Brancheninfo aktuell 46-03/2020

Brancheninfo aktuell 46-03/2020

150 150 Klaus Henning Glitza

Mitarbeiter griffen zum Handlöscher / Schwerverletztem musste Bein amputiert werden / Eindringlicher Appell der Rhein-Main-Deponie

 

Das beherzte Eingreifen von Mitarbeitern des kommunalen Unternehmens bonnorange AöR hat am gestrigen Morgen einen größeren Schaden verhindert.

Als die beiden Männer gegen 7.51 Uhr in Bonn-Auerberg Sperrmüll in den Müllpresswagen laden wollten, stellten sie eine Rauchentwicklung fest. Beim Öffnen des Laderaums schlugen ihnen Flammen entgegen. „Geistesgegenwärtig führte einer der Mitarbeiter eine Brandbekämpfung mit einem mitgeführten Feuerlöscher durch,  während sein Kollege sofort die Feuerwehr über den Notruf 112 alarmierte“, berichtet Manuel Schoenen von der Feuerwehr Bonn.

Minuten später waren eine Löscheinheit der Berufsfeuerwehr, ein Rettungswagen sowie der Führungsdienst der Feuerwache 1 vor Ort. Die Brandschützer löschten die verbliebenen Glutnester ab. Der im Wagen verbliebene Sperrmüll wurde durch die Mitarbeiter maschinell entladen, durch die Feuerwehr abgelöscht und mit einer Wärmebildkamera kontrolliert. Im Einsatz waren insgesamt 15 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwache 1, des Rettungsdienstes und des Einsatzführungsdienstes.

Aufgrund des vorbildlichen Verhaltens der beiden Mitarbeiter ist an dem Fahrzeug kein nennenswerter Sachschaden entstanden,  teilt  Jerome Lefèvre  von bonnorange auf EM-Anfrage mit- Das Abfallentsorgungsfahrzeug sei voll betriebsbereit.

FW/rd

***

Dem bei einem Arbeitsunfall auf dem REMONDIS-Betriebsgelände in Lünen  schwer verletzten Mitarbeiter einer Fremdfirma (EM berichtete) musste ein Bein amputiert worden.

Der derzeit in ein künstliches Koma versetzte Mann war bei Revisionsarbeiten im Kraftwerksbereich zwischen drei Walzen eines Schneckenförderers geraten, wie  die Ruhr-Nachrichten unter Berufung auf die Feuerwehr Lünen berichten.

RN/rd

***

Mit einem eindringlichen Appell richtet sich  die Rhein-Main Deponie GmbH (RMD) an ihre Wertstoffhof-Kunden in Wicker und Brandholz (Main-Taunus-Kreis, Hessen). Der Grund: Das Unternehmen möchte Mitarbeiter sowie Bürger vor möglichen Infektionen schützen und bittet deshalb Privatkunden darum, wirklich nur dringende und unaufschiebbare Abfälle – beispielsweise im Falle eines Umzuges – auf den Höfen zu entsorgen.

Nachdem die RMD ihre Wertstoffhöfe montags bis freitags für private Anlieferer schloss, zählten die Mitarbeiter in der vergangenen Woche täglich mehr als 100 gewerbliche Anlieferungen sowie rund zehn unvermeidbare Entsorgungen von Privatkunden. „Hier kommen wir an unsere Grenzen. Wenn der Andrang auf den Wertstoffhöfen wieder steigt, können wir unsere Sicherheitsmaßnahmen zur Vermeidung einer Coronavirus-Infektion nicht mehr gewährleisten. Uns bleibt dann nichts anderes übrig, als erneut drastische Maßnahmen zu ergreifen und die Lockerung und Ausnahmeregelungen aufzuheben“, sagt Heino von Winning, Geschäftsführer der RMD.

Zu den unaufschiebbaren Entsorgungsanliegen gehören beispielsweise ein bevorstehender Umzug und die zwingend notwendige Räumung der Wohnung oder des Hauses. Mieter, die keinen Keller zur Verfügung stehen haben oder Aussiedlerhöfe, die nicht an die kommunale Abfallentsorgung angebunden sind, haben ebenfalls die Möglichkeit ihre Abfälle nach telefonischer Absprache auf den Wertstoffhöfen zu entsorgen.

„Wir bitten unsere Kunden sich solidarisch zu zeigen und nur bei wirklich dringenden Entsorgungsanliegen bei uns anzurufen und gegebenenfalls einen Termin zu vereinbaren. Der Wandschrank, die Waschmaschine oder der Videorekorder sollen bitte erst einmal im Keller gelagert werden. Es macht uns keine Freude, Kunden an der Schranke abzuweisen“, erklärt von Winning.

Aufgrund der aktuellen Situation erhalten die Mitarbeiter der Wertstoffhöfe mittlerweile weit mehr als 80 Anrufe täglich; dies ist rund fünfmal so viel als in regulären Zeiten. Die RMD hält nach heutigem Stand ihre Dienstleistung – wenn auch eingeschränkt – aufrecht. Damit gewährleistet das Unternehmen eine grundsätzliche Entsorgungssicherheit. Informationen über den aktuellen Stand oder neueste Entwicklungen gibt es auf der Website unter www.deponiepark.de.

SSl/rd

Hinterlasse eine Antwort

Subscribe to our newsletter