Branchennachrichten

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DSD-Deal: „Weitere Verschiebung“ / Bürgermeister sprach Machtwort / Kartoffeln gegen Alttextilien / AWM ist für das Oktoberfest „guad aufg´stellt“

 

„In der deutschen Müll- und Recyclingbranche bahnt sich eine weitere Verschiebung an.“. Diese Worte stellt das Manager Magazin einem aktuellen Bericht mit der Überschrift „Remondis greift nach Grünem Punkt“ voran.

Noch in dieser Woche könne „der Einstieg des Branchenriesen beim Grünen Punkt-Eigner DSD-Duales System Deutschland Holding besiegt werden“, so die in Hamburg erscheinende Zeitschrift.

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Lange hatte er zugesehen, doch jetzt hat George Scripcaru, Bürgermeister der rumänischen Stadt Kronstadt/Brasov in Siebenbürgen, ein Machtwort gesprochen. Wie die Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien berichtet, hat das Stadtoberhaupt der rund 250.00-Einwohner-Stadt den Entsorgungsunternehmen Comprest und Brai-Cata ein Ultimatum gestellt. Anlass waren die sich häufenden Beschwerden über nicht rechtzeitig abgeholten Müll und mangelhafte Straßen- und Gehwegreinigung.

Innerhalb einer Woche erwarte er positive Änderungen, betonte Scripcaru laut Deutsche Allgemeine Zeitung für Rumänien in einem Brandbrief an die Firmen. Dies bezieht sich auch auf nicht richtig schließende Müllfahrzeuge, die hässliche Spuren auf den Straßen hinterlassen, und längst ausgediente Müllgefäße, die trotz massiver Defekte nicht ersetzt werden. Sollte sich keine Besserung einstellen, werde er die jeweiligen Verträge annullieren, kündigte der Bürgermeister an.

Brief ist gut, Kontrolle ist besser. Mit der Überwachung hat Scripcaru städtische Mitarbeiter und Polizeibeamte beauftragt. Sie sollen über die rechtzeitige Abfuhr, aber auch die korrekte Mülltrennung der Bewohner wachen.  Diese Kräfte sind befugt, an Ort und Stelle gegen säumige Unternehmen und Bürger Strafen zu verhängen.

khg

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„Kartoffeln gegen Alttextilien“. Unter diesem ungewöhnlichen Slogan steht eine ebenso ungewöhnliche Tauschaktion der Göttinger Entsorgungsbetriebe (GEB).

Nach GEB-Angaben können bei der Veranstaltung alle Textilien, die sonst über die mittlerweile 150 stadtweit aufgestellten Alttextilien-Container entsorgt werden, getauscht werden. Dies umfasst Altkleider, Stoffe und Stoffreste, Heimtextilien wie Tisch- und Bettwäsche und auch Schuhe, Federbetten und Decken.

„Bei der Tauschaktion werden die Alttextilien gewogen“, erklärt Maja Heindorf von den GEB die Spiel­regeln. „Pro Kilogramm Textilien erhält der Tauschpartner ein Pfund Kartoffeln. Maximal werden 50 Kilogramm Textilien gegen 25 Kilogramm Kartoffeln, selbstverständlich aus der Region, getauscht“, so die Pressesprecherin.

Im Jahr 2017 erfassten die GEB insgesamt 680 Tonnen Textilien, das entspricht rund fünf Kilogramm pro Göttinger Bürger und Jahr. „Wir wissen, dass noch immer viele 100 Tonnen Alttextilien im Restabfall enthalten sind. Und diesen wertvollen Rest möchten wir aus dem Abfall herausholen“, erläutert Maja Heindorf

Warum eine solche Tauschaktion? „Wir wollen so auf die Wertigkeit der Alttexti­lien hinweisen“, informiert die Pressesprecherin. Der Verkauf der in Göttingen getrennt erfassten Alttextilien trägt zur Stützung des Gebührenhaushalts bei. Jeder Cent der Erlöse kommt somit jeden Göttinger Gebührenzahlern zugute. Der Kartoffeltausch drückt somit gleichermaßen Wertschätzung und Dan­keschön aus.

Die Aktion, die bereits in den Jahren 2013, 2014 und 2016 auf großen Zuspruch stieß, findet statt am Mittwoch, den 17. Oktober zwischen 14 und 16 Uhr auf dem Parkplatz am Albani Kirchhof statt. Die GEB bitten um saubere, trockene und in Tüten verpackte Alttextilien.

rd/bem

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Das Oktoberfest, das in München nur knapp d´Wiesn heißt, ist eine Veranstaltung der Superlative. Auf einer Fläche von 31 Hektar bieten 114 Gastronomiebetriebe ihre meist urbajuwarischen Dienste an. Die größte Veranstaltungsstätte, das Hofbrauzelt, hält inklusive Biergarten sage und schreibe 11.000 Sitzplätze bereit. 6,2 Millionen Gäste und 7,5 Millionen konsumierte Liter des speziell gebrauten Oktoberfestbiers- das war die 2017er Bilanz des größten Volksfestes der Welt.

Doch wo Licht ist, ist fast immer zumindest ein bisschen Schatten. Denn auch was die Müllmengen angeht ist d´Wiesn ein Fest der Superlative. Insgesamt wurden 2017 90 Tonnen Abfälle zusammengekehrt und abtransportiert, berichtete die tz. Das bleibt nicht aus, wenn sich viele Menschen auf einem Festgelände tummeln. Der Wasserverbrauch gegen die Staubentwicklung und zur Säuberung der Verkehrsflächen habe insgesamt rund 1800 Kubikmeter betragen. Ab 2 Uhr begannen die Großreinemachaktionen. Am Morgen danach sah die Wies´n wieder aus, als wäre nichts passiert.

Auch in diesem Jahr ist der Abfallwirtschaftsbetrieb München (AWM) nach Eigenangaben “guad aufg’stellt”. Am Mittwoch, 26. September, werden der Leiter des Referats für Arbeit und Wirtschaft, Bürgermeister Josef Schmid, und Kommunalreferentin Kristina Frank, Erste Werkleiterin des Abfallwirtschaftsbetriebs München (AWM), das diesjährige Abfallkonzept vorstellen Blick hinter die Kulissen der Müllentsorgung auf dem größten Volksfest der Welt ermöglichen. EM wird berichten.

khg

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