Brancheninfo aktuell 31-05/2020

Brancheninfo aktuell 31-05/2020

150 150 Klaus Henning Glitza

Wieder kam es in Deutschland und Österreich zu zahlreichen Bränden

 

Wieder ist es in Deutschland und Österreich zu mehreren Bränden gekommen, von denen Entsorgungsanlagen und Müllfahrzeuge betroffen waren. In einem Fall steht fahrlässige Brandstiftung im Raum. Außerdem blieb ein Müllfahrzeug in einem Tunnel hängen.

 In der Nacht zu Montag, 18. Mai, ist gegen 5 Uhr im Berliner Stadtteil Köpenick ein Abfallentsorgungsfahrzeug der Berliner Stadtreinigung (BSR) in Flammen aufgegangen. Durch das Feuer kamen vier weitere Autos und mehrere Bäume zu Schaden. Verletzt wurde niemand. Die Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Brandstiftung. Ob das Feuer in Zusammenhang mit weiteren Bränden im näheren und ferneren Umkreis steht, ist ungewiss. In Berlin kommt es immer wieder zu Brandstiftungen, die sich gegen Fahrzeuge richten.

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Aus bislang ungeklärter Ursache hat die Ladung eines Entsorgungsfahrzeuges der Mülheimer Entsorgungsgesellschaft (MEG) am Montag, 18. Mai, gegen 13.10 Uhr Feuer gefangen.

Die Feuerwehr eskortierte das Fahrzeug zum MEG-Betriebsgelände, wo die Ladung abgekippt werden sollte. Dies funktionierte aber nicht, da die Hydraulik vermutlich durch Brandeinwirkung ausgefallen war. Auch der Versuch, den Brand durch eine zweite, kleinere Öffnung zu löschen, scheiterte, weil die Ladung stark gepresst war.

Wie die Feuerwehr Mülheim an der Ruhr (NRW) dazu mitteilt, wurde daraufhin von der Feuerwehr Gladbeck ein Cobra Löschsystem angefordert. „Dieses System arbeitet mit einem Druck von 300 bar. Dem aus einer Löschlanze austretenden Hochdruckstrahl wird ein Abrasiv (Eisenoxid) beigegeben. So können viele Materialien durchtrennt werden. Nach einem Abstand zerfällt der Strahl in eine Wassertröpfchenwolke. Damit setzt dann die Löschwirkung ein“, berichtet die Feuerwehr. Nach der Schaffung von zwei Öffnungen in den Müllwagen wurde über zwei Löschlanzen weiter Wasser in den Müllraum gebracht.

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Im Freien gelagerter Müll ging in Wertstoff- und Recyclingcenter in Pforzen (Regierungsbezirk Schwaben, Bayern) am vergangenen Montag aus unbekannter Ursache in Flammen auf.

Beim Versuch, das Feuer selbst zu löschen, zogen sich mehrere Mitarbeiter Rauchgasvergiftungen zu. Zwei von ihnen wurden vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht.

Wie allgäu online berichtet, wird derzeit davon ausgegangen, dass sich die Abfälle im Inneren des Berges wegen Feuchtigkeit und Hitzeentwicklung selbst entzündeten. Im Einsatz waren die Feuerwehren Pforzen und Neugablonz mit insgesamt fünf Einsatzfahrzeugen, sowie das BRK mit zwei Rettungs- und einem Notarztfahrzeug.

Sachschaden entstand nicht. Die Wehrleute löschten den Brand, bevor die Flammen auf eine nahegelegene Halle übergreifen konnten.

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In Thomasberg (Bezirk Neunkirchen, Niederösterreich) ist es am vergangenen Dienstag kurz vor 14 Uhr zum Brand eines Entsorgungsfahrzeugs gekommen.

Als die ersten Kräfte vor Ort eintrafen, stand der hintere Teil des Lkw bereits im Vollbrand. Auch in diesem Fall ließ sich die Heckklappe nicht mehr öffnen, Das Fahrzeug wurde zum Lagerplatz der Gemeinde Thomasberg geleitet und dort gelöscht. Die Feuerwehren Edlitz und Kienegg waren im fast vierstündigen Einsatz. Verletzt wurde niemand.

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Am Mittwoch, 20. Mai, sind gegen 20.45 Uhr auf dem Betriebsgelände des Entsorgungsunternehmens Oblinger in Mailing (Stadtteil von Ingolstadt, Bayern) laut Polizei im Freien gelagerte Recyclingstoffe in Brand geraten.

45 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren Mailing, Ingolstadt-Stadtmitte und der Berufsfeuerwehr, die von Betriebsangehörigen mit einem Bagger unterstützt wurden, bekamen das Feuer in kürzester Zeit unter Kontrolle. Sachschaden entstand nach Polizeiangaben nicht. Die Brandursache ist ungeklärt.

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Ein Abfallentsorgungsfahrzeug ist am vergangenen Mittwoch gegen 9.45 Uhr in der Nordröhre des Tunnels der Ortsumgehung Schwetzingen (B 535, nordöstliches Baden-Württemberg) in Fahrtrichtung Mannheim hängen geblieben. Dabei wurden nach Polizeiangaben knapp 100 Meter der Tunneldecke beschädigt. Außerdem fiel ein Teil der Ladung auf die Fahrbahn. Aus Sicherheitsgründen mussten beide Spuren der Nordröhre gesperrt werden.

nic/khg

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