Brancheninfo aktuell 42-09/2021

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150 150 Klaus Henning Glitza

Gefahrgut-Großeinsatz: Die Spur führte zum “stillen Örtchen” 

 

Gefahrgut-Großeinsatz von 130 Feuerwehrleuten in einem Wertstoffbetrieb in Verden/Aller (Niedersachsen), Max-Planck-Straße.  Ein Strahlenmessgerät hatte Alarm ausgelöst.  Doch die Ursache war eine unerwartete.

Wegen der angenommenen Gefährdungslage waren zahlreiche Wehrleute mit diversen Fahrzeugen vor Ort. Foto: Bomhoff/Kreisfeuerwehrverband Verden

Einem Mitarbeiter fuhr ein gehöriger Schreck  in die Glieder, als sein Messegerät eine erhöhte  und ständig ansteigende Strahlenbelastung anzeigte.Er ließ das Gerät im Gefahrenbereich liegen, brachte sich in Sicherheit und verständigte die Feuerwehr“, zitiert feuerwehrmagazin.de. Einsatzleiter Torben Voigt.

Mit Strahlenschutzanzügen gingen die Brandschützer an der Einsatzstelle vor. Foto; Bomhoff/Kreisfeierwehrverband Verden

Ebenso wie der Mitarbeiter gingen die Brandschützer vom Schlimmsten aus. Etwa 130 Kräfte unterschiedlicher Feuerwehren aus dem Landkreis Verden, Fachberater der Berufsfeuerwehr Bremen sowie Rettungsdienst. THW und Polizei rückten an. Unter Strahlenschutzkleidung  führten die Wehrleute Messungen an einem  Anhänger durch, in dem am Abend zuvor Müll angeliefert worden war. Negativ.-Der Rettungsdienst kümmerte sich derweil um fünf Menschen, die sich auf dem Gelände aufgehalten hatten. Auch hier gab es keinerlei ungewöhnliche Feststellungen.

Wie die weitere Suche ergab. war die tatsächliche Ursache einem zutiefst menschlichen Bedürfnis geschuldet. „Im weiteren Einsatzverlauf stellte sich heraus, dass ein Kunde der Firma am Morgen Kontrastmittel von seinem Arzt gespritzt bekam und dieses beim Toilettengang ausgeschieden hatte. Ein Mitarbeiter, der die Toilette im Anschluss nutze, stellte mit einem Strahlenmessgerät, welches er bei sich trug, eine erhöhte Strahlung fest. Der Mitarbeiter verließ umgehend die Örtlichkeiten und handelte genau richtig, indem er die Feuerwehr verständigte“, heißt es im Einsatzbericht der Kreisfeuerwehr Verden.

Da bei einem Einsatz mit strahlenden Stoffen äußerst vorsichtig vorgegangen werden muss, blieb die Max-Planck-Straße für die Dauer der Einsatzmaßnahmen von der Straße Borsteler Chaussee bis zur Einmündung Albert-Einstein-Ring rund zweieinhalb  Stunden gesperrt.

FW-V/fwmag/khg

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