Brancheninfo aktuell 37-05/2020

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150 150 Klaus Henning Glitza

Streik im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte hat heute begonnen

 

Die im Entsorgungsbereich Beschäftigten der REMONDIS Seenplatte Logistik GmbH sind am heutigen Dienstagmorgen in den Streik getreten. Vor die Betriebsstandorte Möllenhagen, Neustrelitz und Malchin sind Streikposten aufgezogen.

Der Nordkurier zitiert den bisherigen ver.di- Verhandlungsführers und jetzigen Streikleiters Mathias Bialuch mit der Aussage, dass REMONDIS nach vier Verhandlungsrunden kein verbessertes Angebot vorgelegt hätte. Im Raum ständen 1,2 Prozent Lohnerhöhung.

„Den Beschäftigten hilft kein Klatschen für Corona-Helden, sondern ein Lohn, von dem sie leben können”, so Bialuch laut Nordkurier. Fahrer verdienten monatlich zwischen 1700 und 2100 Euro brutto. Der Durchschnitt in Mecklenburg liege aber bei etwa 2500 Euro, im Bundesschnitt seien es sogar rund 3500 Euro. Die Beschäftigten von REMONDIS Seenplatte Logistik seien somit das Schlusslicht in einem ohnehin „lohngebremsten“ Bundesland. REMONDIS argumentiert dagegen mit den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise, die auch den Konzern treffen werde.

Die Arbeitsniederlegung wird sich auf den gesamten Landkreis Mecklenburgische Seenplatte auswirken. Bislang hat REMONDIS keine Verhandlungsbereitschaft signalisiert.

NK/rd

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