Brancheninfo aktuell 30-06/2022

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150 150 Klaus Henning Glitza

bvse-Fachverband: Fernseh-Doku-  ein „journalistisches Armutszeugnis“

 

Als „journalistisches Armutszeugnis“ hat der bvse-Fachverband Kunststoffrecycling die jüngst ausgestrahlte ARD-Dokumentation „Die Recyclinglüge“ bezeichnet

„Keine Frage, von einer Kreislaufwirtschaft sind wir im Kunststoffbereich noch ein gutes Stück entfernt. Keine Frage, wir könnten schon viel weiter sein“, heißt es in einem Statement des Fachverbandes. „Auch wir kritisieren, dass es immer noch Unternehmen und Verbände gibt, die mehr auf Greenwashing setzen, als sich für gute Recyclinglösungen einzusetzen. Sie richten damit einen enormen Schaden an.

Richtig sei aber auch, „dass wir in Deutschland große Fortschritte gemacht haben und wir inzwischen auf einem erfolgversprechenden Weg sind. Richtig ist auch, dass sich inzwischen auch die Europäische Union mit dem Green Deal auf den Weg gemacht hat.“ Dass es der Fernsehbeitrag “Die Recyclinglüge” nicht geschafft habe, diese positiven und messbaren Erfolge auch nur zu erwähnen, sei ein journalistisches Armutszeugnis

Eine Welt ohne Kunststoff sei eine Illusion, so der Fachverband weiter. Kunststoffprodukte würden  in jedem Lebensbereich benötigt, ob Verpackungen oder Computer. In der Medizin, in Industrie oder Handwerk. „Ohne Kunststoffe wäre übrigens auch keine Fernsehproduktion möglich. Ohne Kunststoffe ist unser modernes Leben nicht mehr denkbar. Da jedes Produkt, früher oder später, nicht mehr benutzt werden kann, wäre es fahrlässig und dumm, auf das Recycling von Kunststoffen zu verzichten.“

„Recycling ist alternativlos und die Transformation von einer linearen Wirtschaft zu einer Kreislaufwirtschaft ist möglich und sinnvoll“, verdeutlicht der Fachverband. Und appelliert: „Hersteller, Handel, die Recyclingbranche und auch die Politik sind hier in erster Linie gefordert, aber auch die Bürgerinnen und Bürger. Das ist nicht einfach! Es ist sogar beschwerlich und anstrengend. Es wäre aber falsch aufzugeben. Es lohnt sich, diesen Weg zu gehen!“

BV/rd

 

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