Brancheninfo aktuell 38-12/2020

Brancheninfo aktuell 38-12/2020

Brancheninfo aktuell 38-12/2020 150 150 Klaus Henning Glitza

DBS warnt: Sperrmüllabzocker sind wieder aktiv / Appell der AWM: Müll vermeiden oder gut trennen

 

Sperrmüllabzocke- und kein Ende. Trotz zahlreicher Warnungen treiben unseriöse Anbieter, die für Sperrmüllentsorgung  unangemessen teure Preise verlangen, unverdrossen ihr Unwesen. Aktuell warnt Die Bremer Stadtreinigung (DBS) vor diesen schwarzen Schafen.

Nach Eigenangaben registriert das kommunale Unternehmen derzeit vermehrt Beschwerden  von Kunden.  Stets stelle sich dabei  schnell heraus, dass die Kunden versehentlich private Dienstleister und nicht DBS mit der Sperrmüllentsorgung beauftragt haben. Auf dieses Versehen legen es die unseriösen Anbieter ganz offensichtlich an. Bei diversen Internet-Suchplattformen erscheint seit kurzem bei den Begriffen „Sperrmüll Bremen“ an erster Stelle eine Anzeige der Seite www.sperrmuell-bremen-recycling.com.

Bei der Beauftragung komme es nicht selten zu überhöhten und absprachewidrigen Abrechnungen durch diese Trittbrettfahrer, so DBS.  Es handele sich hierbei überwiegend um private Dienstleister, die ihre Internetseiten so geschickt gestalten, dass der Eindruck erweckt wird, es handle sich bei dem Anbieter tatsächlich um DBS. Telefonische oder per E-Mail abgegebene Angebote der privaten Dienstleister nennen zumeist einen Preis von 35 Euro pro Kubikmeter. Oft werden die hohen Preise mit Einschränkungen aufgrund von Corona begründet. §m Rahmen der Durchführung und Abrechnung vor Ort werden dann teilweise Bestandteile des Sperrmülls als Sondermüll deklariert und damit nur zu viel höheren Preisen mitgenommen“, so DBS-Pressesprecherin Antja von Horn.

Nach ihren Angaben wurden DBS Fälle aus anderen Städten wie Hamburg oder Erfurt bekannt, in denen es zu Forderungen von mehreren hundert oder sogar mehreren tausend Euro kam. Es werde darüber hinaus stets eine Barzahlung verlangt. Andere Zahlungsmethoden würden nicht akzeptiert. „Kunden, die kein oder nicht ausreichend Bargeld im Hause haben, werden gelegentlich auch genötigt, gemeinsam mit den Mitarbeitenden des Dienstleisters zum nächsten Geldautomaten zu fahren, um die Sperrmüllentsorgung unmittelbar bezahlen zu können“, so die DBS-Sprecherin.

DBS empfiehlt, eine Sperrmüllabholung nur direkt beim zuständigen Entsorgungsunternehmen zu bestellen. Mitarbeitende von DBS sind an der orangen Arbeitsschutzkleidung mit dem Logo „Die Bremer Stadtreinigung“ zu erkennen.

Jeder private Haushalt habe bei DBS einmal im Kalenderjahr kostenlos die Möglichkeit, Sperrmüll abholen zu lassen. Dieser Service ist bereits in der Abfallgebühr enthalten. Weitere Abholungen sind gegen Gebühr von 67 Euro pro Abfuhr möglich.

Das Unternehmen appelliert: „Bitte nutzen Sie zur Sperrmüllentsorgung weiterhin ausschließlich die Angebote von DBS. Sie erreichen uns telefonisch unter 0421 361-3611 oder per E-Mail: info@dbs.bremen.de. Alle Informationen rund um die Leistungen von DBS finden Sie ausschließlich auf der Webseite: www.die-bremer-stadtreinigung.de.“

AvH/rd

***

Bitte Müll nach Möglichkeit vermeiden oder gut trennen“. Dazu ruft der  Abfallwirtschaftsbetrieb München (AWM) angesichts der erfahrungsgemäß stark anwachsenden Abfallmengen über Weihnachten und Neujahr auf. „Schon jetzt ist die Müllsituation an unseren Wertstoffhöfen und bei der Müllabfuhr zum Teil sehr angespannt“, verdeutlicht Kristina Frank, Kommunalreferentin und 1. Werkleiterin des AWM.

Nach ihren Worten stapeln  an einigen Standplätzen  bereits Papiermüll und Kartonagen neben den Tonnen. Das bedeute für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen hohen Mehraufwand. Aufgrund des aktuellen Lockdowns könne sich die Situation noch verschärfen, da viele ihre Einkäufe und Geschenke online tätigen, so Kristina Frank weiter. Sie bittet deshalb alle Münchnerinnen und Münchner, „Abfälle möglichst zu vermeiden, Kartonagen zu zerkleinern und insbesondere nichts neben bereits überfüllte Standplätze zu stellen“. Damit werde den Müllwerkern und dem Personal an den Wertstoffhöfen geholfen.

Der AWM bittet die Münchner Bevölkerung außerdem, die Wertstoffhöfe zwischen Weihnachten und Neujahr nur für wirklich wichtige Entsorgungen anzufahren. Könnten die erforderlichen Abstände nicht gewährleistet werden, müsste der betroffene Wertstoffhof schließen. Der AWM: „Wer unbedingt zu einem Wertstoffhof fahren muss, soll vorher die Fahrt planen und seine Abfälle gut sortieren, um die Verweildauer auf dem Hof so kurz wie möglich zu halten. Kartonagen sollen sowohl an den Wertstoffhöfen als auch für die Entsorgung in der blauen Tonne unbedingt zerkleinert beziehungsweise flachgetreten werden.“

Falls über die Feiertage der Platz in der Restmülltonne knapp wird, bietet der AWM graue Müllsäcke mit einem Volumen von 70 Litern zu 6 Euro an. Die Müllsäcke sind an den Wertstoffhöfen (Bezahlung nur mit EC-Karte) erhältlich und können dann einfach neben die Restmülltonne gestellt werden.

EvTh/rd

Hinterlasse eine Antwort