Brancheninfo aktuell 18-11/2018

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150 150 Klaus Henning Glitza

Aktionswoche Abfallvermeidung  wurde gestartet / Otto Dörner übernimmt  Recycling Service

 

Die Europäische Woche der Abfallvermeidung ist unter dem Motto „Bewusst konsumieren und richtig entsorgen“ am vergangenen Sonnabend gestartet worden. Nach Mitteilung des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU), der diese Woche zum fünften Male koordiniert,  liegt der  Fokus liegt in diesem Jahr  auf gefährlichen Abfällen. Im Brennpunkt steht dabei die Frage, wie es gelingt, Herstellung und Konsum umweltgerechter zu gestalten, damit diese Abfälle gar nicht erst entstehen. Knapp 450 Aktionen finden in ganz Deutschland vom 17. bis zum 25. November statt.

Nach VKU-Angaben wurden in Deutschland 2016 zwei Millionen Tonnen Elektro- und Elektronikgeräte gekauft. Neben wertvollen Metallen enthielten Elektrogeräte oft auch Schadstoffe wie Quecksilber, Fluorchlorkohlenwasserstoffe oder polybromierte Flammschutzmittel. Gleiches gelte für Batterien, die giftige Schwermetalle wie Quecksilber, Cadmium oder Blei enthalten können.

Dazu VKU-Vizepräsident Hasenkamp: „Hersteller müssen Geräte umweltschonend, langlebig und reparierbar produzieren. Die europäische Ökodesignrichtlinie zum Beispiel bietet dafür eine gute Basis.“

Auch die Entsorgung müsse an die neuen Herausforderungen angepasst werden: „Die kommunalen Abfallwirtschaftsbetriebe sind für die Bürgerinnen und Bürger die ersten Ansprechpartner für die Entsorgung von Elektroschrott. Der Handel nimmt hingegen seine Rücknahmepflicht nur stiefmütterlich wahr und ihm fehlt die erforderliche Entsorgungskompetenz. Auch die Kommunen müssen allerdings mit ihren Sammelstrukturen dichter an die Bürger heranrücken, um die ehrgeizigen Sammelquoten ab dem nächsten Jahr zu erfüllen. Dafür können Depotcontainer im öffentlichen Straßenraum eine gute Lösung sein, die allerdings derzeit durch das Gefahrgutrecht zu stark reglementiert werden. Zudem unterstützen die Kommunen das neue Sammelstellenlogo, das vor wenigen Tagen der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Die Sammelstellen für alte Elektrogeräte und Batterien sollen einheitlich und flächendeckend gekennzeichnet werden.“

Ebenfalls eine wichtige Aufgabe: Der Export von E-Schrott ins außereuropäische Ausland muss verringert werden. Hasenkamp: „Es darf nicht sein, dass E-Schrott aus Deutschland in Ghana auf der Müllkippe endet, wo Menschen unter äußerst gesundheits- und umweltschädlichen Bedingungen unseren Schrott auseinandernehmen müssen.“

„Bewusst konsumieren und richtig entsorgen“ sei ein eher unbequemes Motto, macht VKU-Vizepräsident Patrick Hasenkamp in diesem Zusammenhang deutlich.  „Aber wir müssen darüber sprechen – insbesondere über den steigenden Konsum von Elektroartikeln und der damit einhergehenden Wegwerfmentalität.“

Europaweit findet die Abfallvermeidungswoche jährlich in über 30 Ländern mit vielen Tausenden Aktionen und Projekten in der letzten Novemberwoche statt. Ihr Fokus: praktische Wege aus der Wegwerfgesellschaft aufzeigen. Die Aktionswoche lebt von lokalen Aktionen zur Abfallvermeidung: von Vereinen, Behörden, Bildungs- und Kultureinrichtungen, Unternehmen und Privatpersonen. Alle Aktiven und Projekte präsentieren sich auf der Website www.wochederabfallvermeidung.de/aktionskarte.

p/rd

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OTTO DÖRNER hat rückwirkend zum 1. Januar 2018 die Feddersen & Starke Recycling Service GmbH & Co. KG aus Henstedt-Ulzburg erworben. Die Übernahme umfasst nach Unternehmensangaben sämtliche Aktivitäten, ein Grundstück und das Anlagevermögen. “Mit dem Erwerb will OTTO DÖRNER in Hamburg und Schleswig-Holstein seine Entsorgungsaktivitäten im gewerblichen Bereich weiter ausbauen”, heißt es in einer Pressemitteilung.
Die Feddersen & Starke Recycling Service GmbH & Co. KG passe nicht zuletzt aufgrund der gemeinsamen Philosophie als mittelständische Familienunternehmen optimal zu OTTO DÖRNER, wird betont. “Feddersen & Starke ist in verschiedenen Sparten der Kreislaufwirtschaft hauptsächlich im Großraum Hamburg tätig. Das Unternehmen sammelt und verwertet gewerbliche Abfälle, Altholz, Bauschutt und Papier und betreibt darüber hinaus einen Containerdienst. Diese Aktivitäten leistet Feddersen & Starke mit ca. 15 Mitarbeitern und 6 Fahrzeugen. OTTO DÖRNER wird sämtliche Mitarbeiter übernehmen und den Fahrzeugpark analog zum Unternehmenswachstum nach Bedarf weiter ausbauen”, ist der Pressemitteilung zu entnehmen,

Feddersen & Starke biete sich als gesundes mittelständisches Recyclingunternehmen mit optimaler Lage und umfangreicher regionaler Expertise in der Gewerbeentsorgung als der ideale Partner an, um die Aktivitäten von OTTO DÖRNER im Großraum Hamburg weiter zu entwickeln. Um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten, wird  Dieter Starke für mindestens zwei Jahre als Geschäftsführer weiter für das Unternehmen tätig sein.

il/rd

 

 

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