Brancheninfo aktuell 39-11/2020

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Brancheninfo aktuell 39-11/2020 150 150 Klaus Henning Glitza

Im heimischen Badezimmer etwas für den Schutz des Klimas und der Umwelt tun- so geht es

 

Auch im eigenen Badezimmer können die Verbraucher viel zum Umwelt- und Klimaschutz beitragen. Darauf weist die gemeinsame Informationskampagne der deutschen Dualen Systeme,  „Mülltrennung wirkt“, hin.

„Indem Sie leere Cremetiegel und Co. richtig entsorgen, können Sie wertvolle Ressourcen sparen“. erläutert Axel Subklew, Sprecher der Kampagne. Das sei allerdings nur möglich, wenn Abfälle in der richtigen Tonne entsorgt werden: Verpackungen aus Kunststoff, Metall und Verbundstoff gehören vollständig entleert  in den Gelben Sack/die Gelbe Tonne.  Glasverpackungen (Flakons, Deoroller und Cremetiegel)  sind ebenfalls restentleert und nach Farben getrennt in den Glascontainern richtig aufgehoben. Und Verpackungen aus Papier, Pappe und Karton sind in der Papiersammlung am rechten Ort.

Auch leere Zahnpastatuben sowie Sprühdosen von Haarspray oder Deodorant können im Gelben Sack/in der Gelben Tonne entsorgt werden. Nicht komplett entleerte Spraydosen sollten Verbraucherinnen und Verbraucher jedoch zu einem Wertstoffhof bringen, da sie ansonsten bei Druck zu Verpuffungen und Bränden in der Abfalltonne oder der Sortieranlage führen könnten. Auch die Plastikdeckel von Tiegeln, Zahnpastatuben und anderen Verpackungen sind am besten getrennt von der Hauptverpackung zusammen im Gelben Sack/in der Gelben Tonne bzw. in der Wertstofftonne zu entsorgen. Nur so können die Sortieranlagen die verschiedenen Materialien trennen und den unterschiedlichen Recyclingströmen zuführen.

Umverpackungen aus unbeschichtetem Karton, wie sie manchmal bei Zahnpasta oder auch Shampoos vorhanden sind, gehören in die Papiersammlung. Dazu zählt beispielsweise auch die Pappe bei Zahnbürsten- oder Lippenpflege-Verpackungen. Der Kunststoffanteil dieser Verpackungen muss hingegen in den Gelben Sack/die Gelbe Tonne beziehungsweise je nach Region auch in die Wertstofftonne.

Zahnbürsten, obwohl Plastikgegenstände, haben im Gelben Sack oder der Gelbe Tonne nichts verloren. Dort kommen ausschließlich Verpackungen hinein, und zwar solche aus Kunststoff, Metall und Verbundstoff. Da Zahnbürsten keine Verpackungen sind, müssen sie in der Restmülltonne entsorgt werden.  In manchen Regionen gibt es aber auch die Wertstofftonne. Dort dürfen auch stoffgleiche Nichtverpackungen hinein, also zum Beispiel die Plastikzahnbürste oder Gegenstände aus Metall.

Papiertaschentücher und Wattepads gehören ebenfalls in die Restmülltonne. Aufgrund der Verunreinigung können sie nicht recycelt werden. Zerbrochene Badspiegel kommen in den Restmüll und nicht in den Glascontainer, da sie aus anderem Glas bestehen als Verpackungsglas und den geordneten Recyclingprozess verhindern können.

Im Grunde ist Mülltrennung ganz einfach: Alles, was Verpackung ist, außer Glas  und Papier/Pappe/Karton (PPK), gehört in die Gelbe Tonne, den Gelben Sack. Für alle Glasverpackungen  sind die Altglascontainer der richtige Ort. Farbige Verpackungsgläser, zum Beispiel blaue, die sich nicht in den drei Containerfarben widerspiegeln, sind in den Container für Grünglas richtig aufgehoben.  Denn Grün verträgt als Mischfarbe die meisten Fehlfarben im anschließenden Recyclingprozess. Für PPK stehen zahlreiche Papiercontainer zur Verfügung.

Die Kampagne „Mülltrennung wirkt“ wird von derzeit zehn privatwirtschaftlich organisierten Dualen Systemen organisiert und finanziert. Weitere Informationen: www.mülltrennung-wirkt.de.

HSch/rd

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