Brancheninfo aktuell 64-06/2021

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150 150 Klaus Henning Glitza

Brand bei Korn Recycling war nach gut anderthalb Stunden gelöscht

 

Schwarze Rauchsäule über Ebingen (Ortsteil von Albstadt, Schwäbische Alb, südliches Baden-Württemberg). In der dortigen weitestgehend automatisch laufenden Gewerbeabfallsortier- und Ersatzbrennstoffaufbereitungsanlage der Korn Recycling GmbH ist es am vergangenen  Sonnabend  kurz nach 11.30 Uhr zu einem Brand gekommen.

Zunächst kämpfte die eigene kleine Feuerwehrtruppe gegen die Flammen an. Korn Recycling unterhält eine interne Wehr, die aus Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehren besteht, Diese Art Betriebsfeuerwehr verfügt sogar über ein eigenes Fahrzeug, das Firmenchef Alexander Korn, der selbst ausgebildeter Feuerwehrmann ist, aus einem Urlaub in Südtirol mitbrachte.

Nach den Erstlöschmaßnahmen, mit denen der Brand bereits eingedämmt werden konnte, kamen rund  60 Feuerwehrleute aus  Ebingen, Tailfingen und Onstmettingen unter der Einsatzleitung von Frank Bähr zum Einsatz. Nach gut einer Stunde war das Feuer  unter Kontrolle, nach weiteren 30 Minuten hieß es „Brand aus“. Neben dem Atemschutzwagen wurde eine Drehleiter eingesetzt.

Die massive Rauchentwicklung hing nach örtlichen Berichten vor allem damit zusammen, dass die Flammen auf das aus Gummi bestehende Förderband übergriffen. Eine tiefschwarze Qualmsäule war über weiten Teilen Ebingens zu sehen.

Verletzt wurde niemand. Auch bei den betriebseigenen Löschtrupps, die vorsorglich vom DRK im Blick auf mögliche Rauchgasvergiftungen untersucht wurden, zeigten sich keine Auffälligkeiten.

Neben dem Sachschaden, der noch nicht beziffert ist, kam es für Korn Recycling nur in geringem Maße zu Folgeschäden durch Betriebsunterbrechung. Firmenchef Korn ging gegenüber dem Zollern-Alb-Kurier davon aus, dass die Anlage am Samstagabend wieder laufen werde. Förderbänder und weitere Ersatzteile seien ständig am Lager.

Derartige Brände ließen sich in seiner Branche nicht verhindern, sondern nur mit Hilfe modernster Sicherheitstechnik schnell unter Kontrolle bringen lassen, zitiert der Schwarzwälder Bote Alexander Korn. Gegenüber dem Zollern-Alb-Kurier wies der Firmenchef und ausgebildete Feuerwehrmann auf die Brandfrüherkennungsanlage hin, die Schlimmeres verhindert habe. Wörtlich  sagte er: „Wenn wir nicht selbst so schnell die Brände erkennen würden, könnte es zu Katastrophen kommen“.

Länger zurück liegend, aber immer noch in lebhafter Erinnerung , ist der an den Großbrand vom November 2009, der laut Zollern-Alb-Kurier „viele Hundert Wehrleute aus dem gesamten Land über Tage auf Trab hielt“.

Zur Brandursache liegen noch keine Informationen vor. Ob das auslösende Moment im Nachgang gefunden werden kann, ist fraglich.

ZAK/SB/khg

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