Brancheninfo aktuell 40-05/2020

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150 150 Klaus Henning Glitza

Seenplatte: Streik geht weiter / Brand in Hünxe / In 17 Straßen kein Rückwärtsfahren mehr

 

Der Streik im Landkreis Mecklenburgische Seeplatte gegen die REMONDIS Seenplatte Logistik GmbH wird fortgesetzt. Dies teilt Frank Schischefski. Pressesprecher von ver.di-Nord in Kiel, auf EM-Anfrage mit.

Die Arbeitsniederlegungen werden nach seinen Angaben nadelstichmäßig verlaufen, Statt ganztägiger Streiks wird also punktuell gestreikt. So könne sich REMONDIS nicht auf die Arbeitsniederlegungen vorbereiten.

Wie gestern berichtet geht es der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft um eine faire Entlohnung der Beschäftigten. Bislang sind die REMONDIS-Entsorgungsmitarbeiter im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte absolutes Schusslicht in Mecklenburg-Vorpommern. Der Tariflohn liegt nach ver.di-Angaben gerade einmal 28 Cent über dem Mindestlohn in der Entsorgungsbranche, also nicht ein Euro darüber, wie zunächst aus anderer Quelle verlautete. Wer 15 Jahre bei REMONDIS Seeplatte Logistik beschäftigt ist, bekommt gerade einmal etwas über 12 Euro Stundenlohn. Es werde so lange gestreikt bis ein ausreichendes Angebot des Arbeitgebers vorgelegt werde, so Frank Schischefski. Aus Lünen, dem Hauptsitz von REMONDIS, sei bereits ein „Hintergrundrauschen“ zu vernehmen, ist zu hören. Im vergangenen Jahr richteten sich Streikmaßnahmen gegen das seinerzeitige Schlusslicht in Meck-Pomm. ALBA in Kavelstorf.

khg

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Wie jetzt bekannt wurde, ist es am vergangenen Sonnabend gegen 1:23 Uhr, kam es in einer Recycling-Firma auf der Lise-Meitner-Straße in Hünxe-Bucholtwelmen (Kreis Wesel, NRW). Lise-Meitner-Straße 1, zu einem Brand von dort abgelagertem Müll in einer Lagerhalle gekommen.

Nach Angaben der Kreispolizeibehörde Wesel. Zogen sich die Löscharbeiten der Feuerwehr bis in die frühen Morgenstunden hin. Personen kamen nicht zu Schaden. Es entstand Sachschaden in unbekannter Höhe. Die Kriminalpolizei wurde eingeschaltet. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an.

POL/rd

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17 Straßen in Freiburg im Breisgau wurden laut Badische Zeitung als „mit hohem Risiko“ für Rückwärtsfahrten eingestuft. Für die Anwohner jener Straßen bedeutet das im Regelfall: Die gewohnte Leerung der Tonnen vor der Haustür wird es künftig nicht mehr geben.

Trotz technischer Assistenzsysteme und größter Sorgfalt der Mitarbeiter der Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg (ASF) stelle jede Rückwärtsfahrt mit einem Großfahrzeug (…) ein Risiko dar, so die Badische Zeitung. Um die Gefahrenlage zu entschärfen, werden Sammelplätze ausgewiesen, Halte- und Parkverbotsflächen markiert oder bisher fehlende Wendemöglichkeiten geschaffen, so die Tageszeitung.

BZ/rd

 

 

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