Brancheninfo aktuell 62-03/2021

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150 150 Klaus Henning Glitza

REMEX erweitert Anlage in Singapur mit eigener Metallaufbereitung

 

Die zur REMONDIS-Gruppe gehörende REMEX GmbH (Düsseldorf) vermeldet die erfolgreiche Fertigstellung der neuen Metallaufbereitungsanlage in Singapur nach nur 16 Wochen Bauzeit.

Das Vorhaben mit einem Investitionsvolumen von rund drei Millionen Euro wurde nach Unternehmensangaben  trotz starker Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie fristgerecht umgesetzt.   „Strategisch unterstützt die aktuelle Investition unser Ziel, die Wertschöpfung aus Metallen, die in den eigenen Anlagen gewonnen werden, weiter zu erhöhen“, erläutert Michael Stoll, Geschäftsführer der REMEX GmbH.

In Singapur bereitet REMEX nach Eigenangaben  pro Jahr rund 520.000 Tonnen Rostasche aus den fünf Müllverbrennungsanlagen des Stadtstaates auf. Im Zuge der Aufbereitung werden Störstoffe entfernt und wertvolle Metalle zurückgewonnen, darunter auch Eisenmetalle, die aufgrund der hohen Feuchtigkeit der Asche mit mineralischen Anhaftungen verunreinigt sind.

Die jetzt installierte Metallaufbereitungsanlage mit einer Kapazität von 200 t pro Tag dient der Trocknung und Nachreinigung des Eisenschrotts. Sie befindet sich in einer neu errichteten Halle auf einem 4.000 Quadratmeter großen Gelände, das direkt an das Areal der aktuellen Ascheaufbereitungsanlage grenzt. Durch den Reinigungsprozess werden die mineralischen Anhaftungen zu großen Teilen entfernt. Damit werde die Qualität der Recyclingmetalle um ein Vielfaches gesteigert – mit entsprechendem Mehrwert für die anschließende Verwertung, so REMEX.

Abnehmer der gereinigten Eisenmetalle ist die REMEX Metal Processing Sdn. Bhd. in Malaysia, eine 50-prozentige Beteiligung der REMEX-Gesellschaft Singapur, die die Metalle nach weitergehender Klassifizierung an internationale Kunden aus der stahlverarbeitenden Industrie vermarktet.

Mit der eigenen Metallbehandlung und einer verbesserten Logistik erschließe die Unternehmensgruppe auch relevante Vorteile beim Klimaschutz, wird weiter mitgeteilt. Aufgrund der geringen Lagerkapazitäten musste der Eisenschrott für die Weiterverarbeitung bisher täglich von der singapurischen Anlage in Tuas in ein mehrere Kilometer entferntes Zwischenlager transportiert werden, was jetzt nicht mehr notwendig ist. „Zusätzlich wird durch die konsequente Nachbereitung und die Beseitigung der Anhaftungen das Gewicht der Metallfraktion um 35 Masseprozent verringert, was mit einer messbaren Verbesserung der CO2-Bilanz des Transports einhergeht“, teilt das Unternehmen mit. .

Die Realisierung erfolgte durch REMEX Minerals Singapore Pte. Ltd. zusammen mit dem technischen Planungsteam der REMEX GmbH aus Düsseldorf und der Eggersmann Anlagenbau GmbH.

Die REMEX GmbH mit Sitz in Düsseldorf ist spezialisiert auf Mineralstoffentsorgung und -recycling sowie Bodenbehandlung und Altlastensanierung, Bergversatz und Deponiebetrieb. Das Unternehmen zählt zu den größten Herstellern von Ersatzbaustoffen in Europa. International betreibt die Gruppe mehr als 60 Standorte. REMEX erzielt mit mehr als 800 Mitarbeitern ein Umsatzvolumen von rund 550 Millionen Euro.

AOn/rd

 

 

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