Brancheninfo aktuell 49-07/2021

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150 150 Klaus Henning Glitza

Überflutung: Entsorger und Anlagen unter Hochdruck

 

In den Hochwassergebieten arbeiten die Kolleginnen und Kollegen der Abfallbetriebe nach wie vor unter Hochdruck. Aber auch die Thermischen Abfallbehandlungsanlagen stehen angesichts des durch Hochwasser massenhaft entstandenen Sperrmüll vor einer gewaltigen Herausforderung, die sie in einzelnen Fällen  bis an die Grenzen der Kapazität bringt.

Dennoch garantieren laut Interessengemeinschaft der Thermischen Abfallbehandlungsanlagen in Deutschland. (ITAD) die Thermischen Abfallbehandlungsanlagen in der Region die Entsorgungssicherheit für die andienungspflichtigen Abfälle aus den Hochwassergebieten in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Bayern und Sachsen.  In diesen arbeiteten die in ITAD zusammengeschlossenen Anlagenbetreiber eng zusammen, um dem enormen Anfall von Abfall zu bewältigen. Denn besonders in den am stärksten betroffenen Regionen wie Erftstadt, Eifel und Ahrtal fiel auf  einen Schlag mehr an Sperrmüll an als sonst insgesamt an Abfall in einem gesamten Jahr entsteht.

In den Hochwassergebieten in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Bayern und Sachsen arbeiten die in ITAD zusammengeschlossenen Betreiber der Thermischen Abfallbehandlungsanlagen eng zusammen, um dem enormen Anfall von Abfall zu bewältigen. Denn besonders in den am stärksten betroffenen Regionen wie Erfstadt, Eifel und Ahrtal fällt jetzt auf einen Schlag mehr an Sperrmüll an als sonst insgesamt an Abfall in einem gesamten Jahr entsteht.

„Die Mitgliedsunternehmen tun alles, um diese riesige Herausforderung zu meistern“, erklärt ITAD-Geschäftsführer Carsten Spohn. Die gesamte Entsorgungsbranche arbeite eng zusammen, um die nötigen Kapazitäten für den Transport, die Sortierung und die thermische Behandlung zur Verfügung zu stellen.

„Die Absprachen innerhalb der betroffenen Regionen laufen“, so Spohn. „Im Fokus stehen dabei vor allem die Berge von Sperrmüll, die jetzt schon aus den überschwemmten und unter Wasser gesetzten Gebieten angeliefert werden und die in den kommenden Tagen und Wochen noch zu erwarten sind.“

Eine gute Kommunikation der Betreiber untereinander sei dabei laut ITAD  herausragend wichtig, „da thermische Abfallbehandlungsanlagen zusätzliche Abfallmengen nur im Rahmen der so genannten freien Kapazitäten entsorgen können“. „Die Anlagen seien jedoch seit  geraumer Zeit ohnehin durch kommunalen Siedlungsabfall aus den deutschen Haushalten und Gewerbeabfälle aus der Region sehr gut ausgelastet. „Umso schwieriger ist die Koordination der freien Kapazitäten“, sagt Spohn.

„Wenn jetzt der Hochwasser-Sperrmüll angeliefert wird, kann es beim Gewerbeabfall in Einzelfällen zu einer verzögerten Annahme kommen“, erklärt Spohn. „Wir bitten die produzierenden Unternehmen um Verständnis, wenn es kurzzeitig zu Engpässen kommen sollte. In dieser historisch einmaligen Situation müssen wir Flexibilität zeigen und alle Möglichkeiten nutzen, um die Behandlung des großen Aufkommens an Hochwasser-Sperrmüll sicher zu stellen.“

Über ITAD

Der Interessengemeinschaft der Thermischen Abfallbehandlungsanlagen in Deutschland (ITAD) gehören rund  80 Thermische Abfallbehandlungsanlagen (TAB) mit rund 92 Prozent der bundesdeutschen Behandlungskapazität an. Diese TAB verwerten mit fast 7.000 Mitarbeitern rund 24 Millionen Tonnen Abfälle, überwiegend aus Haushalten und Gewerbe.

CS/rd

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