Brancheninfo aktuell 31-03/2020

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150 150 Klaus Henning Glitza

 

Müllwerkern helfen: Appell der AWB Köln / Buhck-Gruppe rät zu kontaktfreien Wegen

 

Ein Müllwerker kann nicht im Home Office arbeiten,  die Entleerung der Restmüll- und Wertstofftonnen kann nur personalintensiv vor Ort erfolgen. Mit diesen Worten haben die AWB-Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH  in Köln die Bürger gebeten, die rund  650 Mitarbeiter, die für die Abfallentsorgung in der Millionenstadt im Einsatz sind, bei ihrer derzeit besonders herausfordernden Arbeit zu unterstützen. Dies gilt selbstredend für alle deutschen Städte und Gemeinden.

Der Appell der AWB:

  • Keine unnötigen Entrümpelungen: Da viele Menschen gerade zu Hause sind, nutzen sie die Zeit, um zu entrümpeln. Die Wertstoff-Center verzeichnen daher ein verstärktes Besucheraufkommen. So nachvollziehbar es ist, die Zeit für einen Frühjahrsputz zu nutzen, bittet die AWB, diese Arbeiten und die Entsorgung der anfallenden Abfälle wie Sperrmüll oder Grünschnitt auf einen späteren Zeitpunkt zu verlagern. Abfälle dürfen nicht im öffentlichen Straßenraum zum Beispiel vor den Wertstoff-Centern abgelagert werden.
  • Nichts unachtsam auf die Straße werfen: All das, was auf der Straße landet, muss von den Mitarbeitern der AWB eingesammelt werden. Diese personellen Ressourcen fehlen an anderen Stellen.
  • Abfallvermeidung; Es ist davon auszugehen, dass die Abfallmengen, die in Haushalten anfallen, durch die momentanen Verhaltensänderungen (zu Hause essen und Online-Bestellungen, die in der Regel abfallintensiver sind) zunehmen werden. Daher werden die Kölnerinnen und Kölner gebeten, Abfall zu vermeiden, wo es geht.
  • Volumen sparen, dazu gehört: Abfälle zusammenfalten, also beispielsweise Tetrapacks, Verpackungen und Kartons
  • Die Abfälle so entsorgen, dass möglichst wenige verderbliche Speisereste darin sind. Das hat zur Folge, dass – auch bei vorrübergehenden Einschränkungen der Entsorgung – die Abfälle länger lagern können, bevor sie anfangen zu stinken und unhygienisch werden.
  • Das Übertragungsrisiko über den Abfall aus Haushalten ist nach bisherigem Wissensstand als gering einzustufen. Sofern nicht andere Erkenntnisse vorliegen, gilt für den Abfall aus Haushalten von erkrankten, infizierten und in Quarantäne befindlichen Personen, vorbeugend auch ganz allgemein: Hygieneabfälle wie Taschentücher gehören nicht in den Papier- oder Biomüll, sondern in den Restmüll. Diese Abfälle in eine Plastiktüte geben und möglichst zuknoten, bevor sie in den Restmüll geworfen wird.
  • Müll soll nicht neben die Tonnen gestellt werden, insbesondere kein verderblicher und

„Oberste Priorität der AWB in Zeiten einer Corona-Pandemie ist es, die Abfallentsorgung in Köln mit ausreichend Personal aufrechtzuerhalten“ teilt mit.  Die AWB kann zudem zukünftig nicht ausschließen, dass bestimmte Services wie die Abholung von Sperrmüll oder Grünschnitt bei Bedarf zeitweilig ausgesetzt und die beiden Wertstoff-Center geschlossen werden. Auch die Straßenreinigung würde dann reduziert, um die Belegschaft für die prioritären Maßnahmen bereitzuhalten. Daher kann es zu Einschränkungen der Reinigungsleistungen kommen.

AW/rd

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Viele Menschen nutzen die aktuelle Situation, um zuhause oder im Garten mal so richtig klar Schiff zu machen. In der Freizeit den Keller ausmisten, Blumenbeete bepflanzen, Hecken und Sträucher zurückschneiden – so lässt sich wirklich das Beste aus der derzeitigen Lage und der dringend gebotenen Reduktion von sozialen Kontakten machen. Dies führt allerdings bereits zu einigen Problemen: Neben Baumärkten waren auch viele Recyclinghöfe in der vergangenen Woche überfüllt. Kontaktvermeidung und Abstand zu anderen Menschen ist so leider nicht möglich.

Die Situation hat sich sogar so zugespitzt, dass viele Recyclinghöfe bereits schließen mussten, da sie ihre Mitarbeiter und Kunden sonst nicht adäquat schützen könnten. So kam es am Mittwoch zur Schließung der 13 AWSH Recyclinghöfe in Schleswig-Holstein für Privatkunden. Auch die Buhck GmbH und Co. KG in Wiershop bei Geesthacht und die Firma Willi Damm in Grambek, beides Unternehmen der Buhck Gruppe, mussten den Publikumsverkehr in ihrem Abfallwirtschaftszentrum einschränken. Die Betreiber möchten eine weitere Verbreitung des Coronavirus durch vermeidbare Kontakte auf dem Gelände verhindern.

Die Recyclinghöfe in Hamburg, wie die BAR Buhck Abfallverwertung und Recycling GmbH & Co. KG, können das Angebot für Privatkunden unter Einhaltung strenger Sicherheitsvorkehrungen bisher aufrechterhalten und nehmen weiterhin Anlieferungen von Privatkunden entgegen. Auf die Entsorgung von Haus- und Gartenabfällen sowie den Kauf von Gartenbaustoffen müssen Verbraucher dennoch nicht verzichten. Buhck empfiehlt in der derzeitigen Situation auf digitale – und somit komplett kontaktfreie – Wege zu setzen und verstärkt die Online-Bestellung zu nutzen. Ob ein Container mit Gartenerde geliefert werden soll, Kies für die Anlage neuer Wege benötigt wird oder Grünschnitt aus dem Garten entsorgt werden soll – dies alles lässt sich problemlos online beauftragen. Big Bags oder Container werden einfach zum vereinbarten Termin an den vereinbarten Ort gestellt und dort nach Befüllung auch wieder abgeholt. Das Unternehmen Buhck betreibt einen Online-Shop unter www.buhck.de und ermuntert die Kunden, diesen Weg in der aktuellen Situation verstärkt zu nutzen. Auf diese Weise können Verbraucher die Zeit positiv nutzen für Haus und Garten und eine weitere Verbreitung des Coronavirus durch vermeidbare Kontakte in diesem Zusammenhang kann dennoch unterbunden werden.

Die Buhck Gruppe (32 Unternehmen. rund 900 Mitarbeitern, Umsatz  2019 über 135 Millionen Euro) ist einer der größten Umweltdienstleister in Norddeutschland. Die Brüder Dr. Henner Buhck und Thomas Buhck leiten das 1899 in Hamburg-Bergedorf gegründete Familienunternehmen bereits in der vierten Generation.

UR/rd

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