Brancheninfo aktuell 58-02/2021

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Mannheim setzt Zeichen: „Gemeinsam gegen Lebensmittelverschwendung“

 

 

Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz und Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch bei der Unterzeichnung, Foto: Stadt Mannheim/ Thomas Tröster

Unter dem Motto „Gemeinsam gegen Lebensmittelverschwendung“ hat Mannheims Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz am vergangenen Dienstag zusammen mit Friedlinde Gurr-Hirsch MdL, Staatssekretärin im Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg, den Kampf gegen diese Verschwendung noch einmal bestärkt. Das Stadtoberhaupt unterzeichnete eine gemeinsame Erklärung von Kommunen, Ministerium und Deutsch-Französischem Institut.

Ausgangspunkt war die Tagung „Grenzenlos nachhaltig – restelos essen“, zu der Anfang Oktober 2020 das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz und das Deutsch-Französische Institut Ludwigsburg (dif) Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunalpolitik, Verwaltung, Kirche sowie der Tafel nach Stuttgart eingeladen hatten. Dabei wurde thematisiert,  dass rund ein Drittel aller weltweit produzierter Lebensmittel jährlich auf dem Müll landet. Ein ökologisches und  ökonomisches Desaster zugleich.

„Die Erklärung reiht sich nahtlos in unser Leitbild ‚Mannheim 2030‘ ein, mit dem wir einen wichtigen Beitrag für eine nachhaltigere und gerechtere Welt leisten möchten“, erklärte Dr. Peter Kurz bei der Unterzeichnung.  Die Entwicklung von Strategien zur Vermeidung von Lebensmittelverschwendung auf kommunaler Ebene zu unterstützen, sei für Mannheim daher selbstverständlich.

„Die Landesregierung ist seit dem Jahr 2018 mit einem umfangreichen Maßnahmenplan zur Reduzierung von Lebensmittelverlusten deutschlandweit ein Vorreiter“, so das Statement von Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch MdL betonte:. Mit der Erklärung ‚Gemeinsam gegen Lebensmittelverschwendung‘ sei ein neuer und wichtiger Baustein geschaffen worden, „um bei diesem Thema die wertvolle Arbeit auf lokaler Ebene zu stärken und weiter voranzubringen.“

„Startpunkt einer globalen nachhaltigen Entwicklung sind die Kommunen“, so sieht es auch. Mannheims OB. Dabei spielten Ländergrenzen keine Rolle“, so Dr. Peter Kurz mit Blick auf Deutschland und Frankreich, wo die Bedeutung des Themas Lebensmittelverschwendung auf eine breite öffentliche Wahrnehmung stößt. Mit der Erklärung sollen nach seinen Worten  weitere Kommunen motiviert werden, in einen Dialog zu gemeinsamen Maßnahmen gegen die Lebensmittelverschwendung einzusteigen. „Nur gemeinsam können wir das Ziel einer nachhaltigen Lebensweise erreichen“, sagte der Oberbürgermeister.

Mit „Mannheim 2030“ hat die Quadratestadt  Mannheim Antworten auf die zentralen Fragen geliefert. Unter dem Motto „Tschüss Einweg, hallo Mehrweg“ wirbt das Team der örtlichen Klimaschutzagentur zum Beispiel für nachhaltige Mitnahmeboxen für Essen. Kürzlich wurde zusammen mit der Wirtschaftsförderung die Aktion „Take away-take a box“ gestartet und auch in den städtischen Kantinen umgesetzt .

Überdies klären Umweltbildungsformate der Klimaschutzagentur auf. So werden Ernährung/Konsum-Workshops bei den „Klimahelden“ in Schulen, ein Programm der Stadtverwaltung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter oder „klimafit“ Seminare mit der Abendakademie Mannheim angeboten.

Darüber hinaus tritt die Klimaschutzagentur Mannheim regelmäßig mit Alltagtipps gegen Lebensmittelverschwendung mit dem „Markt der Möglichkeiten“ auf Veranstaltungen auf und organisierte eine „Klimagourmet-Woche“. Social-Media Formate mit Kochtipps zur Resteküche runden das umfangreiche Angebot ab.

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