Brancheninfo aktuell 31-08/2019

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Brancheninfo aktuell 31-08/2019 150 150 Klaus Henning Glitza

bvse: Investitionsfreudige Branche mit ermutigenden Zahlen / Positives Ergebnis der aha-Zufriedenheitumfrage

 

Aktuelle Zahlen  des Statistischen Bundesamtes, denen zufolge  2017 die Investitionen im Bereich Abfallwirtschaft im Vergleich zu 2016 um 5,8 Prozent gestiegen sind, hat Eric Rehbock, Hauptgeschäftsführer des bvse-Bundesverbandes Sekundärrohstoffe und Entsorgung, als ermutigend bezeichnet.

Nach Auffassung des bvse zeigen diese neuesten Daten des Statistischen Bundesamtes, dass die Recycling- und Entsorgungsbranche „sich nicht vornehm zurückhält, sondern ins Risiko geht und investiert“.  Laut Statistischem Bundesamt haben Unternehmen mit dem wirtschaftlichen Schwerpunkt Sammlung, Behandlung und Beseitigung von Abfällen sowie Rückgewinnen im Jahr 2017 1,2 Milliarden Euro investiert. Das entspricht einem Anteil von 14,8 Prozent an den gesamten Umweltschutzinvestitionen der Deutschen Wirtschaft und eine Steigerung gegenüber 2016 um 4,5 Prozent. “Allerdings sei auch klar, dass die Recyclingkapazitäten angesichts der deutlich erhöhten Recyclingquoten, der Exportbeschränkungen und des steigenden Abfallaufkommens trotzdem bei weitem nicht ausreichen werden, so der bvse.

“Wir brauchen einen kräftigen Investitionsschub. Deshalb plädieren wir für steuerliche, mittelstandsfreundliche Investitionsanreize, damit die vorhandenen Recyclingkapazitäten zeitnah modernisiert und deutlich ausgebaut werden können”, forderte Rehbock.

 Außerdem setzt sich der bvse nach Eigenangaben dafür ein, den Unternehmen, die statt Neuware Recyclingprodukte einsetzen, die damit verbundene CO2-Einsparung zu vergüten, um die Nachfrage nach Recyclingprodukten deutlich zu steigern. Rehbock: „Wir brauchen angesichts der sich deutlich abkühlenden Konjunktur ein wirksames Anreizsystem, um die ökologischen Ziele mit den ökonomischen Realitäten in Einklang zu bringen.“

JL/rd

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Bei einer repräsentativen Umfrage unter 1.000 Kundinnen und Kunden hat sich die Abfallwirtschaft Region Hannover (aha)  allen Zufriedenheitskategorien deutlich verbessert. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage unter 1.000 Kundinnen und Kunden, die das kommunale Unternehmen jüngst  in Auftrag gegeben hat.

In der aktuellen Umfrage wird aha nach Eigenangaben vor allem Zuverlässigkeit und Serviceorientierung attestiert. 94 Prozent der Bürgerinnen und Bürger in Stadt und Umland der Region Hannover seien sehr oder eher zufrieden mit aha. Im Jahr 2017 waren es noch 85 Prozent. „Die große Mehrheit der Befragten ist mit aha zufrieden“, freut sich aha-Geschäftsführer Thomas Schwarz.

„Auch im kommunalen Vergleich liegt aha in vielen Kategorien über dem Durchschnitt, etwa bei Freundlichkeit der Beschäftigten oder dem Erscheinungsbild der Müllwerker“, betont Schwarz. Die Zufriedenheit mit dem telefonischen Kontakt zu aha ist im Vergleich zu früheren Befragungen deutlich gestiegen und übertrifft auch die kommunalen Vergleichswerte. Hier wird von den Befragten vor allem die Freundlichkeit der Beschäftigten, ihre Kompetenz, die Erreichbarkeit und die Erledigung des Anliegens gelobt.

Auch die Gebührenzufriedenheit ist laut aha  kontinuierlich gestiegen, ebenso die Zufriedenheit mit der Entsorgung. Dazu gehört die Abfuhr der Müllbehälter, aber auch die kostenfreie Abholung von Altpapier und Sperrmüll wurde gelobt, ebenso der Service durch 21 Wertstoffhöfe in der Region Hannover. Trotz der medialen Diskussion um die Gebühren konnten die Werte der letzten Befragung gehalten oder sogar verbessert werden. „Die Reaktion der Befragten zeigt deutlich, dass es eine richtige Entscheidung war, durch vergleichsweise höhere Gebühren viele entgeltfreie Serviceleistungen anbieten zu können“, so Schwarz.

aha ließ auch nach dem Bekanntheitsgrad des umweltfreundlichen Pfandbechers „Hannoccino“ fragen, von dem bereits rund 100.000 Exemplare im Umlauf sind. Während er der älteren Generation kaum bekannt ist, kennen ihn zwei Drittel der 18 bis 24-Jährigen. „Ursache dafür dürfte auch der Umstand sein, dass bei älteren Menschen Coffee-to-go kaum Anklang findet“, so Schwarz.

Die diesjährige Kundenumfrage, die von dem unabhängigen Marktforschungsinstitut LQM aus Mainz durchgeführt wurde, ist nach der gleichen Systematik wie die vorausgegangenen Befragungen aufgebaut. Der Befragungsinhalt war angelehnt an Fragen, die der Verband der Kommunalen Unternehmen (VKU) seit mehreren Jahren bundesweit einsetzt. Zusätzlich wurden aha-relevante Fragestellungen berücksichtigt. Hiermit wurde ein kommunales Benchmarking sichergestellt sowie der Vergleich mit anderen Landkreisen und Städten ermöglicht. aha führt seit 2004 regelmäßig Kundenbefragungen durch. Die letzte Befragung fand im Jahr 2017 statt.

HH/rd

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