Entsorgungsbranche aktuell

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150 150 Klaus Henning Glitza

Missverständliche Auskunft /Geschäftsführer eines Joint Ventures ernannt / Werbung für Biotonne

 

Wie ein Insider der „Stimme“ gegenüber EM betonte, habe sich der Insolvenzverwalter des Heilbronner Schrott-Metal-Recyclingunternehmen Lindauer & Co. GmbH, Dr. Marcus Egner, bezüglich der angeblichen Übernahme des operativen Geschäftes und sämtlicher Mitarbeiter stark verkürzt und missverständlich ausgedrückt. Dadurch sei es zu einer Fehlmeldung in der Heilbronner „Stimme“ gekommen. Dies sei nicht ohne Folgen geblieben, da sich die Belegschaftsangehörigen bereits über die Chance der Weiterbeschäftigung gefreut hatten. Tatsächlich hat die 100-prozentige REMONDIS-Tochter TSR, wie bereits berichtet, lediglich einige „Assets“, sprich Maschinen und Anlagen, übernommen. Das Grundstück ist direkt in das Eigentum von REMONDIS übergegangen. Nach internen Angaben wird derzeit geprüft, was der Konzern mit dem Grundstück in attraktiver Hafenlage anfangen könne.  In Bezug auf die Mitarbeiter hat REMONDIS mit dem Betriebsrat von Lindauer Kontakt aufgenommen. Wer übernommen wird, unterliege einer Einzelfallprüfung, teilte dazu Anna Ephan von der REMONDIS-Pressestelle mit.

Dr. Egner wurden von EM um ein Statement gebeten, machte davon aber keinen Gebrauch.

khg

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Als Geschäftsführer des nach Eigenangaben weltweit ersten Rücknahmesystems für Lithium-Ionen-Batterien SIMPLi RETURN sind Michael Vollmann (43) von Saubermacher und Claus Jüsten (45) von Interseroh bestellt worden.  

Der Betriebswirt Jüsten ist seit über zehn Jahren im Bereich Logistik in führenden Positionen bei Interseroh tätig, so unter anderem  als Geschäftsführer der INTERSEROH Pfand-System GmbH. Vollmann, Magister (FH) in Rechnungswesen und Controlling, hat seit über fünf Jahren unterschiedliche kaufmännische Führungspositionen bei Saubermacher inne, darunter die Position als Managing Director Finance / Finanzvorstandstellvertreter.

Nach Unternehmensangaben kommen im Joint Venture (JV) SIMPLi RETURN Saubermacher, der weltweit führende Batterieverwerter, und Interseroh, der führende Anbieter von Umweltdienstleistungen rund um die Schließung von Produkt-, Material- und Logistikkreisläufen zusammen. Zum Angebot von SIMPLi RETURN gehörten neben der Rundum-Beratung auch die Organisation des fachgerechten Transports sowie das umweltschonende Recycling. Zielgruppe sind Hersteller und Inverkehrbringer von Lithium-Ionen-Batterien aus dem Industriebereich und E-Fahrzeugen jeder Art.

„Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe“, so der Kommentar von Claus Jüsten. Die Kombination des Recycling-Know-hows von Saubermacher und des Logistik- und Systembetriebs-Know-hows von Interseroh biete eine vollständige vertikale Integration und verspreche damit hohe Synergien.“ Vollmann betont „Der Recyclingmarkt für Lithium-Ionen-Batterien hat ein hohes Entwicklungspotenzial. Wir erwarten hier zweistellige Wachstumsraten pro Jahr, so dass eine professionelle und nachhaltige Verwertung dieser Abfallströme unabdingbar ist.“

Interseroh ist nach Eigenangaben neben ALBA eine der Marken unter dem Dach der ALBA Group. Die ALBA Group erwirtschaftete 2017 einen Umsatz von rund 1,8 Milliarden Euro und beschäftigte insgesamt rund 7.500 Mitarbeiter.

Die Saubermacher Dienstleistungs AG ist nach Unternehmemsangaben ein internationales Entsorgungs- und Recycling­unternehmen mit Sitz in Feldkirchen bei Graz. Die Aktiengesellschaft beschäftigt rund 3.050 MitarbeiterInnen in Österreich, Deutschland, Tschechien, Slowenien, Ungarn und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Das Unternehmen ist führend im Bereich Batterierecycling, Mit seiner Vision „Zero Waste“ wird er Anspruch, verfolgt, sämtliche Stoffe am Ende ihres Lebenszyklus so aufzubereiten, dass immer höhere Anteile des Ursprungsstoffs recycelt werden können.

rd/bem

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Die Abfallwirtschaft Mannheim unterstützt die „Aktion Biotonne Deutschland“. Diese Initiative hat, wie bereits berichtet, zum Ziel, die Menge und Qualität von verwertbaren Bioabfällen in Deutschland zu steigern. „Bioabfall ist kein Müll, sondern ein Wertstoff. In der Biotonne gesammelte Abfälle werden über die Kompostierung wieder dem natürlichen Kreislauf zugeführt. So wird aktiv ein Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz geleistet“, betont die Mannheimer Umweltbürgermeisterin Felicitas Kubala. Sie appelliert an die Bürgerinnen und Bürger, die Biotonne zu nutzen. In einer Mitteilung der Stadt Mannheim heißt es dazu: „Aus den in Mannheim gesammelten Bioabfällen wird im Kompostwerk Heidelberg-Wieblingen nährstoffhaltiger Kompost hergestellt. Er eignet sich hervorragend als natürlicher Dünger und Bodenverbesserer, der hauptsächlich in der Landwirtschaft eingesetzt wird und Kunstdünger ersetzt. Obwohl die vergleichsweise kostengünstige Biotonne in Mannheim weit verbreitet ist, steht sie noch nicht in jedem Haushalt. Im Jahr 2017 wurden in Baden-Württemberg 50 kg Biomüll pro Einwohner/Einwohnerin eingesammelt – in Mannheim waren es 33 kg pro Kopf. Da ist noch Luft nach oben.“

Wie die Stadt weiter mitteilt, fallen jedes Jahr in Deutschland zehn Millionen Tonnen Bioabfälle an. Doch nur knapp die Hälfte davon würden über die Biotonne erfasst. Dabei sei Bioabfall eine kostbare Ressource und viel zu schade für die Restmülltonne. Kompostierbare, organische „Naturabfälle“ aus Küche und Garten machten rund 50 Prozent des Abfallaufkommens in privaten Haushalten aus. Würden sie separat in der Biotonne gesammelt, könnten sie komplett wieder stofflich verwertet werden. Aus Obst- und Gemüseabfällen, Eierschalen, verwelkten Pflanzen, Rasenschnitt und Kaffeesatz wird so wertvoller Kompost. Auch verdorbene Lebensmittel ohne Verpackung oder nicht mehr genießbare Essenreste mit Ausnahme von Fleisch und Knochen können in die Biotonne.

Bei Interesse an der Biotonne in Mannheim, an den Vermieter oder die Hausverwaltung wenden. Eigentümer/-innen können die Biotonne direkt schriftlich bei der Abfallwirtschaft MannheimKäfertaler Straße 248, 68167 Mannheim bestellen oder das online-Formular im Internet unter www.abfallwirtschaft-mannheim.de nutzen.

rd/nic

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