolgt in den nächsten Tagen.

Die betroffenen Anlagenteile werden erst nach Freigabe der zuständigen Aufsichtsbehörde in den nächsten Tagen wieder in Betrieb genommen.

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