Charmante Lösung für das „Ringelspiel“?

Charmante Lösung für das „Ringelspiel“?

1024 675 Klaus Henning Glitza

Ravensburgs Kreiskämmerer will in den nächsten Wochen mit Beteiligten sprechen

 

Deutscher Biomüll nach Österreich. Im Gegenverkehr österreichische biogene Abfälle, die nach Deutschland gehen. Dieses „Ringelspiel“ herrscht derzeit  im, Landkreis Ravensburg und im angrenzenden Vorarlberger Gemeindeverband vor-  EM berichtete bereits. Doch es gebe eine „charmante Lösung“ für dieses Problem , teilt Julia Moosherr vom Landratsamt Ravensburg mit.

Die Vorgeschichte:  Die österreichische Firmengruppe Loacker hatte im Ausschreibungsverfahren des Kreises Ravensburg mit dem preisgünstigsten Angebot die Nase vorn, das  Amtzeller Werk für Biogas in Vorarlberg. Rein vergaberechtlich ist in dieser Sache nichts zu machen.  Die stellvertretende   Pressesprecherin Moosherr verdeutlicht: „Eine EU-weite Ausschreibung ist Grundlage dafür, dass der hiesige Biomüll durch die Firma Loacker aus Vorarlberg verwertet wird. Das AWB Amtzeller Werk für Biogas GmbH hat seinerseits den Zuschlag für eine solche Ausschreibung für den Biomüll des Vorarlberger Gemeindeverbandes erhalten. Aufgrund des bestehenden Vertragsverhältnisses mit der Firma Loacker kann der Landkreis Ravensburg nicht einfach die Firma AWB Amtzeller Werk für Biogas GmbH beauftragen“.

Die pragmatische und charmante  Lösung bestände „in einer Art gegenseitiger Subunternehmerschaft der beiden Firmen“. Das bedeute, dass die beiden Firmen untereinander eine Art „Mülltausch“ vereinbaren und jeder den Biomüll aus seiner Region verwerten würde. Die Betriebe könnten so Fahrtkosten sparen und Emissionen vermeiden. Jedoch müsse bei einem solchen Vorhaben wichtige Themen wie die Qualität des Biomülls und die bestehenden Sammelsysteme mitbetrachtet werden. Kreiskämmerer Franz Baur werde laut Julia Moosherr  in den kommenden Wochen Gespräche mit allen Beteiligten führen.

Wie die Haltung der beiden Unternehmen dazu ist, kann derzeit nicht eingeschätzt werden. Während  Bernhard Tschann im Auftrage der Loacker Recycling  mitteilt, „dass wir uns nicht äußern wollen“, antwortet  das AWB Amtzeller Werk für Biogas GmbH auf die Anfrage erst gar nicht. Nach EM-Angaben liegt aber naher, dass beide Unternehmen im Nachbarland eine andere Preispolitik fahren als „dahoam“. Das könnte eine „Sub“-Lösung, bei der im Regelfall beide Seiten verdienen müssen, erschweren.

khg

Oberes Symbolbild: Bioabfälle-jetzt auch ein “Exportschlager”? Foro: M.E. / pixelio.de

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