Brancheninfo aktuell 34-08/2019

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150 150 Klaus Henning Glitza

Veolia Wasser: Zwölf Millionen-Investment geplant /  REMONDIS will gelbe Tonnen stärker kontrollieren

 

Zirka zwölf Millionen Euro will die Veolia Wasser Deutschland GmbH in eine  Trocknungsanlage für Klärschlamm mit vorgeschalteter Biogasanlage in  Frohse (Ortsteil von Schönebeck an der Elbe, Sachsen-Anhalt)   investieren. Baustart dieses nach Veolia-Angaben einzigartigen Projektes  soll im nächsten Jahr sein. Derzeit ist das Bauvorhaben Thema in den städtischen Gremien.

Die Zahlen in Kürze: Jährlich sollen rund 46.000 Tonnen Lebensmittelabfälle mit voraussichtlich 21 Lastkraftwagen täglich angeliefert werden. „Die in der Biogasanlage gewonnene Energie werde genutzt, um den Klärschlamm der Kläranlage in Schönebeck sowie weiterer regionaler, kommunaler Kläranlagen in einer geschlossenen Anlage zu trocknen und ihn in einen hochwertigen Ersatzbrennstoff zu überführen (…), berichtet die Volksstimme.

Am Ende des Trocknungsprozesses sollen jährlich rund 10.600 Tonnen Klärschlammgranulat und feste Gärreste übrig bleiben (…). „ …hochwertiger umweltfreundlicher Ersatzbrennstoff, der qualitativ hinsichtlich seiner Brennbarkeit der Braunkohle entspricht und damit bestens in Kraft- und Zementwerken der Region verwertet werden kann”, wird Veolia-Niederlassungsleiter Sebastian Lösch zitiert.

Die Anlage soll neben der Kläranlage. Magdeburger Straße, errichtet werden, die laut Volksstimme bereits über die Tochtergesellschaft. Abwasserentsorgung Schönebeck GmbH (AbS) von Veolia betrieben wird.

VS/rd

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Die REMONDIS Mittelrhein GmbH  in Altenkirchen (Westerwald, Rheinland-Pfalz)  hat nach Angaben des Abfallwirtschaftsbetriebes  (AWB) Landkreis Altenkirchen angekündigt, die richtige Befüllung der gelben Tonnen in den nächsten Monaten wieder stärker zu prüfen.

Tonnen, die falsch befüllt sind, könnten von der Abfuhr ausgeschlossen werden. Weiterhin werde REMONDIS die Behältergrößen sowie die Anzahl der Behälter pro Haushalt beziehungsweise Grundstück überprüfen und mit den Belegungszahlen abgleichen. Hierdurch verspreche sich REMONDIS eine Reduzierung der Fehlbefüllungen in der gelben Tonne.

Laut AWB erklärt Markus Böhmer, Niederlassungsleiter der REMONDIS Mittelrhein, dass die Kontrollen der gelben Tonnen mit Augenmaß vorgenommen werden. Bei der Überprüfung geht es ausschließlich um offensichtliche Fehlwürfe. In manchen Tonnen werden sogar große Mengen Essensreste, Papier und auch Baustoffe gefunden.

Im bundesweiten Vergleich liegt laut AWB der Anteil der Verpackungen im Landkreis Altenkirchen mit fast 45 Kilogramm pro Einwohner und Jahr im oberen Bereich. Im Bundesdurchschnitt sind 29 bis-30 Kilogramm normal. Grund sind die sogenannten stoffgleichen Nichtverpackungen und auch Restabfälle, die mit in der gelben Tonne landen. Das verursacht Mehrkosten im Dualen System.

AW/rd

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