Brancheninfo aktuell 29-05/2020

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150 150 Klaus Henning Glitza

WarenTauschTag abgesagt / Akkus als Brandursache? / Bioabfall: Masse mit Klasse

 

Aufgrund der aktuellen Corona-Krise und der weiterhin bestehenden Beschränkungen zum Gesundheitsschutz kann der für den 29./30. Mai geplante WarenTauschTag nicht durchgeführt werden.

Dies teilen die Entsorgungs-Betriebe der Stadt Ulm (EBU) mit. Aktuelle Informationen zu den später im Jahr terminierten WarenTauschTagen werden zeitnah über die Presse und EM bekannt gegeben.

EB/rd

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Die angesichts der Brand- und Löschwasserschäden stark erschwerten polizeilichen Ermittlungen zur Ursache des Großbrandes auf dem Gelände des Entsorgungsfachbetriebes Plömacher in Wiefelstede/Metjendorf sind nach Angaben des Polizeikommissariats Westerstede abgeschlossen.

Der Polizeimeldung zufolge wurde der Brand mit hoher Wahrscheinlichkeit „durch die unsachgemäße Beifügung von Akkus in die Entsorgung/Verwertung von Altpapier in einer der Hallen des Betriebes ausgelöst“. Ein Fremdverschulden könne ausgeschlossen werden.

Wie berichtet, war am Mittwoch, 6. Mai, der vordere Teil einer 1.600 Quadratmeter großen Lagerhalle, in der Altpapier-Pressballen gelagert waren, in Brand geraten. Neben dem Gebäude nahmen nach Feuerwehrangaben auch noch Autos, Radlader und Bagger zum Teil erheblichen Schaden. Bei dem größten Einsatz der örtlichen Feuerwehren in diesem Jahre wurden sieben Menschen verletzt: Ein Feuerwehrmann erlitt Schnittverletzungen. Sechs weitere atmeten Rauchgas ein. „Einer von ihnen musste mit einer Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus“, berichtet Heiko Pold, Sprecher der Wiefelsteder Feuerwehr.

Im Einsatz waren die Löschgruppen aus Wiefelstede, Metjendorf, Gristede, Neuenkruge, Rastede, Elmendorf sowie Retter der Berufsfeuerwehr Oldenburg im Einsatz mit insgesamte 112 Kräften. 30 Rotkreuzler kümmerten sich um die Versorgung der Brandbekämpfer mit Getränken und Essen. „Wir haben bis zu 5300 Liter Wasser in der Minute auf und in die Halle gepumpt“, macht Heiko Pold das Ausmaß der Löscharbeiten deutlich.

khg

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“Wir sagen danke!” Mit diesen Worten kommentiert Betriebsleiter Uwe Pietsch die kürzlich vorgelegten Untersuchungsergebnisse zur Qualität der Bioabfälle im Landkreis Kassel. “Dem großen Engagement unserer Bürgerinnen und Bürger verdanken wir, dass der Störstoffanteil in den Kreis-Biotonnen auf durchschnittlich 1,6 Prozent gesunken ist.”

Die Abfallentsorgung Kreis Kassel, ein Eigenbetrieb des Landkreises Kassel, hat die zum Entsorgungszentrum in Lohfelden angelieferten Bioabfälle im Januar und Februar vom Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie vor dem Hintergrund künftig strengerer Anforderungen analysieren lassen. Ergebnisse: Die Bioabfälle aus ländlich-dörflicher und aus Ein- bis Zwei- Familienhausbebauung hatten niedrigere Störstoffgehalte als die aus innerstädtischen Bereichen oder Mehrfamilienhausbebauung.

Die Bioabfälle enthielten mit durchschnittlich 1,6 Prozent deutlich weniger Störstoffe als vor der Qualitätsoffensive mit 3,1 Prozent Störstoffen durchschnittlich im Landkreis Kassel. Ist der Bioabfall nicht schon in den Biotonnen sauber sortiert, müssen die Störstoffe auf den Verwertungsanlagen mit hohem technischen und finanziellen Aufwand heraussortiert werden.

“Der Rückgang der Störstoffe im Kreis Kassel ist sehr erfreulich und zeigt, dass unsere ‘Qualitätsoffensive Bioabfall’ die Menschen erreicht”, so Betriebsleiter Uwe Pietsch, “Die im Kreis Kassel gesammelte Bioabfallmenge pro Einwohner ist schon seit Jahren die höchste in Hessen. Seit dem nun wissenschaftlich bestätigten Erfolg unser Qualitätsoffensive Bioabfall ist belegt: Nicht nur bei der Quantität, auch in der Qualität können wir Vorreiter sein, unsere Masse hat klasse!”

Dr. Michael Kern vom Witzenhausen-Institut ergänzt: “Der Störstoffgehalt in den Biotonnen des Landkreises Kassel ist erfreulich niedrig und es werden für die Sammlung der Bioabfälle vorwiegend biologisch abbaubare Biobeutel und weniger normale Plastiktüten genutzt. Nichtsdestotrotz gibt es auch im Landkreis Kassel noch Gebiete und Siedlungsstrukturen, wo durchaus noch an der Bioabfallqualität gearbeitet werden muss”, so Kern.

Genau das hat die Abfallentsorgung Kreis Kassel vor: Zusammen mit der von ihr beauftragten Firma Fehr Umwelt Hessen GmbH wurden nun auch die im südlichen Kreisgebiet fahrenden Bioabfallfahrzeuge mit einer automatischen Störstofferkennung ausgestattet. Damit werden Störstoffe durch ein elektronisches Detektionssystem am Sammelfahrzeug in geschlossenen Biotonnen erkannt. Biotonnen, die die elektronische Störstofferkennung beanstandet, werden registriert und ein Warnsignal weist auf die falsche Befüllung hin.

Damit sich die falsche Befüllung aber zukünftig nicht wiederholt, werden die Biotonnennutzer mit einer Gelben Karte an der Biotonne über die richtige Sortierung informiert. Enthält eine Biotonne überwiegend Störstoffe, wird die Biotonne nicht geleert und eine Rote Karte angebracht. Die Rote Karte weist darauf hin, dass eine Nachsortierung oder eine kostenpflichtige Leerung der störstoffbelasteten Biotonne bei der Restabfalltour nötig ist.

LK/rd

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