Brancheninfo aktuell 30-07/2020

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Brancheninfo aktuell 30-07/2020 150 150 Klaus Henning Glitza

 

 

In der Stadt Düsseldorf: Verwarngelder für Müllsünder wurden nach oben korrigiert

 

Düsseldorf, das weiß man, ist kein billiges Pflaster. Das gilt seit dem 13. Juli auch für das achtlose Wegwerfen von Zigarettenstummeln. Mussten erwischte Müllsünder bislang zehn Euro berappen, sind es aktuell 50 Euro. Ein Verwarngeld, das schon eher abschreckend als ist ein Zehner, für den es noch nicht einmal eine Maxipackung Glimmstängel gibt,

Auch bei anderen Umweltsünden schnellte die Preise nach oben.  Wer Aschenbecher im Rinnstein entleert, eine Unsitte von Autofahrern, wird mit 75 Euro (bisher 35 Euro) zur Kasse gebeten. Obst-, Essensreste, Kaugummi, Dosen, Flaschen, Tetra-Packs, Abfall wie Pommes tüten, Pizzakartons oder ähnliches wegwerfen, macht mit jetzt 50 Euro (statt bisher 20 Euro) die Portemonnaies merklich leichter. 100 Euro (bisher 75 Euro) muss zahlen, wer die Häufchen von Hunden liegen lässt oder nicht ordnungsgemäß entsorgt. Und ebenfalls einen „Hunni“ (bisher 75 Euro) muss hinblättern, wer Hausmüll in oder an öffentlichen Abfalleimern entsorgt.

Die Anpassung war überfällig, denn die Verwarngelder waren seit August 2003 nicht mehr erhöht worden. Der Katalog „zur Ahndung von nicht beseitigten Verunreinigungen auf Straßen, Wegen, Plätzen und in Anlagen“, wie es in bestem Amtsdeutsch heißt, wurde übrigens ohne Ratsbeschluss geändert. Dies könne von der Verwaltung so angeordnet werden, ohne dass es eines Votums des Stadtparlamentes bedarf, heißt es aus dem Düsseldorfer Rathaus.

khg

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